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21.02.2018 13:54

Fester US-Dollar sorgt für Gegenwind

Energie: Die Ölpreise können sich dem festen US-Dollar nicht entziehen und geben in der Folge merklich nach. Brent fällt auf 64,5 USD je Barrel, WTI auf 61 USD je Barrel. Solange der US-Dollar aufwertet, dürften die Ölpreise nachgeben, zumal auch die Fundamentaldaten eher für fallende Preise sprechen. Daran ändern auch die jüngsten Kommentare aus den Reihen der OPEC wenig. Nachdem schon OPEC-Generalsekretär Barkindo zu Wochenbeginn von einer beschleunigten Markteinengung sprach, kam das Joint Technical Committee (JTC) der OPEC und der an den Kürzungen beteiligten Nicht-OPEC-Länder zum gleichen Befund. Der verbliebene Lagerüberhang von 74 Mio. Barrel soll laut JTC nun entweder im zweiten oder dritten Quartal vollständig abgebaut sein und damit etwa ein Quartal früher als bislang erwartet. Voraussetzung hierfür ist, dass die gegenwärtigen Fördermengen durch alle Länder im Abkommen beibehalten werden, d.h. die Umsetzung der Produktionskürzungen auf dem für Januar festgestellten Niveau von 133% bleibt. Die deutliche Übererfüllung ist auf hohe unfreiwillige Produktionsausfälle in Venezuela zurückzuführen, die das JTC offensichtlich als dauerhaft erachtet, was plausibel erscheint. Dem steht aber eine stark steigende Ölproduktion in den USA gegenüber. Das Szenario des JTC könnte sich daher als zu optimistisch erweisen. Der Energieminister der Vereinigten Arabischen Emirate und aktuelle OPEC-Präsident al Mazrouei hat sich für eine permanente Zusammenarbeit der OPEC und Russland ausgesprochen. Die weitere Vorgehensweise nach dem Auslaufen des Abkommens Ende 2018 soll bei der nächsten OPEC-Sitzung im Juni besprochen werden.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Der US-Dollar wertet weiter auf, so dass Gold weiter unter Druck steht. Heute Morgen handelt Gold bei 1.325 USD je Feinunze, nachdem der Preis gestern um 1,3% gefallen war. Silber gab im gleichen Ausmaß wie Gold nach. Die Anleger sehen den Preisrückgang aber offenbar als Kaufgelegenheit. Denn den Gold-ETFs sind gestern 2,7 Tonnen zugeflossen. Die Bestände der Silber-ETFs sind in dieser Woche bislang um 20 Tonnen gestiegen. Heute werden die Marktteilnehmer auf die Veröffentlichung des Protokolls der letzten Fed-Sitzung vom 31. Januar schauen. Sollte darin ein falkenhafterer Ton zum Ausdruck kommen, könnte dies dem US-Dollar weiteren Rückenwind geben und der Goldpreis entsprechend weiter sinken. Die russische Zentralbank hat eigenen Angaben zufolge im Januar 600 Tsd. Unzen (18,7 Tonnen) Gold gekauft. Damit setzt sie ihre Goldkäufe zur Diversifizierung der Währungsreserven fort. Gemäß Daten des Internationalen Währungsfonds hat auch die Türkei im Januar große Mengen Gold gekauft (560 Tsd. Unzen bzw. 17,4 Tonnen). Die türkische Zentralbank hat ihre Goldreserven damit 13 Monate in Folge um insgesamt 205 Tonnen aufgestockt. Sie füllt ansatzweise die Lücke, die die chinesische Zentralbank (PBoC) hinterlassen hat. Die PBoC hat mittlerweile 15 Monate in Folge kein Gold mehr gekauft. Ein kleiner, aber seit Jahren stetiger Goldkäufer bleibt Kasachstan.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Ein stärkerer US-Dollar gibt den Metallpreisen seit gestern Gegenwind: Sie geben in der Breite nach. Der starke Preisanstieg der Metalle in der letzten Woche war teilweise spekulativ getrieben. Gemäß Daten der LME wurden die Netto-Long-Positionen bei allen Metallen ausgeweitet, wenn auch nur moderat. Bei Aluminium geht das Auf und Ab der letzten Tage weiter. Heute Morgen kostet das Leichtmetall 2.160 USD je Tonne. Außerhalb Chinas wurde im Januar fast genauso viel Aluminium produziert wie im Dezember. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Produktion Daten des International Aluminium Institute zufolge um 2% auf 2,68 Mio. Tonnen (86,5 Tsd. Tonnen pro Tag) gestiegen. Daten für China liegen aufgrund der Neujahrsfeierlichkeiten noch nicht vor. Schätzungen zufolge war aber auch die chinesische Aluminiumproduktion stabil auf dem Dezemberniveau (siehe TagesInfo Rohstoffe vom 14. Februar). Der globale Aluminiummarkt bleibt somit unseres Erachtens gut versorgt. Die hohen Preise sind daher nicht gerechtfertigt. Stark angespannt waren dagegen im letzten Jahr die globalen Blei- und Zinkmärkte. Gemäß Daten der International Lead and Zinc Study Group (ILZSG) wies der Bleimarkt ein Angebotsdefizit von 165 Tsd. Tonnen auf, am Zinkmarkt blieb das Angebot um 495 Tsd. Tonnen hinter der Nachfrage zurück. Beide Defizite sind deutlich höher als von der ILZSG im Oktober auf ihrer Herbsttagung geschätzt. Die hohen Preise sollten aber zu einer Ausweitung des Angebots führen, so dass sich die Marktlage wieder entspannen dürfte.

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