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27.09.2015 13:15

Idee fürs Geld: Discount-Investment mit dem zähesten der kleinen DAX-Brüder

Der TecDAX hält sich im schwachen Marktumfeld erstaunlich stabil und bietet 7,80 Prozent Seitwärtsrendite bis zum Jahresende bei mehr als 12 Prozent Discount.

Der deutsche Aktienmarkt gibt derzeit ein widersprüchliches Bild ab. Auf der einen Seite beunruhigen die Verluste der 30 größten Standardwerte in zunehmendem Maße. So hat der DAX seit seinem 12.391er Rekordhoch vom 10. April gut 21 Prozent und zwischenzeitlich sogar deutlich mehr eingebüßt. Selbst die positive Performance des bisherigen Jahresverlaufs ist mittlerweile passé. Und auf der anderen Seite präsentieren sich die kleineren DAX-Brüder deutlich stabiler. Der MDAX verliert momentan rund elf Prozent gegenüber dem Jahreshoch und beim SDAX sind es nur gut zehn Prozent Minus. Stabilitäts-Spitzenreiter ist jedoch der TecDAX, der aktuell nicht einmal sechs Prozent unter seinem Top-Niveau steht, das wohlgemerkt erst am 20.07.2015 während der bereits negativen DAX-Tendenz markiert wurde.

focus.de unternimmt einen Versuch, die Outperformance des TecDAX zu erklären. Während bei vielen der vergleichsweise jungen TecDAX-Werte immer noch die Gründer in der Aktionärsstruktur eine große und stabilisierende Rolle spielen, seien die DAX-Konzerne hingegen mehrheitlich in ausländischer Hand, und zwar vornehmlich aus dem Dollar-Raum. Daraus ergebe sich eine starke Abhängigkeit des DAX von Währungsschwankungen, da ein steigender Dollar etwaige Aktienverluste für die ausländischen Investoren noch verstärkt bzw. Aktienkursgewinne schmälert und somit zu einer Abgabetendenz führt. Außerdem wird mit einer geringeren Konjunkturabhängigkeit vieler TecDAX-Titel argumentiert. Staatliche Institutionen und Unternehmen müssten demnach mit den neuen Technologien der Lieferanten aus dem TecDAX aufrüsten und würden dadurch eine stabilere Nachfrage erzeugen als sie die Auto- und Chemie-Riesen des DAX vorzuwiesen haben. Neben diesen Erklärungen von focus.de könnte ein weiterer Grund für die relative Stärke des TecDAX auch aus der vergleichsweise starken Bedeutung privater Anleger resultieren. Während der DAX als Spielball der Profis mitunter übertrieben auf kurzfristige Aspekte im Börsenumfeld reagiert, beweisen Privatinvestoren nicht selten Nervenstärke, wenn die Nachrichtenlage etwas weniger rosig aussieht.

Charttechnisch

Die langfristige Aufwärtstrendlinie des TecDAX seit März 2009 ist intakt und fällt derzeit mit der horizontalen Unterstützungszone zwischen rund 1.285 und 1.345 Punkten zusammen. Für den Verlauf in den nächsten Monaten ist es entscheidend, dass die 1.580er Marke weiterhin verteidigt wird. Der Dämpfer im August führte nur zu einer kurzzeitigen Unterschreitung dieses Niveaus und hat bei rund 1.500 Punkten eine weitere Unterstützungslinie hervorgebracht.

Discount-Investment mit dem zähesten der kleinen DAX-Brüder

Nur 663 …

Zertifikate sind derzeit insgesamt auf den TecDAX verfügbar. 641 Papiere davon sind klassische Discounter. Demnach ergibt sich die Wahl des Produkttyps von selbst, wenn man nicht gerade in der Erwartung einer unmittelbar bevorstehenden Hausse einen der ebenfalls angebotenen Index-Tracker nutzen möchte (z.B. WKN UX1TDX).

Hoher Discount und attraktive Kurzfrist-Rendite

Verlangt man nun vom bevorzugten TecDAX-Discount-Zertifikat einen großen Abschlag des Produktpreises gegenüber dem Indexstand von mindestens 12 Prozent, sticht erfreulicherweise ein Kurzläufer mit seiner hohen Maximalrendite hervor. Das Papier mit der WKN DT87CG ist bei einem TecDAX-Niveau von 1.736 Punkten momentan für 15,20 Euro zu haben (Stand: 25.09.2015, 12:06 Uhr). Folglich beträgt der Rabatt zum Basiswertkurs 12,44 Prozent und das Zertifikat wird bei der Endabrechnung erst bei einem Indexstand unter 1.520 Punkten im Verlust landen.

Der Bewertungstag wird bereits am 23.12.2015 erreicht, sodass sich der TecDAX lediglich im Schlussquartal des Börsenjahres 2015 einigermaßen stabil halten muss und einen Tag vor Weihnachten bei mindestens 1.550 Punkten schließen sollte. Dann fließen anschließend 15,50 Euro je Papier aufs Verrechnungskonto des Anlegers und bringen einen Ertrag von 1,97 Prozent, der einer Rendite von 7,80 Prozent p.a. entspricht. Unter dem 1.550er Cap beträgt die Auszahlung hingegen ein Hundertstel des Indexlevels vom 23.12.2015, sodass unterhalb von 1.520 Zählern weniger als der Einstandspreis zurückfließen würde.

 

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