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15.10.2015 12:10

Ideen fürs Geld: Wieder klare Sicht bei Fielmann

Charttechnisch hat die Fielmann-Aktie ihre Konsolidierung seit Mitte April mit Nachdruck beendet. Bonuszertifikate drängen sich aktuell leider nicht auf, aber mit einem Discountzertifikat winken schon bei leichtem Kursanstieg der Aktie 12,4 Prozent Ertrag bis September 2016.

824 Prozent!

Derart stark hat die Fielmann-Aktie seit März 2003 in einem nach wie vor ungebrochenen Aufwärtstrend zugelegt. Auch die Finanz- und Euro-Schuldenkrise konnten dem Brillenprimus keine nachhaltigen Dämpfer verpassen.

Fundamental

Mit der Entwicklung im ersten Halbjahr dieses Jahres zeigt sich Fielmann zufrieden. Und auch die Börsianer reagierten auf die Präsentation am 27.08.2015 positiv, wie die rasante Kursrally seither unmissverständlich zeigt. Der Konzernumsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um gut fünf Prozent auf 644 Mio. Euro, während der Vorsteuergewinn um 8,5 Prozent auf 116,3 Mio. Euro zulegte. Einen Grund für die nachhaltig positive Entwicklung sieht boerse-online.de nicht zuletzt im Status eines familiengeführten Unternehmens begründet. Der Fielmann-Clan hält direkt und über die KORVA Holding über 71 Prozent der Anteile. Nur 28,35 Prozent der Aktien befinden sich im Streubesitz.

Charttechnisch

Die intakte Aufwärtstrendlinie der Fielmann-Aktie seit März 2003 wurde gemeinsam mit der wichtigen Unterstützung bei rund 53,30 Euro während des Markteinbruchs im August kurzzeitig getestet und bestätigt. Im Anschluss hat sich eine zunehmend dynamische Erholung herausgebildet, die Ende September auch zur nachhaltigen Überwindung der Abwärtstrendlinie seit Mitte April führte. Aus charttechnischer Sicht dürfte die knapp sechsmonatige Konsolidierung damit beendet sein, sodass ein baldiger Angriff auf das 66,63er Rekordhoch folgen könnte.

Wieder klare Sicht bei Fielmann

Nur 400 …

Zertifikate stehen auf die Fielmann-Aktie derzeit zur Auswahl. Darunter befinden sich 22 klassische Bonus-Zertifikate, mit denen sich die guten Aussichten des Basiswerts ohne Obergrenze nutzen lassen. Allerdings sind die Aufgelder bei Produkten mit überschaubarer Laufzeit (sieben Produkte bei einer Restlaufzeit von neun bis 15 Monaten) bei fast allen Produkten inakzeptabel hoch, so dass sich bei den meisten Produkten ein Investment nicht aufdrängt.

Einzig das Bonus-Zertifikat mit der WKN PS9LMX liegt beim Aufgeld unter der Marke von 2,5 Prozent pro Jahr, den wir in der Regel als Maximalwert bevorzugen. Allerdings sinkt durch diese geringe Bereitschaft "Aufgeld für Sicherheit" zu bezahlen auch der Sicherheitspuffer bis zur Barriere. Diese liegt nämlich bei 55 Euro und beträgt damit nur knappe 10 Prozent (Stand jeweils 15.10.2015, 12:00 Uhr), wodurch sich das Zertifikat ausschließlich für ausdrückliche Fielmann-Optimisten eignet. Dieser Optimismus wird mit einer Bonusrendite von 6,5 Prozent pro Jahr auch recht attraktiv vergütet, wodurch das Bonuszertifikat nahezu bis zum Bonusniveau auch eine gute Alternative zur Aktie ist. Bei Anstiegen über Kurse von etwa 63,50 Euro dreht sich Blatt allerdings, denn die Aktie bringt Anlegern neben der Kursperformance auch noch die Dividendenzahlung von für das Geschäftsjahr 2015 erwarteten 1,80 Euro, auf die der Zertifikateinvestor verzichtet. So gesehen kann man auf ein Investment in dieses (oder auch ein anderes) Bonuszertifikat bei der Fielmann-Aktie verzichten.

Wer hingegen mit einer Begrenzung der Maximalrendite einverstanden ist, kann ein offensives Discount-Zertifikat als Alternative ins Auge fassen. So bietet die WKN DG77B9 aktuell bei einem Kaufpreis von 56,91 Euro einen Nachlass zum Aktienkurs von beinahe sieben Prozent und eine Seitwärtsrendite von nahezu acht Prozent pro Jahr. Bei einem Anstieg der Fielmann-Aktie auf oder über die Partizipationsgrenze (Cap) bei 64 Euro erhöht sich der Ertrag sogar auf maximal 12,4 Prozent, was dann einer Maximalrendite von 13,2 Prozent entspricht.

 

Mehr zur Motivation für Ideen fürs Geld finden Sie hier: Ideen fürs Geld: Was das soll!


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