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18.02.2016 09:00

Ihr Geld: Ein Visionär verliert jährlich Millionen Dollar und die Börse jubelt

Tesla ist eine Wette auf Elektromobilität. Elon Musk ist ihr Pate.

An der Börse wird bekanntlich die Zukunft gehandelt. Je besser die Aussichten, desto wertvoller das Investment. Was Elon Musk verkauft, ist gelebte Zukunft. Der US-amerikanische Unternehmer, Investor und Erfinder hat mit seinen Elektro-Fahrzeugen Model S und X klar bewiesen, dass Mobilität schon heute ohne Benzin und Diesel möglich ist. Dabei ist sein Unternehmen, Tesla Motors, längst mehr als ein Autobauer. Es ist ein Technologiekonzern, ein Vorreiter für nachhaltige Mobilität und intelligente Energie. Denn außer Elektroautos stellt Musk beispielsweise an der Wohnwand hängende Batterien und die weltweit schnellste Ladestation für Elektroautos her.

Visionen zählen bei Tesla mehr als Zahlen

Investoren lieben Visionäre wie Musk. So sehr, dass Tesla Motors auch mal ein etwas langsameres Umsatzwachstum und zum x-ten Mal einen höheren Verlust vermelden darf und trotzdem an der Börse gefeiert wird. Im 4. Quartal 2015 stiegen die Erlöse auf etwa 1,2 Milliarden US-Dollar. Ein Plus zum Vorjahr von 27%. Analysten hatten mit etwas mehr gerechnet. Wegen hoher Investitionsausgaben kletterte zugleich aber der Verlust auf 320 Millionen US-Dollar. Die Jahreszahlen zeigen dieselbe Relation: 3,7 Milliarden US-Dollar Umsatz zu 889 Millionen US-Dollar Verlust.(1) Seit Bekanntgabe der Zahlen am 10. Februar, stieg der Tesla-Kurs an das NASDAQ um mehr als 10%.

„Verkehrte Welt“, sagen Sie?! Nicht bei Elon Musk. Zwischen 80.000 und 90.000 Elektroautos will man 2016 verkaufen. Im Vorjahr waren es etwa 50.000. Der Konzernchef versprach Investoren zudem, dieses Jahr endlich Gewinne einzufahren. Und das trotz Investitionen von 1,5 Milliarden US-Dollar. Bereits seit Jahren investiert Tesla Motors vergleichsweise enorme Summen in die Forschung und Entwicklung neuer Technologien. Allerdings treibt die Ausgabefreude Analysten immer wieder Sorgenfalten in die Stirn. Mit 1,2 Milliarden US-Dollar Bargeldreserven ist die Finanzdecke von Tesla Motors im Vergleich zu anderen Autoherstellern recht dünn.(2)

Ein Visionär verliert jährlich Millionen Dollar und die Börse jubelt

Die Aktie hat einen beschwerlichen Weg vor sich

Charttechnisch besitzt die Tesla-Aktie noch viel Luft nach oben. Das Allzeithoch liegt auf Basis der Tagesschlusskurse an der NASDAQ bei 286,04 US-Dollar und stammt vom 4. September 2014. Zuletzt notierte die Tesla-Aktie um 168 US-Dollar. Es ist also ein langer Weg nach oben, auf dem zwischen 180 und 190 US-Dollar zudem eine recht große Widerstandszone wartet. Um es kurz zu machen: Erst, wenn die Tesla-Aktie den Abwärtstrendkanal nach oben durchbricht, steht neuen Höchstständen nichts mehr im Weg.

Die Tesla-Aktie steigt auf 180 US-Dollar und Sie ernten 27,5% Rendite

Bis dahin heißt es, die Vorteile eines Discountzertifikates zu nutzen. Warum ein Discountzertifikat, wollen Sie jetzt bestimmt wissen? Ganz einfach: Die 250-Tages-Volatilität liegt bei 42%, die 30-Tages-Volatilität sogar bei knapp 55%. Derart hohe Kursschwankungen führen bei Discountzertifikaten zu überdurchschnittlichen Preisnachlässen (Discounts) bei gleichzeitig attraktiven Renditechancen. Nehmen wir ein Discountzertifikat der Société Générale mit der WKN SE27PA, dessen Laufzeit am 17.03.2017 endet. Der Cap befindet sich bei 180 US-Dollar. Da das Bezugsverhältnis 1:10 beträgt und bei diesem Disocuntzertifikat ein US-Dollar gleich ein Euro ist (währungsgesichertes Zertifikat), erhalten Sie zum Schluss 18 Euro zurück, wenn die Tesla-Aktie bei mindestens 180 Dollar steht. Notiert sie hingegen bei 175 US-Dollar, bekämen Sie 17,50 Euro. Bei 150 US-Dollar wären es 15 Euro.

Bei einem Kaufpreis von 14,12 Euro würden Sie mit 18 Euro Rückzahlungsbetrag eine absolute Rendite von 27,5% vor Steuern und Gebühren erwirtschaften. Sollte die Tesla-Aktie am Laufzeitende genau so viel kosten wie heute, verdienen Sie trotzdem 19,5%. Als Aktionäre hingegen würden Sie keinen Ertrag erzielen, da Tesla Motors keine Dividenden ausschüttet. Die hohen Renditen werden durch den günstigeren Einstiegskurs möglich. Das Discountzertifikat gewährt auf die Tesla-Aktie einen Preisnachlass von etwas mehr als 16%.

Diese Risiken sollten Sie kennen

Durch den Cap bei 18 Euro ist die Renditechance auf besagte 27,5% begrenzt. Denn auch wenn die Tesla-Aktie am Ende über 180 US-Dollar notiert, bekommen Sie zum Schluss nur 18 Euro ausbezahlt. Wirklich im Nachteil gegenüber dem direkten Aktienkauf wären Sie aber erst ab einem Niveau von gut 215 US-Dollar. Dann würden Sie mit der Tesla-Aktie mehr verdienen als mit dem Discountzertifikat. Tipp: Falls es dazu kommt, wäre die Tesla-Aktie gerade dabei, den Abwärtstrendkanal nach oben zu verlassen. Verkaufen Sie das dann doch einfach das Discountzertifikat und satteln auf die Aktie um.

Natürlich sind mit dem Discountzertifikat auch Verluste möglich. Bei starken Kursrückgängen gibt auch der Kurs des Discountzertifikates nach. Am Laufzeitende rutschen Sie aber erst ins Minus, wenn der Kurs der Tesla-Aktie unter dem Einkaufpreis des Discountzertifikates liegt, also unter 141,20 US-Dollar. Gerät die Société Générale in Zahlungsschwierigkeiten, droht allerdings ganz unabhängig von der Tesla-Aktie ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

 

Versicherung | Interessenkonflikt

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