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14.01.2016 08:00

Ihr Geld: Ericsson hat’s schwer. Sie als Anleger nicht.

In unserer technologisierten Welt ist vieles durch Patente rechtlich geschützt. Haben Sie eine Ahnung wie viele Patente wohl in Ihrem Smartphone stecken? 20, 50, 100? Weit gefehlt: Laut Apple ...

In unserer technologisierten Welt ist vieles durch Patente rechtlich geschützt. Haben Sie eine Ahnung wie viele Patente wohl in Ihrem Smartphone stecken? 20, 50, 100? Weit gefehlt: Laut Apple sind es im iPhone 300. Google spricht sogar von 250.000 Patenten und Schutzrechten (!), die in einem Android-Smartphone stecken. Die Palette reicht von Melodien, Schriften und Darstellungsweisen über Datenbanken, Suchalgorithmen und Bedienungsmöglichkeiten bis hin zu technischen Bauteilen wie etwa Antennen und Chips.(1)

Gerade in der IT-Branche verkaufen Patentinhaber ihre Rechte oft per Lizenz an Konkurrenten oder ihre Kunden. Einer der weltweit größten IT-Lizenzgeber ist Ericsson. Erst vor kurzem endete ein Streit über die Höhe der von Apple an den Konzern zu zahlenden Lizenzgebühren. In den kommenden sieben Jahren wird Ericsson mehr Geld vom iPhone-Hersteller bekommen.(2) Davon allein können die Schweden natürlich nicht leben. Als Telekommunikationsausrüster verdient Ericsson das meiste Geld durch die Planung und den Bau mobiler Telefon- und Kommunikationsnetzwerke. Hier sei man die Nummer eins in der Welt. Sehr viel verspricht sich Ericsson vom Megatrend „Internet of Things“, also der Verschmelzung von Dingen aus der realen Welt mit dem Internet. Dafür arbeitet man mit Mobilfunkanbietern, Versorgern und Stadtwerken zusammen.

Analysten sind sich uneinig, doch eigentlich ist die Sache klar

Die massiven Investitionen in Mobilfunknetze spielt Ericsson in die Hände. Die LBBW rechnet nun damit, dass der Ausbau der Festnetze wieder stärker in den Fokus rückt – was weniger gut für Ericsson wäre. Das Kursziel wurde auf 95 schwedische Kronen (SEK) gesenkt. Auch Morgan Stanley sieht die Aktie lediglich auf dem Niveau, da Ericsson auch unter dem schwierigen Investitionsumfeld und den Marktanteilsverlusten außerhalb Europas leidet. Die Société Générale hat das Kursziel sogar drastisch von 115 auf 85 SEK gesenkt. Das Gegenstück dazu liefert die BNP Paribas. Sie hält am Kursziel von 115 SEK fest.(3)

Doch machen Sie sich Ihr eigenes Bild: Umsatz und Gewinne stagnieren seit Jahren, der Wettbewerb ist hart und beim „Internet of Things“ muss man sich erst noch gegen andere Branchengrößen behaupten. Auch charttechnisch schellen die Alarmglocken: Seit einer scharfen Kurskorrektur im April 2015 befindet sich die Aktie in einem Abwärtstrendkanal. Auf Jahressicht hat sie bereits mehr als 18 % an Wert verloren. Aktuell wird die Unterstützung bei 75 SEK getest. Hält sie dem negativen Kurstrend ebenfalls nicht stand, sind Rückschläge bis 69 SEK und darunter möglich.

Tauschen Sie die Dividende gegen 6,2% Bonusrendite!

Etwas Positives hat der hohe Cashflow, den die Schweden jedes Jahr einfahren (2014 waren es umgerechnet rund zwei Milliarden Euro). Aktionäre profitieren davon in Form einer üppigen Dividende. Die Dividendenrendite liegt – bezogen auf die nächste bevorstehende Ausschüttung im Frühjahr aktuell bei rund 4,4%. Doch was nützt Ihnen das, wenn der Aktienkurs bsi Jahresende weitere 8 oder 10 % verlieren würde? Mehr als ein schöner Sicherheitspuffer wäre die Dividendenrendite dann nicht.

Warum nicht einfach das defensivste der insgesamt 27 angeboten Capped-Bonuszertifikate auf Ericsson nehmen? Damit haben Sie kurz vor Weihnachten 2016 die Chance auf eine Rendite von rund 5,8% bzw. 6,2% per annum. Das Wertpapier hat die WKN SE2JZ8 und wurde von der Société Générale emittiert. Dafür muss sich die Ericsson Aktie (B-Variante) bis zum 16.12.2016 lediglich über der Barriere von 45 SEK halten. Das dürfte nicht all zu schwer sein, müsste der Kurs dafür doch noch einmal um gut 43 % nachgeben und bis auf das Tief vom 10.10.2008 abrutschen.

Währungsabsicherung inklusive

Der Bonuslevel, der zugleich der Cap ist, liegt bei 87 SEK. Dank der Währungsabsicherung zum Euro entspricht das zugleich auch der maximalen Rückzahlung am Laufzeitende in Höhe von 87 Euro. Zuletzt kostete das Capped-Bonuszertifikat 82,22 Euro. Bei einem Kurs der Ericsson-Aktie von knapp unter 80 SEK ergibt sich so ein Aufgeld von 3,8% – was vor allem angesichts der geringen Wahrscheinlichkeit einer Barriereverletzung vertretbar ist.

Kein Zertifikate-Investment ist ohne Risiken, auch nicht dieses

Die wesentlichen Risiken für Sie sind: Die Ericsson-Aktie startet eine neue Kursrally und Sie verdienen als Aktionär einschließlich der Dividende bis Jahresende mehr als 5,8%. Oder die Barriere wird doch touchiert, wodurch die Bonuszahlung entfällt und Sie etwaige Verluste des Ericsson-Anteilscheins eins zu eins tragen müssen. Oder die Société Générale wird zwischenzeitlich zahlungsunfähig, was einen Totalverlust Ihres Kapitals unabhängig von der Kursentwicklung der Ericsson-Aktie zur Folge haben kann.

 

Versicherung | Interessenkonflikt

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