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22.03.2016 08:58

Ihr Geld: Menschen sind eitel. Die Bilanz der Kosmetikindustrie auch.

Bin ich schön? Starke Marken der Kosmetikindustrie profitieren von der Eitelkeit der Menschen. Das lässt Umsatz und Gewinn steigen.

Als Teenager hat man es nicht leicht. Gespräche mit den Eltern drehen sich fast immer um die Frage „Wann muss ich wieder zuhause sein?“. Kleidung wird zum Aushängeschild der eigenen Persönlichkeit. Und das Aussehen spielt eine derart wichtige Rolle, dass dafür gern richtig viel Geld auf den Kopf gehauen wird. Vor allem Mädchen kennen da kaum eine Schmerzgrenze. Mehr als die Hälfte der 13- bis 19- jährigen hierzulande gibt von durchschnittlich 60 Euro Taschengeld zwischen zehn und 25 Euro im Monat für Kosmetik aus.(1) Wenn Sie eine Tochter im Teenager-Alter haben, wissen Sie, wovon die Rede ist.

Nivea und Labello gehören auch dazu

Klarer Gewinner dieses Trends ist die Kosmetikindustrie. Die Nachfrage der Teenager kurbelt die Umsätze kräftig an. Einer der Profiteure ist auch Beiersdorf. Das Traditionsunternehmen passt zwar auf den ersten Blick nicht ganz in die Schublade. Doch Make-up und Lippenstift sind es sicher nicht allein, auf die viele Teenager (und nicht nur die) schwören. Eine Nivea-Creme gehört fast immer zur Standardausrüstung, ein Deo der Marke 8x4 ebenso. Und ein Labello-Lippenpflegestift ist praktisch in jeder Handtasche zu finden. Wetten?

Umsatz und Gewinn steigen...

Das Unternehmen Beiersdorf, das neben Kosmetik auch noch Klebebänder (tesa) und andere Verbrauchsgüter herstellt, darf sich über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 freuen. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 6,4% auf 6,68 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern legte ohne Sondereffekte von 861 auf 962 Millionen Euro zu, wodurch die Umsatzrendite auf den Spitzenwert von 14,4% anstieg.(2)

...der Aktienkurs weniger

Und was macht der Aktienkurs? Der tritt auf der Stelle. Schon seit einem Jahr haben Anleger mit der Aktie unterm Strich nichts verdient. Die Dividendenrendite liegt unter einem Prozent. Was die Kurschancen der Aktie angeht, sind sich Analysten außerdem ziemlich uneins. Die Spanne reicht von 71 Euro bis 110 Euro. Aktuell kostet die Aktie von Beierdorf etwas mehr als 81 Euro.

Ein Bonuszertifikat bringt 7,3% Rendite bei 26% Sicherheitspuffer

In einem solchen Umfeld spricht vieles für den Kauf eines Bonuszertifikates. Dabei darf es ruhig ein wenig konservativ zugehen. Das Bonuszertifikat der Commerzbank mit der WKN CD0D33 etwa bietet die Chance auf knapp 5,5% Rendite – oder 7,3% per annum. Dafür muss die Beiersdorf-Aktie noch nicht einmal steigen. Im Gegenteil: Der Anteilschein dürfte sogar gut 26% an Wert verlieren. Die einzige Bedingung ist, dass die Aktie bis zum Laufzeitende am 15. Dezember 2016 niemals auf oder unter die Barriere bei 60 Euro fällt. In dem Fall würde die Commerzbank pauschal 87 Euro an Sie zurückzahlen. Derzeit kostet das Bonuszertifikat etwas weniger als 82,50 Euro.

Der Sicherheitspuffer hat natürlich seinen Preis. Mehr als 7,3% Rendite p.a. sind mit dem Bonuszertifikat nicht drin. Denn bei 87 Euro liegt nicht nur der Bonuslevel, sondern zugleich auch der Cap. Er verhindert, dass Anleger von einem Kursanstieg der Beiersdorf-Aktie darüber hinaus profitieren. Auch auf die Dividende müssen Käufer des Bonuszertifikates verzichten.

Und immer an die Risiken denken

Sollte die Barriere verletzt werden, entfällt der Anspruch auf die pauschale Auszahlung von 87 Euro. Wie viel Sie am Laufzeitende zurück bekommen, bestimmt dann allein der Aktienkurs. Wegen des Aufgelds von 1,6% müssten Sie sogar einen geringfügig höheren Verlust hinnehmen als ein Aktionär. Außerdem sind auch in dem Fall nicht mehr als 87 Euro zu holen. Der Cap gilt bei intakter und verletzter Barriere. Nichtzuletzt kann ein Zahlungsausfall der Commerzbank zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen, losgelöst von der Kursentwicklung der Beiersdorf-Aktie.

 

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