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28.01.2016 09:00

Ihr Geld: Nörgeln Sie nicht an Apple herum

Die Finanzwelt ist unzufrieden mit den jüngsten Quartalszahlen von Apple und starft die Aktie ab. Anleger könnten sich lieber auf Bonus-Zertifikate konzentrieren und damit eine konkrete Renditechance wahren.

Auch wenn es schon eine Weile her ist… Ich kann mich noch gut daran erinnern, als mir ein Freund seinen neuen Apple-Rechner zeigte. Grün war er, der erste i-Mac. Und rund, mit integriertem CD-Laufwerk sowie einer witzigen Maus. Nicht nur der Computer selbst galt damals als Exot, auch deren Besitzer. Ein Statussymbol. Heute habe ich das Gefühl, ist es genau umgekehrt: Wer kein i-Phone besitzt, kann nicht als Hipster und besonders cool gelten. Machen Sie den Feldtest und fragen Sie einfach mal Jugendliche in Ihrem Bekanntenkreis...

Vor der Weihnachtszeit verkauft die Apfel-Marke traditionell die meisten seiner Geräte, zu denen auch das i-Pad, der Mac und die Apple-Watch gehören. Für den US-Technologiekonzern ist die Zeit von Oktober bis Dezember im übrigen das 1. Quartal eines Geschäftsjahres. Nach aktuellen Zahlen hat Apple diesmal die – ohnehin niedrigen – Erwartungen größtenteils verfehlt. Nicht das wir uns falsch verstehen. Apple verkauft seine Produkte nach wie vor sehr gut und macht damit wie kein anderer ordentlich Kasse. Nur geht es mittlerweile nicht mehr ganz so rasant aufwärts.

Aktuelle Wachstumschwäche. Eine Bedrohung?

So stieg der Umsatz im 1. Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahr um lediglich 2%.(1) Zum Vergleich: Anfang 2015 meldete Apple fürs 1. Quartal ein Umsatzplus von fast 30%. Auch an die jüngsten Erfolge in China konnte das Unternehmen nicht anknüpfen. Hauptgründe für die Flaute sind schleppende Verkaufszahlen beim i-Phone, das zurzeit gut 68% der Umsätze einspielt, sowie ein sinkender Absatz beim i-Pad.(2) Auch fehlt es an echten Innovationen. Die Apple-Watch zumindest scheint bislang zu enttäuschen, auch wenn – oder gerade weil – Apple noch keine exakten Verkaufszahlen bekannt gibt.

Soweit die schlechten Nachrichten. Die guten Nachrichten sind: Die Service-Sparte (App Store und iTunes) wächst dynamisch, wenngleich die Bedeutung fürs Geschäft noch gering ist. Apple wirtschaftet außerdem nach wie vor sehr profitabel und sitzt auf einem Berg von Geld, was zunehmend auch Aktionären zugute kommt. Nicht zuletzt profitiert Apple von einem nahezu einmaligen Phänomen: Wer einmal in die Apple-Welt eingetaucht ist, bleibt dort in aller Regel für immer. Und wie wir alle wissen, harren nur Apple-Kunden eine ganze Nacht lang in der Kälte aus, um als erster ein neues i-Phone in den Händen halten zu können.

Abgestraft und angeschlagen

An der Börse sind die Marktteilnehmer bei weitem nicht so loyal wie die Apple-Jünger. Nach Bekanntgabe der jüngsten Quartalszahlen verlor die Apple-Aktie mehr als 5% an Wert, in den vergangenen sechs Monaten sogar fast ein Viertel! Charttechnisch kann der Anteilschein als angeschlagen durchgehen. Der mittelfristige Abwärtstrend hat sich beschleunigt. Zudem fiel der Kurs unter die wichtige Unterstützungsszone zwischen 97 und 100 US-Dollar. Die nächsten Haltepunkte liegen bei 90 und 83 US-Dollar.

Sie können nun abwarten, ob der Apple-Kurs wie 2013 einen Rebound startet. Viele Analysten zumindest glauben fest an Kurse jenseits des alten Hochs.(3) Sie können aber auch eines der 167 zur Auswahl stehenden Bonuszertifikate (ohne Cap) auf die Apple-Aktie kaufen. Damit verzichten Sie zwar auf die gut 2,1% Dividendenrendite im Jahr. Sie haben dafür aber die Chance, selbst bei einem weiteren Kursrückgang der Apple-Aktie von 19% noch fast 13% Rendite pro Jahr zu erzielen. Und gelingt der erhoffte Turnaround, sind Sie eins zu eins daran beteiligt.

Den Kopf nicht in den Sand stecken. Holen Sie sich lieber 18,5% Rendite

Das klingt zu schön, um wahr zu sein? Keineswegs. Das Bonuszertifikat der Citigroup mit der WKN CW8TU3 bietet aktuell eine absolute Bonusrendite von rund 18,5%. Das Papier wird Mitte Juni 2017 fällig, woraus sich eine annualisierte Bonusrendite von 12,9% ergibt. Voraussetzung dafür ist, dass die Apple-Aktie bis zum Laufzeitende stets über der Barriere von 76 US-Dollar notiert. Dafür müsste sie unter weitere wichtige Unterstützungen fallen und nochmals fast ein Fünftel an Wert einbüßen. Bleibt die Barriere unverletzt, zahlt die Citigroup entsprechend dem Bonuslevel von 113 US-Dollar und dem aktuellen Wechselkurs von 1,0894 US-Dollar je Euro 103,73 Euro an Sie zurück. Das ist der Bonusbetrag. Notiert die Apple-Aktie bei Fälligkeit über dem Bonuslevel, bekommen Sie exakt den Wert der Aktie, umgerechnet in Euro, ausbezahlt. Ohne Begrenzung nach oben.

Risiken mit einkalkulieren

Was mich zu den Risiken bringt. Das erste Risiko kennen Sie bereits: Das Bonuszertifikat ist nicht währungsgesichert. Die Höhe des Rückzahlungsbetrages wird also auch durch den Euro-Dollar-Wechselkurs mitbestimmt. Gewinnt der Dollar gegenüber dem Euro an wert, ist das gut für Sie. Umgekehrt nicht – wobei das keinesfalls bedeuten muss, dass Sie Minus machen. Zu einem Verlust kommt es allerdings, wenn die Apple-Aktie die Barriere touchiert, wodurch die Bonuszahlung verloren geht, und bis zum Laufzeitende in Euro gerechnet nicht über den Kaufpreis des Bonuszertifikates steigt. Beachten Sie auch das Emittentenrisiko. Denn bei einer Zahlungsunfähigkeit der Citigroup gehen Sie mitunter leer aus, unabhängig vom Wert der Apple-Aktie. Das Bonuszertifikat besitzt ein Aufgeld von gut 1,7%.

 

Versicherung | Interessenkonflikt

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