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10.12.2015 09:31

Ihr Geld: Öl macht den Purzelbaum – und Reisen wird billiger

Was viele nach der ergebnislosen Sitzung des Ölkartells OPEC vermuteten, ist nun Gewissheit: Öl wird billiger.

Die Preise purzeln. Ein Barrel (je 159 Liter) der hierzulande wichtigen Sorte Brent kostete zwischenzeitlich weniger als 40 US-Dollar. Die US-Sorte WTI ist sogar noch mal drei US-Dollar günstiger. Ein Ende der Talfahrt ist zumindest aus charttechnischer Sicht wenig wahrscheinlich (s. Chart Öl Brent).

In diesem Moment werden in den Medien gern die Gewinner und Verlierer eines niedrigen Ölpreises genannt. Tatsache ist: Vor allem Fluggesellschaften und Chemieunternehmen profitieren vom billigen Energielieferanten. Und natürlich der Endverbaucher – also Sie und ich.* Der Liter Diesel etwa kostete die Tage mancher Orts bereits weniger als ein Euro.** Sie können nun entweder für die gleiche Summe öfters mal auf der Autobahn richtig Gas geben. Oder Sie fahren so besonnen weiter wie bisher und verreisen wie immer mehr Menschen einfach häufiger. Im Jahr 2014 wurden nach Angaben der Welt-Toursimus-Organisation UNWTO weltweit mehr als 1,1 Milliarden grenzüberschreitende Reiseankünfte gezählt. Ein Plus von 4,7 % gegenüber 2013. Auch dieses Jahr soll die Zahl weiter steigen.***

3 von 4 Deutschen nutzen das Internet für Reiseplanung

Dabei wird der Trend, sich im Internet vorab über die Unterkunft, Ausflugsziele, Restaurants, Sportmöglichkeiten und so weiter zu informieren, immer offensichtlicher. Wenn Sie also auch schon einmal den Namen Ihres Hotels googelt und sich dabei Bilder der Gegend von früheren Reisenden angeschaut oder deren Bewertungen zum Italiener an der Ecke gelesen haben, geht es Ihnen so wie 73 % der deutschen Bevölkerung, die das Internet inzwischen zur Planung ihrer Urlaubsreise nutzen. Wenn Sie dann ihre Reise auch noch im Internet buchen, liegen Sie definitiv im Trend.

Auch als Anleger können Sie dem Trend folgen. Tripadvisor gehört zu den weltweit führenden Online-Reiseplanern. In rund 50 Ländern haben Reiselustige die Möglichkeit sich vorab ein Bild ihres nächsten Urlaubsziels oder Restaurantbesuchs zu machen. Rezensionen und Meinungen der Nutzer sind das Kernstück der Website. Geld verdient Tripadvisor hauptsächlich durch Werbung und Gebühren, wenn über das Portal eine Reise gebucht wird. Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres stieg der Umsatz des US-Unternehmens trotz eines starken US-Dollars um 17 % auf 415 Millionen US-Dollar. Der Gewinn legte mit 74 Millionen US-Dollar sogar um 27 % zu.****

Tripadvisor auf Allzeithoch

Nach einem glänzenden Börsenstart Ende 2011 erreicht die Aktie 2014 ihr bisheriges Allzeithoch. Erste einsetzende Gewinnmitnahmen drückten den Kurs unter die Marke von 100 US-Dollar. Seit gut einem Jahr pendelt die Aktie zwischen 68 US-Dollar am unteren Ende und 90 US-Dollar am oberen Ende. Dort hat sich inzwischen ein recht zäher Widerstand herausgebildet, der fürs Erste nur schwer zu knacken sein dürfte. Die wichtigsten Unterstützungen befinden sich bei 64 und 60 US-Dollar.

10 % in neun Monaten

Kurzfristig könnte man diese Chartmarken zum Kauf eines Bonuszertifikates mit Cap nutzen. Aktuell gibt es am Markt 88 der strukturierten Produkte. Lediglich 17 davon besitzen eine Barriere bei 60 US-Dollar oder darunter und weisen kein Aufgeld auf. Besonders attraktiv erscheint ein bis zum 23. September 2016 laufendes Capped-Bonsuzertifikat von Vontobel mit der WKN VS321S. Die Barriere liegt bei 56 US-Dollar und damit 32 % unter dem aktuellen Kurs der Tripadvisor-Aktie. Den Cap, der die Gewinne nach oben begenzt, hat die Emittentin bei 88 US-Dollar festgelegt. An einem Kursanstieg darüber hinaus sind Anleger mit dem Capped-Bonuszertifikat nicht beteilgt. Dennoch sind bei einer unverletzten Barriere am Laufzeitende rund 10% Rendite möglich beziehungsweise 12,7 % p.a.

Diese Risiken sollten Sie kennen

Im Fall eines Barrierebruchs würde die Bonuszahlung unwiderruflich entfallen. Die Höhe der Rückzahlung des Zertifikates hängt ab dem Moment einzig von der Kursentwicklung der Tripadvisor-Aktie ab. Mögliche Verluste fallen bei dem Capped-Bonuszertifikat allerdings niedriger aus als bei der Tripadvisor-Aktie, da es ein Abgeld von 2,9 % aufweist – Anleger für das Capped-Bonuszertifikat also weniger zahlen als die Aktie kostet. Davon losgelöst sollten Anleger einen achtsamen Blick auf das Wechselkursrisiko werfen, da das Zertifikat keine Währungsabsicherung enthält. Ein zum Euro schwächelnder US-Dollar würde sich negativ auf die Renditechance von Inhabern auswirken. Ein stärker werdender hingegen positiv. Im Fall der Zahlungsunfähgikeit der Emittentin ist zudem unabhängig von der Aktienkursentwicklung ein Totalverlust möglich.

 

Quellen:

* Quelle 1a und Quelle 1b

** Quelle 2

*** Quelle 3

**** Quelle 4

 

 

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