Anzeige
15.06.2016 11:10

Ihr Geld: Was kommt nach dem 23. Juni?

Es ist ein Donnerstag. An den Börsen allerdings wird der 23. Juni 2016 ein Tag sein, an dem entweder alle erleichtert aufatmen oder irritiert in die Zukunft schauen.

Es ist ein Donnerstag. Die meisten Menschen werden an dem Tag wahrscheinlich das machen, was sie jeden Donnerstag tun. Ich sicher auch. An den Börsen allerdings wird der 23. Juni 2016 ein Tag sein, an dem entweder alle erleichtert aufatmen oder irritiert in die Zukunft schauen. Am 23. Juni 2016 stimmen die Bürger und Bürgerinnen in Großbritannien darüber ab, ob das Land weiter in der EU bleiben soll oder nicht. Für letzteres hat sich der Begriff „Brexit“ etabliert. Und der ist anderthalb Wochen vor dem Referendum durchaus realistisch. Beide Lager, EU-Befürworter und EU-Gegner liefern sich nach wie vor ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Ausgang: ungewiss.

Alle wollen raus aus Aktien

Die Börse mag das gar nicht. Würden die EU-Befürworter in den Umfragen klar die Nase vorn haben, wäre alles gut. So aber herrscht an den Aktienmärkten Verunsicherung. Denn die Folgen eines „Brexit“ sind nicht genau abzusehen. Allerdings werden sie negativ sein, für Großbritannien und die EU. Da sind sich die meisten Volkswirte und Experten sicher. Fondsmanager, Vermögensverwalter und Großinvestoren bringen ihr Pulver deshalb lieber schon mal ins Trockene. Sprich: Sie verkaufen Aktien und erhöhen ihre Cashquote. Und mit jedem Tag werden es mehr.(1) Die Folge: Es rumpelt gewaltig. Der DAX verlor seit vorigen Mittwoch fast 600 Punkte und fiel unter 9.600 Punkte. Das ist ein Minus von deutlich mehr als 5,0%. Auch andere große Aktienbarometer wie der EURO STOXX 50, der S&P 500 und der NIKKEI225 ließen ordentlich Federn – und sind wie der DAX charttechnisch angeschlagen.

Wenn Marktteilnehmer vor Nervosität an den Fingernägeln kauen

Gleichzeitig zog die implizite Volatilität, also die erwarteten Kursschwankungen, kräftig an. Der VDAX-Volatilitätsindex liegt erneut bei über 30%. Bei diesem Wert haben Anleger in aller Regel ganz besonders weiche Knie. Der VDAX-NEW wird nicht umsonst auch als Angstbarometer bezeichnet. Insofern ist es durchaus eine Option, sich über den Sommer von den Aktienmärkten fern zu halten. Oder aber…

Und genau hier kann Ihre Chance liegen.

…Sie nutzen mit einem Discountzertifikat die hohe Nervosität an den Börsen. Vereinfacht lässt sich sagen, dass eine hohe Volatilität Discountzertifikate besonders billig macht, was besonders hohe Preisnachlässe (Discounts) mit sich bringt. Die Möglichkeit, in den kommenden Wochen und Monaten unterm Strich mit Aktien nichts verdienen zu können oder womöglich sogar Geld zu verlieren, macht Discountzertifikate zusätzlich attraktiv. Mit einem Discountzertifikat haben Sie die Chance, in seitwärts laufenden oder fallenden Märkten auf Sicht eine attraktive Rendite zu erzielen.

Ein Discountzertifikat bringt Sie gut über den Sommer

Relativ gelassen durch einen stürmischen Sommer kommen Sie mit einem defensiven Discountzertifikat. Ein solches Papier der DZ-Bank mit der WKN DG2EEX bietet Ende September eine Rendite von gut 1,8%. Das klingt nicht viel. Auf den ersten Blick. Allerdings entsprechen zum einen die 1,8% wegen der sehr kurzen Restlaufzeit einer jährlichen Rendite von 5,9%. Zum anderen geht es bei dem Discountzertifikat in erster Linie darum, den Sommer, der fern des „Brexit“-Risikos generell als schwächste Börsenjahreszeit gilt, möglichst ohne Verluste zu überstehen.

Etwas verdienen, selbst wenn der DAX noch einmal 17 Prozent fällt

Die einzige Bedingung, um an die 1,8% Rendite zu kommen ist, dass der DAX am 30.09.2016 bei 8.000 Punkten oder höher steht. Dann bekämen Sie von der DZ-Bank entsprechend dem Bezugsverhältnis von 1:100 genau 80 Euro zurück. Bei 8.000 Punkten befindet sich der Cap des Discountzertifikates. Von Kursen des DAX darüber hinaus haben Sie nichts. Obwohl es in diesem Fall allerdings eher heißen müsste: Vor DAX-Kursrückgängen bis 8.000 Punkten brauchen Sie sich nicht zu fürchten, also vor Rücksetzern von bis zu 17%. Übrigens: Rutscht der DAX vor dem Laufzeitende unter 8.000 Punkte ist das kein allzu großer Beinbruch. Bei dem Discountzertifikat zählt allein der Schlussstand des Index am 30.09.2016.

Keine Verluste, außer der DAX fällt um mehr als 19%

Aktuell kostet das Discountzertifikat rund 78,55 Euro, was einem Preisnachlass (Discount) auf den DAX von rund 18,50% entspricht. Sie müssen also fast ein Fünftel weniger bezahlen als beispielsweise bei einem klassischen Indexzertifikat auf den DAX. Dieser Discount schützt Sie vor Verlusten. Erst, wenn der DAX zum Schluss unter 7.855 Punkten notiert, erleiden Sie einen Verlust. Dann nämlich bekämen Sie weniger als 78,60 Euro zurück. Bei 7.500 Punkten zum Beispiel wären es 75 Euro. Ihr Verlust würde 4,6% betragen. Aber: Hätten Sie per Indexzertifikat in den Dax investiert, müssten Sie ein Minus von mehr als 20% hinnehmen. Ein weiterer Vorteil des Discountzertifikates sind die vergleichsweise geringen Kursschwankungen. Ein Aspekt, der zumindest meine Nerven sehr beruhigt.

Die Risiken dennoch nicht aus dem Blick verlieren

Die Risiken des Discountzertifikates liegen in der bereits beschriebenen Verlustmöglichkeit. Sollte der DAX zudem nach dem 23. Juni wieder steigen, weil etwa Großbritannien sich für den Verbleib in der EU entscheidet, hätten Sie wegen des (tief liegenden) Caps nichts davon. Bei einem Zahlungsausfall der DZ-Bank können Sie außerdem Ihren gesamten Kapitaleinsatz verlieren, unabhängig von der DAX-Entwicklung.

Versicherung | Kein Interessenkonflikt

Der Autor/Einsteller versichert, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene(s) Person oder Unternehmen nicht im Besitz von Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analyse bezieht. Der Autor versichert zudem, dass nicht beabsichtigt ist, die analysierten Finanzinstrumente in den nächsten 72 Stunden selbst zu erwerben oder mit diesen für andere zu handeln.

Der Autor versichert weiterhin, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden.

Anzeige
Weitere Nachrichten
moneycube Experten
31.05.2016 10:28
Drei violette und zwei rote Buchstaben – in den USA ist FedEx als Paketzusteller und Kurierdienstleister so bekannt wie hierzulande die drei roten Buchstaben des Deutsche-Post-Logistikers DHL
24.05.2016 09:34
Kuka und Aixtron haben beide Kaufofferten von chinesischen Unternehmen
18.05.2016 09:28
An Muttertag deckten Erneuerbare Energien bis zu 87,6% des gesamten Strombedarfs in Deutschland. Eine Chance für Unternehmen.
Anzeige