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13.09.2017 14:00

JM Smucker: Erst abgeschmiert, jetzt lecker

Haustierfutter, Kaffee, Erdnussbutter und noch ein paar andere Leckereien, die fast jeder US-Haushalt in der Speisekammer hat – das klingt nach einem stabilen Business. Doch der Aktienkurs von JM Smucker signalisiert etwas Anderes. In den vergangenen zwölf Monaten ist der Börsenwert um gut ein Drittel abgeschmiert. Und das nicht ohne Grund, denn im operativen Geschäft hatte die Traditionsfirma aus Orrville/Ohio ebenfalls Einbußen zu verzeichnen – der Umsatz ging um 5% zurück, der Überschuss sogar um 14%.

Haustierfutter, Kaffee, Erdnussbutter und noch ein paar andere Leckereien, die fast jeder US-Haushalt in der Speisekammer hat – das klingt nach einem stabilen Business. Doch der Aktienkurs von JM Smucker signalisiert etwas Anderes. In den vergangenen zwölf Monaten ist der Börsenwert um gut ein Drittel abgeschmiert. Und das nicht ohne Grund, denn im operativen Geschäft hatte die Traditionsfirma aus Orrville/Ohio ebenfalls Einbußen zu verzeichnen – der Umsatz ging um 5% zurück, der Überschuss sogar um 14%.

Smucker leidet darunter, dass sogar die US-Verbraucher allmählich ein bisschen mehr darauf achten, was sie so in sich hinein mampfen. Ähnlich wie bei General Mills oder Hormel Foods ist das Sortiment zu fett- und zuckerlastig. Auch die erst 2015 übernommene Tierfutter-Sparte

„Big Heart Pet Brands“ wirkt etwas angestaubt. Abgesehen vom Kaffee-Geschäft, wo rund ein Drittel der Erlöse erwirtschaftet wird, gibt es also reichlich Baustellen. Hinzu kommt ein latenter Erfolgsdruck: Durch die Zukäufe der letzten Jahre hat Smucker einen veritablen Schuldenberg angehäuft.

Mit 35% liegt die Debt-to-Assets-Ratio allerdings durchaus noch im Rahmen. Wettbewerber wie Kellogg’s oder Danone arbeiten mit deutlich höheren Finanzierungshebeln. Außerdem lockt Smucker mit einer attraktiven Risikoprämie: Selbst auf Basis der kräftig korrigierten Analystenprognosen wird die Aktie nicht einmal mit dem 14-fachen Gewinn bewertet. Nicht ausgeschlossen, dass da mal ein Übernahmeangebot ins Haus flattert, zumal das 120 Jahre alte Unternehmen über keinerlei Ankeraktionär verfügt. 

Gleichwohl ist die Übernahmephantasie nur Begleitmusik. Doch auch aus DividendenAdel-Perspektive kann Smucker überzeugen. Eine Rendite von knapp 3% in Verbindung mit einer blütenweißen Historie von 18 aufeinander folgenden Anhebungen und knapp 60% Payout: Das ist ein faires Angebot, sogar wenn die Dynamik erstmal nur einstellig bleiben sollte. Aus Sicht des Euro-Anlegers spricht überdies der deutlich ermäßigte Dollar-Kurs für einen Einstieg zum jetzigen Zeitpunkt.

JM SMUCKER CO DividendenAdel-ProfilChristian W. Röhl ist Unternehmer und Kapitalmarkt-Stratege – vor allem aber Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet. Einblicke in seinen Investment-Alltag gibt der Autor des manager magazin-Bestsellers „Cool bleiben und Dividenden kassieren“ in Vorträgen und Seminaren sowie auf seinem Blog DividendenAdel und bei Twitter (@CWRoehl).

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