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07.09.2017 15:00

KDDI: Telekom mal anders

Fette Rendite und eine auf Kante genähte Payout-Quote: Das ist das Dividenden-Profil der meisten Telekom-Firmen. Kürzungen sind da nur eine Frage der Zeit – nicht umsonst haben u.a. die spanische Telefonica, die schwedische Telia oder auch die Deutsche Telekom ihre Aktionäre in den letzten Jahren auf Diät setzen müssen, um sich wieder ordentlich aufzustellen. Dass es auch anders geht, beweist die japanische KDDI.

Fette Rendite und eine auf Kante genähte Payout-Quote: Das ist das Dividenden-Profil der meisten Telekom-Firmen. Kürzungen sind da nur eine Frage der Zeit – nicht umsonst haben u.a. die spanische Telefonica, die schwedische Telia oder auch die Deutsche Telekom ihre Aktionäre in den letzten Jahren auf Diät setzen müssen, um sich wieder ordentlich aufzustellen. Dass es auch anders geht, beweist die japanische KDDI.

Der wichtigste Wettbewerber des Telefon-Titanen NTT verbindet eine für asiatische Aktien eher untypische Kontinuität mit moderater Ausschüttungsquote und beachtlicher Dynamik. Seit fast zwei Jahrzehnten wurde die Dividende nicht mehr gekürzt und zuletzt gab es sogar acht Anhebungen in Folge. Das zweistellige Dividendenwachstum ist zwar auch dem Umstand geschuldet, dass der Payout sukzessive hochgefahren wurde. Doch noch immer wird nicht einmal jeder zweite Yen, den das Unternehmen verdient, an die Aktionäre ausgekehrt – es gibt also durchaus noch Spielraum.

Noch wichtiger allerdings: Auch das Geschäft wächst. Beim Umsatz kann KDDI derzeit um die 5% p.a. zulegen, der Gewinn konnte in drei der letzten vier Jahre sogar um mehr als 15% gesteigert werden. Dabei profitiert die 1984 gegründete Firma nicht nur von der Trägkeit des Giganten NTT, sondern auch von innovativen Produkten wie dem Bezahl-Service auWallet. Damit sollte auch in Zukunft zweistelliges Wachstum möglich sein.

Gemessen daran ist die Aktie günstig bewertet. Trotz des moderaten Payouts beläuft sich die Rendite auf 3,1% und das Kurs/Gewinn-Verhältnis liegt bei 12,6. Hinzu kommt die geringe, in den letzten Jahren sogar weiter abgebaute Verschuldung – eine Debt-to-Asset-Ratio von unter 20% sieht man im Telekom-Sektor selten. Insgesamt ist KDDI damit eine der wenigen japanischen DividendenAdel-Aktien, die ein Income-Investor auf der Agenda haben sollte.

KDDI CORP DividendenAdel-Profil

Christian W. Röhl ist Unternehmer und Kapitalmarkt-Stratege – vor allem aber Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet. Einblicke in seinen Investment-Alltag gibt der Autor des manager magazin-Bestsellers „Cool bleiben und Dividenden kassieren“ in Vorträgen und Seminaren sowie auf seinem Blog DividendenAdel und bei Twitter (@CWRoehl).

Das DividendenAdel-Profil und der Kommentar sind zum angegebenen Datum auf Basis der zu diesem Zeitpunkt verfügbaren Informationen erstellt und hernach nicht aktualisiert worden. Sämtliche Inhalte nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit. Die Inhalte dienen im übrigen nur der Information und stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der erwähnten Wertpapiere dar. Keinerlei Haftung für materielle und/oder immaterielle Schäden, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der Inhalte oder durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Inhalte verursacht wurden.

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Christian W. Röhl ist Unternehmer, Kapitalmarkt-Stratege – und Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet. Einblicke in seinen Investment-Alltag gibt der Autor des manager magazin-Bestsellers "Cool bleiben und Dividenden kassieren" auf seinem Blog DividendenAdel sowie in Vorträgen und Workshops.

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