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10.07.2017 21:14

Partners Group: Erfolgreiche Heuschrecke

„Heuschrecken“ nannte SPD-Urgestein Franz Müntefering einst die Private Equity-Branche. Durchaus nicht ohne Grund, denn einige Unternehmen sind tatsächlich von aggressiven Investoren zugrunde gerichtet worden. In den allermeisten Fällen sorgt privates Beteiligungskapital – so die wortwörtliche Übersetzung – aber für neue Wachstumspotentiale, sichere Nachfolgeregelungen oder auch die Rettung angeschlagener Firmen.

„Heuschrecken“ nannte SPD-Urgestein Franz Müntefering einst die Private Equity-Branche. Durchaus nicht ohne Grund, denn einige Unternehmen sind tatsächlich von aggressiven Investoren zugrunde gerichtet worden. In den allermeisten Fällen sorgt privates Beteiligungskapital – so die wortwörtliche Übersetzung – aber für neue Wachstumspotentiale, sichere Nachfolgeregelungen oder auch die Rettung angeschlagener Firmen.

Ein Spezialist auf diesem Gebiet ist die Partners Group. Im Gegensatz zur deutschen Dividenden-Perle Aurelius investieren die Schweizer allerdings kein eigenes Geld. Stattdessen versteht sich die im Steuerparadies Zug ansässige Gesellschaft als Vermögensverwalter, der für institutionelle Adressen – Versicherungen, Pensionskassen, Family Offices – aussichtsreiche Private Equity-Transaktionen begleitet. Die Unternehmensbeteiligungen stecken dabei in der Regel in Spezialfonds, aus denen die Partners Group eine Basis-Vergütung und ein Erfolgshonorar bezieht.

Der globale Renditehunger hat dieses Geschäft kräftig angekurbelt. Mittlerweile verwalten die 900 Mitarbeiter mehr als 57 Mrd. US-Dollar an Private Equity-Investitionen – und 2016 haben die von der Partners Group vereinnahmten Fees erstmals die Grenze Marke von einer Milliarde Franken geknackt. Trotz der teuren Spezialisten-Teams liegt die Gewinnmarge bei über 50% und von dem, was am Ende übrigbleibt, gehen rund zwei Drittel an die Aktionäre.

Mittlerweile stehen rund elf Jahre ohne Dividendenkürzung zu Buche – und auch bei Dynamik und Rendite erfüllt die Partners Group alle DividendenAdel-Kriterien. Nicht umsonst ist die auch in diesem Jahr wieder sehr erfolgreiche Aktie in beiden Schweiz-Portfolios enthalten. Wer „außer der Reihe“ einsteigt, sollte sich jedoch des Risikos bewusst sein: Die Aktien von Private Equity-Managern sind letztendlich Optionsscheine auf den globalen Dealflow. Und wenn die Zinsen steigen oder die Konjunktur lahmt, kann es hier sowohl mit den Kursen als auch (bei einer längeren Krise) mit den Dividenden kräftig nach unten gehen.

PARTNERS GROUP DividendenAdel-Profil

Christian W. Röhl ist Unternehmer und Kapitalmarkt-Stratege – vor allem aber Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet. Einblicke in seinen Investment-Alltag gibt der Autor des manager magazin-Bestsellers „Cool bleiben und Dividenden kassieren“ in Vorträgen und Seminaren sowie auf seinem Blog DividendenAdel und bei Twitter (@CWRoehl).

Das DividendenAdel-Profil und der Kommentar sind zum angegebenen Datum auf Basis der zu diesem Zeitpunkt verfügbaren Informationen erstellt und hernach nicht aktualisiert worden. Sämtliche Inhalte nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit. Die Inhalte dienen im übrigen nur der Information und stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der erwähnten Wertpapiere dar. Keinerlei Haftung für materielle und/oder immaterielle Schäden, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der Inhalte oder durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Inhalte verursacht wurden.

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