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22.08.2017 22:10

Pentair: Vom Gemischtwarenladen zum Wasser-Spezialisten

Zuverlässige Dividendenzahler sind oft in wenig konjunktursensitiven Branchen wie Lebensmittel oder Gesundheit tätig. Umso mehr spricht es für die Qualität eines Unternehmens, wenn es auch in einem zyklischen Umfeld stabile Ausschüttungen zahlen kann – wie Pentair. Positioniert an der Schnittstelle zwischen Industrie und Hightech überweist die in Großbritannien ansässige, aber in den USA börsennotierte Firma ihren Aktionären seit mehr als einem Vierteljahrhundert kontinuierlich steigende Dividenden.

Zuverlässige Dividendenzahler sind oft in wenig konjunktursensitiven Branchen wie Lebensmittel oder Gesundheit tätig. Umso mehr spricht es für die Qualität eines Unternehmens, wenn es auch in einem zyklischen Umfeld stabile Ausschüttungen zahlen kann – wie Pentair. Positioniert an der Schnittstelle zwischen Industrie und Hightech überweist die in Großbritannien ansässige, aber in den USA börsennotierte Firma ihren Aktionären seit mehr als einem Vierteljahrhundert kontinuierlich steigende Dividenden.

Dafür musste Pentair sich zuletzt indes kräftig nach der Decke strecken. Seit 2011 stand unter dem Strich dreimal eine rote Zahl, weshalb die über drei Jahre geglättete Ausschüttungsquote nicht nur außerhalb des DividendenAdel-Korridors liegt, sondern sogar jenseits der 100%-Marke. Allerdings waren es vor allem Abschreibungen und Sondereffekte, die die Bilanz verhagelt haben. Denn Pentair steckt mitten in einem Umbau, der 2012 mit der Übernahme der Pumpen- und Filter-Aktivitäten des Mischkonzerns Tyco begonnen hat und mit der im letzten Jahr abgeschlossenen Trennung vom Geschäft mit Ventilen und Steuerungseinheiten für die Öl- und Gas-Industrie noch nicht abgeschlossen ist.

Nun soll nämlich auch noch die Elektro-Sparte abgespalten werden, die für immerhin 40% der Umsätze steht und 2018 als Spin-off an die Börse kommen könnte. Übrigbleiben würde dann das ebenso zukunftsträchtige wie margenstarke Geschäft rund ums Wasser: Aufbereitung, Filterung, Transport – eine Positionierung, die am Kapitalmarkt definitiv besser ankommt als der Gemischtwarenladen, als der sich Pentair derzeit präsentiert.

Doch bis dahin sind noch einige Hindernisse zu überwinden und im Zuge des Spin-offs drohen weitere Abschreibungen. Der Status als Dividenden-Aristokrat scheint zwar nicht gefährdet, doch dem Kurs könnten noch unruhige Zeiten bevorstehen. Dafür fällt die Rendite mit 2,3% eher mau aus. Auch das KGV von 17 impliziert nicht gerade eine üppige Risikoprämie. Pentair ist damit zunächst kein Top-Kandidat für das Income-Portfolio, sondern eher ein Fall für die Watchlist.

PENTAIR PLC DividendenAdel-Profil

Christian W. Röhl ist Unternehmer und Kapitalmarkt-Stratege – vor allem aber Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet. Einblicke in seinen Investment-Alltag gibt der Autor des manager magazin-Bestsellers „Cool bleiben und Dividenden kassieren“ in Vorträgen und Seminaren sowie auf seinem Blog DividendenAdel und bei Twitter (@CWRoehl).

Das DividendenAdel-Profil und der Kommentar sind zum angegebenen Datum auf Basis der zu diesem Zeitpunkt verfügbaren Informationen erstellt und hernach nicht aktualisiert worden. Sämtliche Inhalte nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit. Die Inhalte dienen im übrigen nur der Information und stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der erwähnten Wertpapiere dar. Keinerlei Haftung für materielle und/oder immaterielle Schäden, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der Inhalte oder durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Inhalte verursacht wurden.

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