Anzeige
21.04.2016 08:47

Zeit für Geld: Von der Abschaffung des TV-Gerätes als Möbelstück

Konkurrenz belebt das Geschäft, heißt es. Am Markt für Video-Streaming-Dienste, also dem Filmabruf auf Wunsch im Internet, passiert derzeit genau das.

Konkurrenz belebt das Geschäft, heißt es. Am Markt für Video-Streaming-Dienste, also dem Filmabruf auf Wunsch im Internet, passiert derzeit genau das. Der Pionier und erste Verlierer scheint dabei Netflix zu sein. Das Unternehmen galt bislang als wachstumsstärkster Video-Streaming-Anbieter. Erst Anfang Januar 2016 startete man mit Diensten in 130 Ländern durch. Ein schwacher Ausblick schickte die Aktie zuletzt jedoch erneut auf Talfahrt. Binnen eines Tages brach der Kurs um mehr als 10,00% ein: Die Nutzerzahlen außerhalb der USA steigen nicht so schnell, wie erwartet.

Netflix-Aktie verlor zeitweise 22%

Seit dem 06.01.2016 verlor die Aktie an der NASDAQ sogar fast 18% an Wert, in Frankfurt sogar 22%. Das zu im Januar vorgeschlagene Discountzertifikat mit der WKN CW2U5U (vgl. „Das Smartphone als Glotze – und Netflix freut sich“) steht dabei gerade einmal 2,5% im Minus. Hier macht sich der defensive Charakter bezahlt. Der Cap liegt bei tiefen 75 US-Dollar. Netflix notiert aktuell um die 96 US-Dollar. Bleiben Sie ruhig bei dem Discountzertifikat, wenn Sie nicht meinen, dass sich Netflix übernommen hat und der steigenden Konkurrenz nicht gewachsen ist. Das Papier lockt – bei unveränderten Wechselkurs von Euro zu US-Dollar – nach wie vor mit einer Rendite von rund 10,00%, wenn die Netflix-Aktie am 15.02.2017 bei mindestens 75 US-Dollar notiert.

Niemand hat gerne Amazon als Wettbewerber

Was mich bei Netflix etwas beruhigt ist die Tatsache, dass Gründer und Chef Reed Hastings im aktuellen Brief an die Aktionäre die hohe Anzahl an Mitstreitern von Netflix und deren harte Arbeit hervorhebt.(1) Man weiß also, dass man etwas tun muss. Der wohl größte Konkurrent dürfte Amazon sein. Der Online-Versandhändler bietet im US-Markt für sein Video-Streaming-Angebot jetzt ebenfalls ein Monatsabo an. Der Preis liegt sogar einen US-Dollar unter dem von Netflix. Bislang gab es den Service nur als Teil des Prime-Jahresabos. Das Filmangebot ist identisch zu Netflix, auch Eigenproduktionen gibt es. Allerdings lassen sich einige Inhalte herunterladen und später „offline“ anschauen.(2) Netflix bietet das noch nicht an.

Amazon agiert als Generalist

Für Amazon sprechen aber auch noch andere Dinge. Eines davon ist, dass der Mega-Konzern seine Finger nach jungen Fintech-Unternehmen austreckt.(3) Fintech-Unternehmen revolutionieren gerade den Banken-Markt, indem sie moderne Finanzdienstleistungen wie etwa mobiles Bezahlen anbieten. Für einen Online-Versandhändler wie Amazon, dessen Kundenstamm solchen Technologien offen gegenübersteht, erscheint ein Engagement in dem Bereich mehr als logisch. Der Internethandel mit mobilen Geräten, etwa per Smartphone, verspricht schließlich enorme Zuwachsraten.

Keine Verkaufsempfehlungen der Amazon-Aktie

Analysten geben nach wie vor viel auf Amazon. Aktuell gibt es keine Verkaufsempfehlungen für die Aktie. Die Kursziele reichen bis über 800 US-Dollar. Aktuell kostet die Amazon-Aktie rund 633 US-Dollar. Charttechnisch sieht es ebenfalls gut aus. Einzig die noch ausstehende Rückkehr auf den Aufwärtstrend von Anfang 2015 und die beiden Widerstände bei 640 und 675 US-Dollar trüben das Bild noch ein wenig. Dennoch sprechen die meisten Argumente für die Aktie als Langfrist-Investment.

Kursanstiege verdoppeln

Für etwas mutigere Anleger könnte auch das 2xlong-Faktorzertifikat von Vontobel mit der WKN VZ4E6T in Frage kommen. Damit profitieren Sie jeden Tag aufs Neue doppelt von einem Kursanstieg der Amazon-Aktie. Die Funktionsweise ist simpel: Vontobel multipliziert die tägliche Kursveränderung mit dem Faktor 2. Steigt also beispielsweise die Amazon-Aktie um 2,0%, steigt der dem Zertifikat zu Grunde liegende Faktor-Index auf Amazon um 4,0%. Die Laufzeit ist unbegrenzt.

Aber auch auf die Kehrseite der Medaille achten

Den höheren Chancen stehen allerdings einige Risiken gegenüber. Erstens wirkt der Hebel auch in die andere Richtung. Fällt die Amazon-Aktie um 2,0%, verliert der Index 4,0%. Zweitens spielen Faktorzertifikate aufgrund der täglichen Berechnung ihre Stärken nur in klaren Trends aus. Bewegt sich die Amazon-Aktie unter hohen Kursschwankungen nur seitwärts, können Sie mit dem Faktorzertifikat einen Verlust erleiden, obwohl die Amazon-Aktie selbst +/-0% gemacht hat. Drittens ist das Faktorzertifikat nicht währungsgesichert. Das heißt: Steigt der Wert des Euro zum US-Dollar, ist das gut für Sie. Umgekehrt wäre es ein Nachteil. Viertens können Sie Ihren gesamten Kapitaleinsatz allein dadurch verlieren, dass Vontobel zahlungsunfähig wird (Emittentenausfallrisiko).

Anzeige
Weitere Nachrichten
moneycube Experten
15.06.2016 11:10
Es ist ein Donnerstag. An den Börsen allerdings wird der 23. Juni 2016 ein Tag sein, an dem entweder alle erleichtert aufatmen oder irritiert in die Zukunft schauen.
31.05.2016 10:28
Drei violette und zwei rote Buchstaben – in den USA ist FedEx als Paketzusteller und Kurierdienstleister so bekannt wie hierzulande die drei roten Buchstaben des Deutsche-Post-Logistikers DHL
24.05.2016 09:34
Kuka und Aixtron haben beide Kaufofferten von chinesischen Unternehmen
Anzeige