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12.12.2018 13:07

Den vielfältigen Unsicherheiten die Stirn bieten


Auf die Korrektur an den Aktienmärkten im Oktober folgte bislang eine mehr als zögerliche Erholung. Auch wenn es in den letzten Tagen des Jahres noch einige freundliche Handelstage geben sollte, bleibt es dabei, dass das Jahr 2018 an den Kapitalmärkten wenig Freude gemacht hat: deutlich rückläufige Aktienkurse in Europa, magere Renditen bei Anleihen. Die Ursache waren insbesondere die Bestrebungen der Notenbanken, die Zinsen wieder etwas nach oben zu bringen. In den USA ist die Notenbank damit schon weit vorangeschritten, aber auch hierzulande macht sich die Europäische Zentralbank daran, eine ganz behutsame Zinswende einzuleiten. Aktien und Anleihen reagierten darauf mit Vorsicht, denn steigende Zinsen könnten weltweit die Konjunktur abbremsen. Und wie sieht es aus mit dem Einfluss der großen Politik? Es beeinträchtigt zwar die globale Konjunktur wenig. Das liegt vor allem daran, dass die Zollmauern noch niedrig sind. Aber mit jeder Maßnahme der US-Regierung steigt die Verunsicherung bei den Unternehmen, wohin das alles führen soll.

 

Allerdings bieten vor allem die Konsumenten in Europa und in den USA den verschiedensten Unsicherheiten hinreichend erfolgreich die Stirn. Der in vielen Ländern schon seit 2009/10 währende konjunkturelle Aufschwung ist mehrheitlich am Arbeitsmarkt angekommen: Mit Stellenaufbau und Lohnsteigerungen besteht eine stabile Quelle für die Konsumausgaben privater Haushalte. Zwar gehen wir für 2019 und 2020 von geringeren Expansionsraten als im Jahr 2018 aus, aber das globale Bruttoinlandsprodukt dürfte immerhin noch jeweils um knapp dreieinhalb Prozent zulegen. Dies ist eine wesentliche gute Nachricht, die es zu vermelden gibt. Denn damit bleibt das makroökonomische Umfeld konstruktiv.

 

Trotz des Aufschubs von Zollerhöhungen zwischen den USA und China um 90 Tage werden uns dieses und weitere Risikothemen wie Brexit und Italien weit über den Jahreswechsel hinaus erhalten bleiben. Es mag mancherorts auch noch zu weiteren Abwärtsrevisionen bei den Konjunkturprognosen und den Gewinnschätzungen für Unternehmen kommen. Taktisch kann man auf eine Erholung setzen, aber die ungemütliche Umgebung für die Finanzmärkte dürfte noch eine ganze Weile lang anhalten. In dieser Zeit kann es zu weiteren Rücksetzern an den Aktienmärkten kommen. Solche Episoden stellen jedoch gute Einstiegsmöglichkeiten in die Märkte dar. Denn grundsätzlich wird sich an dem Bild extrem niedriger Zinsen bei einer soliden Wirtschaftsentwicklung vorerst nichts ändern. Damit wird das Jahr 2019 eine gute Phase für den kontinuierlichen Aufbau eines langfristig orientierten Wertpapierportfolios.

 

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