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11.07.2018 10:00

Euro: Zentralbanken im Fokus


Der Euro schien sich von dem Italienschock Ende Mai bereits einige Tage später erholt zu haben. Der EUR-USD Wechselkurs konnte von 1,15 auf 1,18 zulegen. Die Zinsentscheide der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank im Juni haben den Euro aber wieder auf Talfahrt in Richtung 1,15 EUR-USD geschickt.

Den Auftakt machte die US-Notenbank am 13. Juni. Sie erhöhte die Leitzinsen wie erwartet um 25 Basispunkte auf 1,75 - 2,00 %. Allerdings hat sie überraschend deutlich zwei weitere Leitzinserhöhungen in diesem Jahr in Aussicht gestellt. Dabei hat die Fed auf die gute wirtschaftliche Entwicklung hingewiesen und insbesondere die starke Arbeitsmarktentwicklung hervorgehoben. Das US-Leitzinsband könnte damit Ende des Jahres 2018 bei 2,25 - 2,50 % liegen.

Im Gegensatz dazu hat die Europäische Zentralbank am 14. Juni bekräftigt die Leitzinsen noch für längere Zeit bei 0,00 %
(Hauptrefinanzierungssatz) bzw. -0,40 % (Einlagenzinssatz) zu belassen. Die Leitzinswende beim Einlagenzinssatz sieht die EZB in der zweiten Jahreshälfte 2019. Damit könnte die Leitzinsdifferenz zwischen den USA und Euroland im nächsten Jahr die Marke von 300 Basispunkten erreichen.

Bei diesem Zinsausblick ist die Ankündigung der EZB zur Beendigung der Nettoanleihekäufe Ende 2018 in den Hintergrund gerückt. An den Kapitalmärkten hat der US-Zinsvorsprung zwischen US-Staatanleihen und deutschen Bundesanleihen unmittelbar wieder auf das Niveau nach dem Italienschock von Ende Mai zugenommen und den Euro unter Druck gebracht.

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