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06.12.2018 10:30

MÄRKTE AM MORGEN | Nächster Nackenschlag für die Aktienmärkte

Von einer Weihnachtsrally träumen derzeit wohl selbst die Optimisten am Markt nicht mehr. Die für den 11. Dezember angesetzte Abstimmung im britischen Parlament zum Brexit rückt langsam näher und die Erfolgsaussichten für den Deal schwinden. Auch beim Handelskrieg überwiegt die Skepsis. Auf die Stimmung drückt vor allem die Verhaftung der Finanzchefin des chinesischen Smartphone-Herstellers Huawei.

Von einer Weihnachtsrally träumen derzeit wohl selbst die Optimisten am Markt nicht mehr. Die für den 11. Dezember angesetzte Abstimmung im britischen Parlament zum Brexit rückt langsam näher und die Erfolgsaussichten für den Deal schwinden. Auch beim Handelskrieg überwiegt die Skepsis. Auf die Stimmung drückt vor allem die Verhaftung der Finanzchefin des chinesischen Smartphone-Herstellers Huawei. Die Führungskraft des Apple-Konkurrenten wurde in Kanada festgenommen, die USA verlangen ihre Auslieferung. Berichten zufolge hat der Konzern US-Sanktionen gegen den Iran missachtet. Der Fall könnte die Spannungen zwischen den USA und China weiter anheizen, eine Einigung im Handelsstreit zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten rückt in weite Ferne.

Unter dem Strich bleibt das Umfeld für Aktien somit denkbar ungünstig. Zyklische Indizes wie der DAX leiden besonders, am Mittwoch rückten nur vier Indexmitglieder vor. Flucht in Sicherheit lautet das Motto, die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen liegt nur noch bei 0,27 Prozent, vor zwei Monaten waren es noch 0,57 Prozent.

Neue Impulse am Nachmittag

Nach dem gestrigen Rückschlag zeichnet sich auch heute keine rasche Erholung ab, der DAX wird im vorbörslichen Handel rund 1,2 Prozent tiefer taxiert bei 11.060 Punkten. Tiefrote Vorzeichen dominierten auch in Asien, der Nikkei sackte um rund zwei Prozent ab. An der Börse in Shanghai fällt der Composite-Index um 1,2 Prozent. In New York blieben die Börsen am Mittwoch geschlossen, die Signale sehen aber ebenfalls negativ aus. Im frühen Geschäft steht der Future auf den S&P 500 1,1 Prozent tiefer.

Neue Impulse sind ab dem Nachmittag zu erwarten. Um 14.15 Uhr werden die ADP-Arbeitsmarktdaten erwartet, gegen 16 Uhr folgt der viel beachtete ISM-Index. Anschießend verfolgt der Markt die Anhörung von Fed-Chef Powell vor dem Wirtschaftsausschuss des US-Kongresses. Wenig Beachtung dürften hingegen die Änderungen in den deutschen Indizes erfahren. Die Aktien von Carl Zeiss Meditec rücken in den MDAX auf, CTS Eventim steigt in den SDAX ab.

OPEC vor Entscheidung

Mit stärkeren Bewegungen ist kurzfristig auch bei den Rohstoffen zu rechnen. Der Dollar wertet überwiegend auf und belastet so den Goldpreis, die Feinunze steht bei 1235 Dollar. Am Ölmarkt fällt Brent um 1,2 Prozent. Heute treffen sich die Vertreter der OPEC-Staaten in Wien, um über eine mögliche Förderkürzung zu beraten. Gerüchten zufolge plant die OPEC eine Kürzung zwischen 1,2 bis 1,4 Millionen Barrel pro Tag, um den jüngsten Preisverfall zu stoppen.

Hier geht es zu den wichtigsten Wirtschafts- und Unternehmensterminen der Woche: Termine der Woche

Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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