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10.01.2019 11:12

MÄRKTE AM MORGEN | Spitzenrating der USA ist in Gefahr

Gut sechs Prozent legte der DAX seit dem Tief von Ende Dezember wieder zu. Mit Kursen von knapp 11.000 Punkten hat der Index das Mindestziel einer Bärenmarktrally erreicht.

Gut sechs Prozent legte der DAX seit dem Tief von Ende Dezember wieder zu. Mit Kursen von knapp 11.000 Punkten hat der Index das Mindestziel einer Bärenmarktrally erreicht. Ähnlich sieht die Lage an den amerikanischen Börsen aus. Gerade in Korrekturphase sind scharfe Gegenbewegungen nicht unüblich, beim DAX kam es in den vergangen Monaten mehrfach zu Erholungen von rund fünf Prozent. Anschließend setzte sich aber jeweils der negative Impuls immer durch.

Fed wird vorsichtiger

An diesem Muster dürfte sich wohl erst dann etwas ändern, wenn die zentralen Belastungsfaktoren wegfallen oder sich zumindest eine Lösung abzeichnet. Hinsichtlich der Fed-Geldpolitik mehren sich die Stimmen, die vor den negativen Folgen weiterer Zinserhöhung warnen. Nach Meinung des Präsidenten des Fed-Ablegers von Atlanta, Raphael Bostic, sollten die Währungshüter vor weiteren Erhöhungen erst neue Signale aus der Wirtschaft abwarten. Kollege James Bullard sieht die US-Wirtschaft bei weiteren Zinsschritten in eine Rezession abgleiten. Auch das Sitzungsprotokoll der Fed folgte der taubenhaften Tonlage. Von dieser Entwicklung profitiert der Euro, mit Kursen um 1,155 Dollar steht das Währungspaar so hoch wie seit Mitte Oktober nicht mehr.

Ebenso stark im Blick bleibt der Zollstreit. Zwar wurden nach dreitägigen Verhandlungen Fortschritte erzielt, einige schwierige Fragen wie der Subventionsabbau inländischer Firmen und der Schutz geistigen Eigentums sind aber noch nicht geklärt. Nach Angaben des chinesischen Außenministeriums sollen bald Ergebnisse präsentiert werden.

Fitch zeigt die gelbe Karte

Der Dow Jones pendelte nach anfänglichen Gewinnen seitwärts und rückte um 0,4 Prozent vor, für den Nasdaq Composite ging es um 0,9 Prozent aufwärts. Über Nacht kippte wieder die Stimmung, der S&P 500-Future steht 0,5 Prozent tiefer. In Japan fiel der Nikkei sogar um 1,3 Prozent. Als Dämpfer erweist sich der anhaltende Haushaltsstreit. US-Präsident Donald Trump drohte mit der Ausrufung des nationalen Notstandes. Die Ratingagentur Fitch warnte sogar, das bisherige Spitzenrating der Vereinigten Staaten zu senken. DAX-Anleger werden daher ebenfalls vorsichtig agieren, im vorbörslichen Handel steht der Index 0,5 Prozent im Minus bei 10.830 Punkten.

Am Mittag richtet sich das Interesse auf die Verkehrszahlen der Lufthansa für Dezember. In der zweiten Reihe sorgt Osram für schlechte Stimmung. Offenbar sind die Geschäfte im abgelaufenen Jahresviertel noch schlechter gelaufen als erwartet.

Hier geht es zu den wichtigsten Wirtschafts- und Unternehmensterminen der Woche: Termine der Woche

Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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