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19.10.2018 09:20

Marktüberblick: HeidelbergCement schockt

Der deutsche Aktienmarkt litt am Donnerstag weiter unter einem enttäuschenden Start in die Bilanzsaison. Die Walldorfer Softwareschmiede SAP konnte bei der Profitabilität nicht überzeugen. HeidelbergCement schockte mit einer Gewinnwarnung. Der DAX schloss 1,07 Prozent tiefer bei 11.589 Punkten. MDAX und TecDAX verloren 0,24 und 1,02 Prozent. In den drei Indizes gab es 46 Gewinner und 55 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 62 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 100,2 Millionen Aktien (Vortag: 96,5) im Wert von 4,69 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,35). Stärkste Sektoren waren Telekommunikation (+1,14%), Transport (+0,71%) und Einzelhandel (+0,38%). Am deutlichsten verloren Bauwerte (-6,89%), Softwaretitel (-4,84%) und Technologiewerte (-3,99%). Linde gewann an der DAX-Spitze nach zwischenzeitlich wesentlich deutlicheren Zugewinnen am Ende noch 2,74 Prozent hinzu. Laut einem Medienbericht hatte die US-Wettbewerbsbehörde eine mündliche Zusage für die Fusion mit Praxair erteilt. HeidelbergCement sackte nach der Gewinnwarnung als Schlusslicht im Leitindex um 8,58 Prozent ab. SAP büßte 5,93 Prozent ein.

An der Wall Street ging es für den Dow Jones Industrial belastet von der Furcht vor steigenden Zinsen um 1,27 Prozent abwärts auf 25.379 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 2,23 Prozent auf 7.116 Zähler. 74 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Minus. Das Abwärtsvolumen lag bei 81 Prozent. Neun neuen 52-Wochen-Hochs standen 245 Tiefs gegenüber. Mit Blick auf die Sektorenindizes konnten lediglich Versorger und Immobilien hauchdünne Zugewinne verbuchen. Die größten Verluste waren bei Technologiewerten und Consumer Discretionary zu beobachten.

Am Devisenmarkt zeigte sich der US-Dollar stark. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,31 Prozent fester bei 95,94 Punkten. EUR/USD gab um 0,37 Prozent auf ein Wochentief bei 1,1458 USD nach. Bei den anderen Hauptwährungen ragten die Fluchtwährungen Yen und Franken durch Stärke heraus, während das Pfund Sterling auffällige Schwäche zeigte.

Der S&P GSCI Rohstoffindex endete 1,08 Prozent tiefer bei 472,80 Punkten. Brent-Öl verbilligte sich um 0,91 Prozent auf ein 4-Wochen-Tief bei 79,32 USD. Der Preis für US-Erdgas sackte trotz eines schwächer als erwarteten Anstiegs der Lagerbestände um 2,77 Prozent auf 3,23 USD ab. Comex-Kupfer gab um 1,71 Prozent auf 2,73 USD nach. Gold handelte 0,12 Prozent fester bei 1.229 USD (1.070 EUR). Silber, Platin und Palladium verloren zwischen 0,46 und 1,20 Prozent.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite um vier Basispunkte auf 0,32 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sackte um fünf Basispunkte auf ein 5-Wochen-Tief bei 0,41 Prozent ab. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,56 Prozent auf 159,82 Punkte und erreichte damit eine wichtige Ziel- und Widerstandszone. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um zwei Basispunkte auf 3,17 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel zuletzt um 0,31 Prozent auf 152,88 Punkte und ist damit auf dem Weg zum größten 3-Wochen-Verlust seit Januar 2016. Von den Tagestiefs konnte sich der Index jedoch deutlich absetzen. Kräftige Zugewinne sah der chinesische CSI 300 (+2,71%) Das chinesische BIP legte im dritten Quartal um 6,5 Prozent zu und blieb damit unterhalb der Konsensschätzung (6,6%). Die Industrieproduktion der zweitgrößten Volkswirtschaft kam im September mit einem Anstieg um 5,8 Prozent ebenfalls schwächer als erwartet (+6,0%) herein. Etwas besser als erwartet präsentierten sich hingegen die Einzelhandelsumsätze sowie die Fixed Asset Investments.

Heute stehen von der Makroseite die Daten zum Verkauf bestehender Häuser in den USA im Fokus. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Software AG, Villeroy & Boch, LSE und Procter & Gamble. Bereits gestern nach US-Börsenschluss legten American Express und PayPal ihre Zahlenwerke vor, die beide positiv aufgenommen wurden. Im nachbörslichen Handel kletterte die Aktie von American Express um rund 1,1 Prozent. Der Anteilsschein von PayPal haussierte um 7,6 Prozent. Der US-Chemieriese DowDupont gab hingegen seinen Anlegern nachbörslich wenig Grund zur Freude. Er meldete in einer Pflichtmitteilung eine Abschreibung auf seine Agrar-Tochter in Höhe von 4,6 Milliarden USD, was die Aktie 2,7 Prozent abwärts schickte.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ2334 Long HeidelbergCement Faktor: 4
CJ23T8 Short HeidelbergCement Faktor: -4
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Quelle

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