Themenspecial: Zinsanlagen

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Zinsrendite & Realrendite

Kupon & Rendite

Funktionsweise Express-Zertifikate

Der Kupon ist bei Zinsanlagen die wohl wichtigste Kennzahl. Er zeigt an, mit welcher Ausschüttung der Anleger rechnen kann. Bei Ausgabe der Anleihe wird der Kupon in der Regel genau festgelegt und bezieht sich immer auf den Nominalbetrag. Ein Kupon von 3,0 Prozent bedeutet bei einem Nominalbetrag von 1.000 Euro also eine Kuponzahlung von 30 Euro.

Für die bessere Vergleichbarkeit der einzelnen Anlagen wird der Kupon in Prozent und in annualisierter Form angegeben. Somit wird erkenntlich, wie hoch der Ertrag auf ein Jahr gerechnet ausfällt. Beim Beispiel von 3,0 Prozent per annum (p.a.) würde der Anleger nur bei einer Ausschüttung nach genau einem Jahr 30 Euro erhalten. Wird dagegen beispielsweise erst nach 1,5 Jahren die erste Auszahlung fällig, steht dem Anleger das 1,5-Fache zu – also rund 45 Euro.

Dabei darf der Kupon nicht mit der wichtigsten Vergleichskennzahl von Finanzprodukten verwechselt werden: der Rendite p.a. Sie ist Gradmesser für den individuellen Anlageerfolg des jeweiligen Anlegers. Denn nicht jeder Investor kauft die Anleihe zum Nominalbetrag von 1.000 Euro ein. Der Kurs von Anleihen schwankt während der Laufzeit. Hier wird das diametrale Zusammenspiel (steigende Anleihekurse = sinkende Renditen) in der Praxis deutlich. Denn erwirbt der Anleger das Papier zu einem Kurs, der deutlich über dem Nominalbetrag liegt, fällt seine Rendite entsprechend kleiner aus (Beispiel B). Sinkt die Anleihe dagegen im Wert und der Anleger steigt zu weniger als 1.000 Euro ein, wird seine Rendite p.a. bei einer Ausschüttung von 30 Euro nach einem Jahr mehr als 3,0 Prozent betragen (Beispiel C).

Beispiel A Beispiel B Beispiel C
100 % / 1.000 € 105 % / 1.050 € 95 % / 950 €
3,0 % / 30 € 3,0 % / 30 € 3,0 % / 30 €
3,0 % p.a. 2,86 % p.a. 3,16 % p.a.