Themenspecial: Zinsanlagen

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Klassische Anleihen

Staatsanleihen

Klassische Anleihen: Staatsanleihen

Staaten benötigen Kapital, um ihre Haushalte zu finanzieren. Zu diesem Zweck leihen sie sich auch Geld am Kapitalmarkt. Dies geschieht über die Ausgabe von Anleihen (Government Bonds). So wird der Staat zum Schuldner, der Investor zum Gläubiger. Wie bei allen Anleihen gilt: Je länger die Laufzeit und je bonitätsschwächer der Schuldner, desto höhere Zinszahlungen kann der Anleger erwarten. Die wohl bekanntesten Wertpapiere der Bundesrepublik Deutschland sind die Bundesanleihen. Sie werden häufig auch als Gradmesser für das aktuelle Klima am Anleihemarkt herangezogen. Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem sogenannten Euro Bund Future zu. Er ist das wichtigste Stimmungsbarometer. Was dem Aktienmarkt der Dax, ist dem Anleihemarkt der Bund Future. Dieser Terminkontrakt bezieht sich auf eine fiktive idealtypische Schuldverschreibung der Bundesrepublik mit einem Kupon von 6,0 Prozent und einer Restlaufzeit von 10 Jahren. Ein hoher Kurs zeigt ein entsprechend tiefes Zinsniveau an. Sein bislang höchstes Niveau erreichte der Bund Future am 17. April 2015 bei mehr als 160 Punkten.

Aber nicht nur Staaten wie Deutschland, Frankreich oder die USA können sogenannte Bonds begeben. Auch Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen emittieren Schuldverschreibungen. In der Regel sind bei Staatsanleihen feste, gleich bleibende Verzinsungen vorgesehen, die in jährlichem Rhythmus ausgezahlt werden.

Grafik: Euro Bund Future: Entwicklung über ein Jahr