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22.10.2018 09:48

Marktüberblick: Daimler warnt!

Am deutschen Aktienmarkt dominierten zum Wochenausklang die negativen Vorzeichen. Auf der Stimmung lasteten erneut schlechte Nachrichten von der Unternehmensseite. So warnte Daimler, dass das Konzern-EBIT im laufenden Jahr deutlich unterhalb des Vorjahresniveaus liegen wird. Ferner blieb das Wirtschaftswachstum in China im dritten Quartal hinter den Erwartungen zurück. Daneben wurde die Nervosität auch mit Blick auf die anhaltenden Sorgen um die schleppend verlaufenden Verhandlungen über den Brexit sowie den Streit um den italienischen Schuldenhaushalt hochgehalten. Vor diesem Hintergrund schloss der DAX 0,30 Prozent schwächer bei 11.554 Punkten. Auf Wochensicht konnte der Leitindex 0,26 Prozent hinzugewinnen. MDAX und TecDAX verloren am Berichtstag 0,84 und 0,33 Prozent. In den drei Indizes gab es 31 Gewinner und 71 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 61 Prozent. Im DAX wurden 132,7 Millionen Aktien (Vortag: 100,2) im Wert von 5,60 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,35) umgesetzt. Bei der Sektorenperformance lagen Versorger (+1,50%) vor Softwaretiteln (+0,91%) und Versicherungen (+0,75%). Am kräftigsten verloren Rohstoffwerte (-3,73%), Technologietitel (-2,79%) und Automobile (-1,89%). RWE konnte an der DAX-Spitze nachrichtenlos um 2,09 Prozent zulegen. Wirecard und adidas stiegen dahinter um 2,08 respektive 2,03 Prozent. Das Schlusslicht bildete Lufthansa mit einem Kursrutsch um 6,02 Prozent. Continental und ThyssenKrupp büßten 4,53 und 4,01 Prozent ein. Daimler endete nach der Gewinnwarnung 1,95 Prozent tiefer bei 51,39 EUR. Zwischenzeitlich hatte die Aktie um fast 7 Prozent nachgegeben und bei 48,77 EUR ein 5-Jahres-Tief markiert.

An der Wall Street rückte der Dow Jones Industrial um 0,25 Prozent vor auf 25.444 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,12 Prozent abwärts auf 7.107 Zähler. An der NYSE hielten sich Kursgewinner und Kursverlierer sowie Aufwärtsvolumen und Abwärtsvolumen in etwa die Waage. 21 neuen 52-Wochen-Hochs standen 256 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Consumer Staples und Versorger. Am schwächsten präsentierten sich Consumer Discretionary und Healthcare. Procter & Gamble haussierte an der Dow-Spitze nach erfreulichen Quartalszahlen um 8,79 Prozent. Paypal sprang – ebenfalls nach Zahlen – als bester Wert im Nasdaq 100 um 9,42 Prozent nach oben.

Am Devisenmarkt endete der Dollar-Index 0,33 Prozent schwächer bei 95,64 Punkten. Der Euro präsentierte sich gegenüber fast allen anderen Hauptwährungen fester. EUR/USD konnte um 0,53 Prozent auf 1,1513 USD zulegen. Auffällige Schwäche zeigten der Yen sowie der Kanada-Dollar nach enttäuschenden Konjunkturdaten.

Der S&P GSCI Rohstoffindex stieg um 0,41 Prozent auf 474,72 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich um 0,62 Prozent auf 79,78 USD. Die US-Sorte WTI endete 0,83 Prozent fester bei 69,28 USD. Baker Hughes berichtete am Abend von einem Anstieg der Zahl aktiver Ölbohrungen in den USA um vier auf 873. Dies ist der höchste Stand seit März 2015. Der Preis für US-Erdgas kletterte um 1,63 Prozent auf 3,25 USD. Comex-Kupfer notierte 1,15 Prozent höher bei 2,78 USD. Gold handelte 0,11 Prozent schwächer bei 1.229 USD (1.065 EUR). Silber, Platin und Palladium konnten zwischen 0,31 und 0,52 Prozent zulegen.

Am Rentenmarkt sank die am Vormittag festgestellte Umlaufrendite um sechs Basispunkte auf 0,25 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete nach zwischenzeitlicher Markierung eines 5-Wochen-Tiefs (0,39 Prozent) drei Basispunkte höher bei 0,44 Prozent. Für die Erholung war eine Entspannung am italienischen Anleihemarkt verantwortlich. Dort kamen die Renditen zehnjähriger Papiere von einem 4-Jahres-Hoch zurück, nachdem EU-Kommissar Pierre Moscovici im Streit um den italienischen Haushalt deeskalierende Worte sprach. Der Euro-Bund-Future schloss nach dem Erreichen eines 6-Wochen-Hochs (160,08) 0,35 Prozent tiefer bei 159,26 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes zog um drei Basispunkte auf 3,20 Prozent an.

Die asiatischen Aktienmärkte boten heute früh zunächst ein gemischtes Bild. Im weiteren Verlauf übernahmen die Bullen das Ruder. Der MSCI Asia Pacific Index notierte 0,65 Prozent fester bei 154,05 Punkten. Massive Zugewinne gab es an den chinesischen Börsen zu beobachten. Der CSI 300, der die Kursentwicklung an den beiden größten Börsen Chinas ohne Hongkong abbildet, sprang in der Spitze um rund 4,8 Prozent nach oben und setzte damit seine am Freitag gestartete Rally fort, als er nach Markierung eines 2-Jahres-Tiefs 2,97 Prozent fester schließen konnte. Kurstreibend wirkten die verbale Intervention der chinesischen Finanzaufsicht vom Freitag und die Hoffnung auf wachstumssteigernde Impulse nach den schwächer als erwartet hereingekommenen chinesischen BIP-Daten für das dritte Quartal.

Heute stehen keine echten Marktbeweger im Kalender. Von Interesse sind der Monatsbericht der Bundesbank sowie der Chicago Fed National Activity Index. Geschäftszahlen gibt es von Royal Philips Electronics, Ryanair Holdings und von AMS. Munich Re und Hannover Rück veranstalten jeweils Pressegespräche anlässlich des jährlichen Rückversicherungstreffens und liefern dabei einen Ausblick auf die Vertragserneuerungsrunde. Die Hawesko-Aktie dürfte unter einer am Freitag nach Xetra-Schluss erfolgten Gewinnwarnung der Weinhandelsgruppe leiden.

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