Anzeige
30.10.2015 17:58

Idee fürs Geld: Spannung bei der Deutschen Post nach Abwärtstrendbruch und Angriff auf die 200-Tage-Linie

Die jüngsten Negativschlagzeilen haben den Aufwärtsschub der Dt. Post-Aktie gebremst. Doch bei Überwindung der 200-Tage-Linie sollte neues Potenzial entstehen.

70 statt 62 Cent!

Mit dieser erneuten Anhebung des Briefportos ab 2016 will die Deutsche Post ihre flächendeckende Dienstleistung in Zeiten der übermächtigen E-Mail-Konkurrenz absichern. Danach sollen die Kunden erst einmal drei Jahre Ruhe vor steigenden Preisen beim Briefmarkenkauf haben, wie das Unternehmen verspricht.

Fundamental

Die Aussicht auf höhere Einnahmen im schrumpfenden Briefgeschäft wurde an der Börse erwartungsgemäß begeistert aufgenommen und hat den Aktiennotierungen zum Bruch des Abwärtstrends seit Mitte April verholfen. Genauer zur Portoerhöhung und dem daraus rein rechnerisch resultierenden Ertragsplus von 200 Mio. Euro jährlich berichtet zum Beispiel boerse-online.de. Doch ganz aktuell liefert Vorstandschef Frank Appel Negativschlagzeilen. Die Einführung einer neuen IT im kriselnden Frachtgeschäft ist vorerst gescheitert. Hier wird nun unter hohen Einbußen die Reißleine gezogen, sodass der gelbe Riese seine Gewinnprognose für 2015 um rund 500 Mio. Euro auf mindestens 2,4 Mrd. Euro senkt. Für 2016 bleibt die Prognose aber zuversichtlich. 3,4 bis 3,7 Mrd. Euro an operativem Ertrag will Appel den Aktionären am Ende des nächsten Jahres präsentieren, auch dank des höheren Briefportos. Ausführlich berichtet beispielsweise abermals boerse-online.de.

Charttechnisch

Die Aktie der Deutschen Post steckt aktuell in einer äußerst angespannten Entscheidungssituation. Nachdem die 23er Unterstützung seit August 2014 drei größere Angriffswellen hervorragend abgewehrt hat und zuletzt die Abwärtstrendlinie seit Mitte April dieses Jahres überwunden wurde, kam zunächst viel Optimismus auf. Allerdings ist im Zuge der neuesten Nachrichten vorerst die Überwindung der 200-Tage-Linie gescheitert. Damit die Aussichten jetzt kurzfristig positiv bleiben, sollten die Notierungen nicht unter 26,50 Euro abtauchen. Sofern diese Marke und mit ihr der Ausbruch aus dem Abwärtstrend verteidigt werden kann, dürfte der nächste Angriff auf die 200-Tage-Linie bei rund 27,60 Euro schon bald erfolgen und gute Aussichten auf Erfolg haben. Darüber bilden etwa 29,00 Euro und vor allem das 31,19er Rekordhoch vom April die nächsten Hürden.

Spannung bei der Deutschen Post nach Abwärtstrendbruch und Angriff auf die 200-Tage-Linie

8.885 …

Zertifikate auf die Aktie der Deutschen Post gibt es derzeit. Um die Chancen einer ausgiebigen Fortsetzung der jüngsten Aufwärtsbewegung seit Ende September vollständig zu nutzen, bieten sich klassische Bonus-Zertifikate an. Davon sind 1.358 Papiere verfügbar.

Die Barriere eines attraktiven Produkts sollte nun wenigstens unterhalb von 21,55 Euro liegen, denn dort markierte die Dt. Post-Aktie vor gut einem Jahr ihr Tief, als die 23er Unterstützung kurzzeitig verletzt wurde. Insofern erscheint ein entsprechender Zusatzpuffer unterhalb von 23,00 Euro charttechnisch sinnvoll.

Damit das ausgewählte Bonus-Zertifikat keinen Performance-Nachteil gegenüber der Aktienkursentwicklung aufweist, fordern wir ferner ein Abgeld oder allenfalls einen Gleichstand zwischen Zertifikats- und Aktienkurs. Außerdem soll die Bedingung gelten, dass im Bonusszenario bei unverletzter Barriere, aber sonst enttäuschender Basiswerttendenz am Laufzeitende zumindest kein Verlust entsteht.

Unter diesen Vorgaben bleiben nur 22 Papiere übrig, von denen das Bonus-Zertifikat mit der WKN UZ1SM6 die kürzeste Laufzeit aufweist. Hier muss die Barriere von 21,00 Euro in der vergleichsweise kurzen Zeitspanne bis zum 16.12.2016 unverletzt bleiben. Alle anderen derzeit infrage kommenden Papiere erreichen den Bewertungstag mindestens ein halbes Jahr später.

Das ausgewählte Zertifikat notiert aktuell bei 27,00 Euro (Stand 30.10.2015, 17:45 Uhr) mit einem winzigen Abgeld gegenüber der Aktie (27,10 Euro). Der Bonusbetrag liegt ebenfalls bei 27,00 Euro, sodass (ohne Gebühren) am 16.12.2016 eine Nullrendite festgeschrieben würde, falls die Dt. Post-Aktie bei unverletzter 21er Barriere unter 27,00 Euro im Minus notiert. Nach einer Barrierenverletzung würden hingegen ungebremste Verluste in etwa wie beim Basiswert selbst drohen. Doch im angestrebten Aufwärtstrend partizipiert das Bonus-Zertifikat oberhalb von 27,00 Euro vollständig und unbegrenzt von steigenden Notierungen der Dt. Post-Aktie.

 

 

Mehr zur Motivation für Ideen fürs Geld finden Sie hier: Ideen fürs Geld: Was das soll!


Versicherung | Kein Interessenkonflikt

Der Autor/Einsteller versichert, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene(s) Person oder Unternehmen nicht im Besitz von Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analyse bezieht. Der Autor versichert zudem, dass nicht beabsichtigt ist, die analysierten Finanzinstrumente in den nächsten 72 Stunden selbst zu erwerben oder mit diesen für andere zu handeln.

Der Autor versichert weiterhin, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden.

 

Anzeige
Weitere Nachrichten
moneycube Experten
15.06.2016 11:10
Es ist ein Donnerstag. An den Börsen allerdings wird der 23. Juni 2016 ein Tag sein, an dem entweder alle erleichtert aufatmen oder irritiert in die Zukunft schauen.
31.05.2016 10:28
Drei violette und zwei rote Buchstaben – in den USA ist FedEx als Paketzusteller und Kurierdienstleister so bekannt wie hierzulande die drei roten Buchstaben des Deutsche-Post-Logistikers DHL
24.05.2016 09:34
Kuka und Aixtron haben beide Kaufofferten von chinesischen Unternehmen
Anzeige