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15.01.2016 15:32

Ideen fürs Geld: SAP in Lauerstellung vor der alten Höchstkurs-Zone

Die ehemaligen Rekorde in der Region zwischen 77 und 91 Euro sind fast 16 Jahre alt. Und auch aufgrund der aktuellen Schwäche des Gesamtmarktes dürfte sich der Eintritt der SAP-Aktie in diesen Kursbereich noch etwas verzögern. Die Aussicht auf zweistellige Seitwärtsrenditen ist daher aus unserer Sicht recht spannend...

Erobertes Niveau verteidigt

Nachdem der DAX am 24.09.2015 seinen tiefsten Schlusskurs während der Herbstschwäche markiert hatte, schien die Korrektur zunächst ausgestanden. Doch mittlerweile sind fast alle zwischenzeitlichen Gewinne wieder verloren gegangen. Eine erfreuliche Ausnahme macht hier SAP. Mit einer Performance von etwa 28 Prozent seit dem 24.09.2015 übertrifft der Software-Titel derzeit alle übrigen DAX-Mitglieder. Dahinter folgen Infineon (27 Prozent) und adidas (22 Prozent).

Fundamental

Bei der Bekanntgabe vorläufiger Geschäftszahlen für das vergangene Jahr hat SAP zuletzt positiv überrascht. Neben dem 18-prozentigen Wachstum des Konzernumsatzes auf 20,8 Mrd. Euro wurden vor allem die gegenüber 2014 auf 2,3 Mrd. Euro verdoppelten Mietsoftware-Erlöse im Cloud-Geschäft und die ebenfalls verdoppelte Kundenanzahl für die schnelle Datenbank-Software HANA mit Wohlwollen aufgenommen. Aber auch im klassischen Geschäft mit Software-Lizenzen erhöhte SAP den Umsatz unerwartet stark um vier Prozent auf 4,84 Mrd. Euro. Ausführlich zu den neuesten Zahlen berichtet zum Beispiel handelsblatt.com.

Charttechnisch

Seit Oktober 2002 verläuft die SAP-Aktie in einem zwar schwankungsreichen, aber ungebrochenen Aufwärtstrend. Mit Notierungen von rund 72,00 Euro notiert der Titel mittlerweile in greifbarer Nähe zu den Rekordständen vom März 2000, die im Bereich zwischen 77,50 und 91,03 Euro markiert wurden und seither als Auswuchs einer Zeit der Übertreibungen unerreichbar schienen. Trotz des zeitlichen Abstands von fast 16 Jahren sollte die psychologische Bremswirkung dieser ehemaligen Allzeithochs nicht unterschätzt werden. Dass die Aktie gleich im ersten Anlauf in die Zone eindringt oder gar darüber steigt, dürfte nicht zuletzt wegen der momentan schwachen Marktlage eher unwahrscheinlich sein. Für eine Verteidigung der 61er Unterstützung und der langfristigen Aufwärtstrendlinie knapp darunter (steigend) sollten die Chancen aber auch bei einer eventuellen Konsolidierung gut stehen.

SAP in Lauerstellung vor der alten Höchstkurs-Zone

9.184 …

Zertifikate auf SAP stehen derzeit zur Auswahl, darunter 1.231 klassische Bonus-Zertifikate, die sich grundsätzlich für offensive Anleger eignen, um von weiterhin stark steigenden SAP-Notierungen unbegrenzt zu profitieren. Demgegenüber steht bei den 2.707 angebotenen Capped Bonus-Zertifikaten allein die Bonusrendite zur Ausnutzung einer Basiswertkonsolidierung im Fokus. Mehr gibt es dort nicht zu verdienen.

Unter den lediglich sechs klassischen Bonus-Zertifikaten, die fast kein Aufgeld haben, in diesem Jahr fällig werden und im Bonusszenario sogar noch einen Ertrag abwerfen, fällt das Papier mit der WKN GL4U8K auf. Die 60er Barriere muss hier bis zum 16.09.2016 unverletzt bleiben. Dann winkt zur Fälligkeit mindestens eine Bonusrendite von 10,36 Prozent p.a. Und wenn die SAP-Aktie Mitte September über dem Bonuslevel von 76,00 Euro notiert, profitiert das Zertifikat vollständig und unbegrenzt von den Basiswertgewinnen. Nach einer Barrierenverletzung drohen jedoch erhebliche Verluste, die aufgrund des kleinen Aufgelds von 0,45 Prozent (Zertifikatspreis 71,04 Euro, Aktienkurs 70,72 Euro, Stand 15.01.2016, 15:20 Uhr) etwas größer als bei der Aktie selbst ausfallen würden.

Stattdessen bietet das aufgeldfreie Capped Bonus-Zertifikat mit der WKN VS5SY3 schon nach gut fünf Monaten eine feste Rückzahlung von 76,00 Euro, wenn die Barriere von 56,00 Euro bis zum 17.06.2016 unberührt bleibt. Gegenüber dem aktuellen Einstiegspreis von 70,65 Euro winkt dann eine Bonusrendite von 17,17 Prozent p.a. Aber auch hier gilt: Sollte es doch zu einer Barrierenverletzung kommen, drohen erhebliche Verluste.

 

Mehr zur Motivation für Ideen fürs Geld finden Sie hier: Ideen fürs Geld: Was das soll!

 

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