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03.12.2015 09:17

Ihr Geld: Facebook unterm Weihnachtsbaum

Tun Sie etwas für die Finanzbildung Ihrer Kinder. Schenken Sie Facebook-Aktien anstatt zu viel Zeit auf Social Media-Portalen zu verbringen.

Facebook unterm Weihnachtsbaum

An Mark Zuckerberg scheiden sich die Geister. Für die einen ist der Facebook-Chef jemand, der aus den Daten seiner Nutzer Profit schlägt. Bösartige vermuten hinter der jüngsten Ankündigung ein persönliches Steuerspar-Modell. Für die anderen wurde der 31-jährige über Nacht zum sozialen Helden, zum Super-Philanthropen. Zum Hintergrund: Zuckerberg und seine Ehefrau Priscilla Chan kündigten kurz nach der Geburt ihrer Tochter Max auf Facebook an, 99% ihrer Facebook-Aktien für die Lösung dringender Probleme der Welt zu spenden. Das soll schrittweise geschehen, in dem das geschätzte Vermögen von rund 45 Milliarden Dollar in eine wohltätige Stiftung eingebracht wird. Quelle

Mich erfasst dann immer der Drang, doch lieber auf der Seite der Wohltäter zu stehen als auf der Seite der Notleidenden. Dafür muss man aber etwas tun. Eine Idee wäre ein Investment in Facebook. Zuckerbergs einstiges Startup ist längst zum weltweit größten Sozialen Netzwerk avanciert. Dank Weitblick, Beharrlichkeit und strategischer Übernahmen potenzieller Konkurrenten – Stichwort: WhatsApp – gehört das Internetunternehmen inzwischen zu den Schwergewichten im Technologie-Index Nasdaq. Aktueller Börsenwert: mehr als 240 Milliarden US-Dollar. Und vieles spricht dafür, dass Facebook seine Vorherrschaft weiter ausbaut. Denn der Markt für digitale Werbung wächst rasant. Laut dem Interactive Advertising Bureau in New York sollen die Umsätze in diesem Jahr um 19 Prozent zulegen. Dabei verspricht vor allem Werbung über das Handy, Soziale Netzwerke und Videoplattformen überdurchschnittlich hohe Einnahmen – also überall dort, wo Facebook besonders aktiv ist.**

Wohltäter + Datensammler + Werbefläche = Erfolg

Sie sollten auch die Zweifel ablegen, ob sich das Geschäftsmodell überhaupt zum Geld verdienen eignet: Der Umsatz stieg gerade um satte 41% von 3,2 auf 4,5 Milliarden US-Dollar – im letzten Quartal im Vergleich zum Vorjahr. Davon verblieben satte 1,6 Milliarden US-Dollar als Gewinn. Und den Cashflow von 1,4 Milliarden US-Dollar Free Cashflow darf man auch nicht vergessen.*** Und der Chart der Aktie spricht für sich. Vieles spricht also für eine Fortsetzung der Kursrally. Erste Warnzeichen vermitteln aber Kurse unter 100 US-Dollar. Die nächsten Unterstützungen würden dann erst bei rund 95, 85 und 80 US-Dollar liegen.

 

Das Unternehmen schafft es seit Jahren, die Erwartungen der externen Marktteilnehmer zu übertreffen. Und die Erwartungen waren nach anfänglichem Zögern stets hoch. Wenn Sie die Idee unterstützen, dass sich der Einfluss von Facebook auf Milliarden Menschen (und das ist nicht übertrieben) monetarisieren lässt, können Sie langfristig denken – und handeln. Da kommt dann ganz klassisch ein Direktinvestment in Frage. Man könnte sagen: Lieber Facebook im Depot als mit Facebook seine Zeit verschwenden. Freuen Sie sich doch auf die Diskussionen am Weihnachtsabend, wenn Ihre Tochter oder Ihr Sohn eine selbstgebastelte Aktie**** findet. Da können Sie dann gleich die Finanzaufklärung starten, die man sich immer so wünscht.

Spannender könnte es aber werden, wenn Sie Ihre Überzeugung an steigende Facebook-Kurse noch konsequenter umsetzen – mit einem Hebelprodukt. Das wäre dann eher etwas für Erwachsene… Auch hier könnte der Anlagehorizont mehrere Jahre betragen. Sie können beispielsweise mit dem Hebelprodukt PA3MRV***** die positive Wertentwicklung der Facebook-Aktie verdoppeln: Würde der Aktienkurs um etwa 10% steigen, so würde der Unlimited Turbo-Call-Optionsschein (oder auch Open End Turbo-Long-Zertifikat) um etwa 20% zulegen. Fällt der Aktienkurs allerdings um 10%, so wird das Hebelprodukt auch den Verlust in etwa verdoppeln. Obwohl die Idee der Hebelwirkung für die meisten Anleger eher Freude ins Depot bringen soll, werden die Schwankungen Ihres Hebelproduktes deutlich größer sein als diejenigen von Aktien. Da sind wir dann schon bei den nicht unerheblichen Risiken.

Achtung Risiko

Der Hebel wirkt also stets in beide Richtungen und das führt zu erheblich höheren Schwankungen im Vergleich zu anderen Wertpapieren. Größte Vorsicht ist aber bei dem Risiko eines Totalverlustes geboten. Der Aktienkurs darf das Kursniveau von 54,28 US-Dollar zu keiner Zeit erreichen. Auf diesem Niveau des sog. Basispreises bzw. der Knock-out-Schwelle verfällt das Wertpapier faktisch wertlos. Da das Hebelprodukt nicht währungsgesichert ist, werden Wechselkursänderungen des US-Dollar zum Euro für Wertpapierinhaber ebenfalls einen erheblichen Einfluss auf den Preis des Hebelpapiers haben – bei schwächelndem Euro eher positiv, bei erstarkendem Euro eher negativ. Zuguterletzt setzen sich Anleger dem Risiko der Zahlungsunfähigkeit des begebenden Emittenten aus, in diesem Fall BNP Paribas, so dass sie einen Totalverlust erleiden könnten.

 

*Quelle1 

**Quelle2 

***Quelle 3 

****Vorlagen finden Sie z.B. hier 

*****Quelle 4 

 

 

Versicherung | Interessenkonflikt

Der Autor teilt mit, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person oder Unternehmen im Besitz von Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analyse bezieht. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenskonfliktes.

Der Autor/Einsteller versichert weiterhin, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden.

 

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