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19.01.2016 09:00

Ihr Geld: Gegen den Trend: Hebt der Kranich jetzt ab?

Wissen Sie schon, wo Sie im Sommer Urlaub machen werden? Wahrscheinlich fliegen Sie am Ende doch in die Türkei. Denn Reisen ins Ausland liegt voll im Trend.

Wissen Sie schon, wo Sie im Sommer Urlaub machen werden? Eigentlich sollte es ja in die Türkei gehen. Nach der jüngsten Terrorattacke fühlen Sie jedoch nicht mehr sicher. Verständlich. Vielleicht dann lieber Urlaub auf Balkonien? Wahrscheinlich fliegen Sie am Ende doch in die Türkei. Reisen ins Ausland liegt nämlich voll im Trend – trotz zunehmender Konflikte und Terrorgefahr.

Passagierrekord und mehr Service

Um weltweit 4,0% ist die Zahl der Auslandstouristen 2015 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, auf den Rekordwert von fast 1,2 Milliarden. Das teilte die UN-Tourismusorganisation (UNWTO) gestern mit. Für dieses Jahr wird ebenfalls ein Wachstum von um die 4,0% erwartet.(1) Die zunehmende Reiselust macht sich nicht zuletzt bei Lufthansa bemerkbar. Die Airline mit dem Kranich als Logo erzielte 2015 einen neuen Passagierekord. Nach eigenen Angaben wurden 2015 etwa 107,7 Millionen Menschen befördert. Gleichzeitig waren die mehr als eine Millionen Flüge der Lufthansa Gruppe so gut ausgelastet wie nie zuvor.(2)

Auch durch bessere Serviceangebote macht der DAX-Konzern von sich Reden. So sollen Passagiere durch kostenfreie E-Paper-Angebote eine größere Auswahl an Magazinen und Zeitungen bekommen.(3) Wunschartikel aus dem Lufthansa-Shopping-Sortiment können bereits jetzt im Internet vorbestellt werden.(4) Dahinter steckt auch noch folgendes Kalkül: Weniger gedruckte Zeitungen und ein besser abgestimmtes Shopping-Produkt-Angebot an Bord sparen Gewicht und damit Kosten.

Billig ist wichtig

Besserung gelobte Lufthansa jüngst bei ihrer Billigtochter Eurowings. Im Langstreckenverkehr kam es zuletzt zu teilweise massiven Verspätungen. Eine spezielle Task Force soll die Probleme schnell lösen.(5) Das wäre wichtig, setzt Lufthansa doch große Hoffnung auf Eurowings. Zum einen helfen die aktuell günstigen Treibstoffkosten gerade in dem hart umkämpften Billigflieger-Segment, die Ticketpreise ohne größere Ertragseinbußen zu senken. Zum anderen wäre Eurowings eine Art Sicherheitspuffer bei künftigen Streiks der Hauptmarke Lufthansa. 

Börse zieht Lufthansa-Kurs mit nach unten

Den jüngsten Kursturbulenzen an den Aktienmärkten konnte sich die Lufthansa-Aktie nicht entziehen. Zuvor legte der Kurs dank sehr guter Neun-Monats-Zahlen (6) von gut 10,50 Euro bis auf über 15 Euro zu. Durch die aktuelle Kurskorrektur fiel der Anteilschein allerdings wieder zurück unter den 2015er-Abwärtstrend. Als nächstes muss sich nun die Unterstützung bei gut 13 Euro als verlässlicher Anker behaupten. Von dort aus könnte der Kurs einen neuen Anlauf Richtung 15 Euro starten.

Die Zeit bis dahin sinnvoll nutzen lässt sich beispielsweise mit Expresszertifikaten. Mit den strukturierten Produkten könnten Sie Ihr Kapital überdurchschnittlich hoch rentieren lassen und haben zugleich die Chance auf eine schnelle Rückzahlung des Nennwerts. Expresszertifikate bieten durch die aktuelle Kurskorrektur und der aktuell gestiegenen Volatilität sogar besonders attraktive Konditionen. Auf Lufthansa gibt es zurzeit 34 Expresszertifikate.

8,2% Rendite schon im September 2016

Ein Expresszertifikat der Deutschen Bank mit der WKN DB2GZH bietet eine jährliche Zinszahlung von 6,40 Euro, was bei 100 Euro Nennwert einer Verzinsung von 6,4% entspricht und damit über der erwarteten Dividendenrendite von zurzeit 4,7% liegt. Der erste Bewertungstag ist der 16.09.2016. An dem Tag prüft die Deutsche Bak, ob die Aktie der Lufthansa auf oder über der Tilgungsschwelle von 11,73 Euro liegt. Aktuell notiert die Aktie bei rund 13,42 Euro. Wird die Bedingung erfüllt, erhalten Sie 100 Euro (Nennwert) plus 6,40 Euro (Zinsen). Die Laufzeit des Expresszertifikates endet damit. Vor Steuern und Gebühren bringt das Investment bei einem Kaufkurs von 98,30 Euro eine Rendite von absolut 8,2% oder annualisiert rund 12,5%.

Für den Fall, die Rechnung geht am ersten Bewertungstag nicht auf, kommt es weder zur Zahlung des Nennwerts noch der Zinsen. Ein Jahr später gibt es jedoch die nächste Chance, wobei die Tilgungsschwelle auf 11,143 Euro sinkt und der Rückzahlungsbetrag auf 112,80 Euro (100 Euro Nennwert plus 2 mal 6,40 Euro) ansteigt. Kommt es wieder nicht zum vorzeitigen Laufzeitende, wartet im September 2018 der nächste Bewertungstag (Tilgungsschwelle: 10,557 Euro, Rückzahlung: 119,20 Euro) oder im September 2019 (Tilgungsschwelle: 9,97 Euro, Rückzahlung: 125,60 Euro).

Aktie sollte in vier Jahren und acht Monaten bei 9,384 Euro notieren

Die letzte Chance auf einen positiven Ertrag besteht am 18.09.2020. Denn am finalen Bewertungstag sollte die Lufthansa-Aktie bei mindestens 9,384 Euro schließen, damit Sie 132 Euro zurückbekommen. Notiert die Lufthansa-Aktie darunter, aber noch über der Barriere von 7,038 Euro, zahlt die Deutsche Bank immerhin 100 Euro. Auf oder unter 7,038 Euro sind Sie 1 zu 1 an den negativen Wertentwicklung der Aktie ausgehend vom Startkurs beteiligt.

Und nichtzuletzt an die Risiken denken

Hat die Lufthansa-Aktie also beispielsweise 20% eingebüßt, bekommen Sie 80 Euro (100 Euro Nennwert minus 20%). Sie machen Verluste. Ansonsten sollten Sie bedenken, dass Sie an einem Bewertungstag nie mehr als den jeweiligen Rückzahlungsbetrag erhalten, auch wenn mit der Lufthansa-Aktie einschließlich Dividenden mehr drin gewesen wäre. Generell im Auge behalten sollten Sie außerdem die Deutsche Bank als Emittentin. Wird sie zahlungsunfähig kann es losgelöst vom Marktgeschehen zu einem Totalverlust Ihres Kapitaleinsatzes kommen.

 

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