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04.01.2016 11:10

Ihr Geld: Halten Sie Aktien auch 2016 die Treue

Sie möchten wissen, wie es 2016 weiter geht? Nun, die meisten Marktbeobachter plädieren dafür, dass an Aktien auch in diesem Jahr kein Weg vorbei führt.

Liebe Anlegerin, lieber Anleger, willkommen im Börsenjahr 2016. Ich hoffe, Sie sind zufrieden mit dem, was Sie im vergangenen Jahr (als Anleger) erreicht haben. Immerhin hat Sie der deutsche Aktienmarkt nicht enttäuscht, auch wenn es ein alles andere als ruhiges Börsenjahr 2015 war. Der DAX schloss am Ende fast 10% im Plus. Der kleinere Bruder MDAX schaffte sogar ein Plus von mehr als 22%. Und mit Aktien aus dem TecDAX konnte der Wert Ihrer Anlagen um satte 33,5% steigen. Alle anderen großen Aktienindizes auf der Welt konnten den deutschen Kursbarometern nicht annähernd das Wasser reichen, selbst in Euro gerechnet.

Achtung Statistik!

Jetzt wollen Sie sicher wissen, wie es 2016 weiter geht? Nun, die meisten Marktbeobachter gegen erneut von steigenden Notierungen aus, auch wenn deutliche Kursgewinne nicht erwartet werden. Für NordLB-Analyst Tobias Basse ist zumindest klar, dass „an Aktien auch 2016 kein Weg vorbei führt“. Im Wesentlichen steht diese Aussage stellvertretend für die meisten Finanzmarktteilnehmer.

Doch der ersten Börsenwoche des Jahres sollten Sie besonderes Augenmerk schenken: Eine Börsenregel besagt, dass die DAX-Entwicklung an den fünf ersten Tagen des Jahres die Richtung für das Gesamtjahr vorgibt. Endet die Handelswoche im Plus, dürfte es (statistisch argumentiert) 2016 insgesamt aufwärts gehen – und umgekehrt. In der knapp 30-jährigen Geschichte des deutschen Aktienindex funktionierte diese Regel immerhin in rund 70% aller Fälle. (1)

Optimismus überwiegt

Dass es ein erneut turbulentes Börsenjahr werden könnte, zeigt unter anderem eine aktuelle Umfrage des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW). Demnach rechnen 62% der deutschen Mittelständler für 2016 mit einem anhaltenden Aufschwung im eigenen Land. (2) Das wäre generell gut für die Börse. Der Rest allerdings, also mehr als jeder Dritte, sieht dagegen die Gefahr einer Rezession oder Depression. Das wäre weniger gut für die Börse. Beim Ifo-Institut in München ist man zumindest sehr optimistisch, was das deutsche Wirtschaftswachstum angeht: Ein Plus von 1,9% wird für 2016 erwartet. (3) Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn sieht aber auch zwei Risiken: Einen stärkeren Einbruch der chinesischen Wirtschaft und eine neue Krise in der Eurozone, „wo die Probleme nur übertüncht wurden“. (4)

China dürfte 2016 sowieso eines der kursbestimmenden Themen sein. Der Aufholprozess der Volkswirtschaft, die sogenannte Catch-up-Phase, geht nach Ansicht von Dennis Snower, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, langsam zu Ende. Man müsse also vielleicht von einem generell schwächeren Weltwirtschaftswachstum ausgehen, so seine Einschätzung. Zusammen mit den niedrigen Zinsen und hohen öffentlichen Schulden kann dadurch aber eine gefährliche Gemengelage entstehen. Snower fordert daher, die Phase, in der vermeintlich vor allem Notenbanken das Wirtschaftswachstum vorantreiben, zu beenden. (5)

Schauen Sie den Notenbanken auf die Finger

An den Börsen wird neben der konjunkutrellen Entwicklung ohnehin der Kurs der Notenbanken die Richtung der Kurse weiter mitbestimmen. Marktteilnehmer warten auf die Antworten vieler Fragen: Wie schnell werden in die Zinsen in den USA steigen? Wird die Europäische Zentralbank die geldpolitischen Zügel noch mehr lockern? Und wie entwickelt sich die Inflationsrate?

Einer der wichtigsten Termine dürfte deshalb die Veröffentlichung der Verbraucherpreisentwicklung in der Eurozone am Dienstag sein. Ein weiteres Highlight des Konjunkturdaten-Kalenders sind die Arbeitsmarktdaten am Freitag, sind sie doch für die US-Notenbank Fed ein wichtiger Entscheidungsfaktor. Ansonsten stehen die Woche einige wichtige Einkaufsmanager-Indizes im Fokus: aus China, Deutschland, Großbritannien, der Euro-Zone und nicht zuletzt den USA. Sie vermitteln einen ersten Eindruck darüber, in welcher Verfassung die jeweilige Volkswirtschaft ins Jahr 2016 startet. Auf Unternehmensebene geht es in der ersten Handelswoche traditionell eher ruhig zu. Am Mittwoch präsentiert beispielsweise Saatguthersteller Monsanto Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2016.

 

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