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01.12.2015 08:00

Ihr Geld: Konsum. Gut. Hersteller.

Zur Weihnachtszeit sind die Menschen freizügiger beim Geld ausgeben. Im Moment fällt der Griff in den Geldbeutel besonders leicht, steckt doch deutlich mehr Geld drin. Ein Grund dafür ist der in Deutschland generell anhaltende Lohnanstieg, der über der Teuerungsrate liegt, sprich der Inflationsrate.*

Wie, sie haben dieses Jahr keine Gehaltserhöhung bekommen? Auch ohne verfügen Sie über mehr Geld. Rechnen Sie selbst: Für den Liter Super E10 zahlen Sie aktuell etwa 1,30 Euro statt knapp 1,50 Euro wie noch im Sommer**. Fahren Sie täglich 25 km mit dem Auto zur Arbeit hin und 25 km wieder zurück, müssen Sie bei sieben Liter Verbrauch im Monat 70 Liter tanken. Sie sparen also 14 Euro (bei 0,20 Euro pro Liter).

Angesichts der mickrigen Zinsen auf dem Sparbuch mag man es Ihnen dabei nicht verübeln, wenn Sie den zusätzlichen Groschen im Portemonnaie ausgeben statt ihn, wie etwa ihre Eltern und Großeltern, brav beiseite legen. So ganz ohne Sparen sollte es auch bei ihnen nicht gehen: Wie wäre es mit Unternehmen, die von Ihrem Konsum profitieren? Die gestiegene Kaufkraft sowie die Ihrer Nachbarn und Freunde kann Ihnen in die Hände spielen. Der Beweis: In den vergangenen fünf Jahren entwickelten sich deutsche Konsumwerte deutlich besser als der Marktdurchschnitt. Der DaxSector-Consumer-Performance-Index legte um mehr als 200% zu. Der Dax schaffte „lediglich“ eine Verdoppelung***.

Körperhygiene ist Trumpf
Zu den größten Gewinnern bei deutschen Konsumtiteln gehört das Düsseldorfer Unternehmen Henkel, einer der führenden Hersteller von Wasch-, Reinigungs- und Körperpflegemitteln. Im dritten Quartal 2015 erzielte der Markenhersteller (Persil, Pritt, Schwarzkopf, …) einen um 8,4% höheren Umsatz. Das Betriebsergebnis stieg sogar um 12,3% im Vergleich zum Vorjahresquartal. Und von Januar bis September 2015 gerechnet lag das Plus jeweils noch höher****. Der Markt ist allerdings umkämpft und Kunden schauen oft zuerst auf den Preis.

So kam es bei der Henkel-Vorzugsaktie im Herbst zu einer schärferen Korrektur. Dabei entpuppte sich der Bereich um 90,00 Euro jedoch als wirkungsvolle Unterstützung. Inzwischen schaffte der Kurs den erneuten Sprung über die 200-Tage-Linie*****, was bei Charttechnikern als ein positives Signal gewertet wird. Zuvor gilt es den Widerstand bei 110 Euro zu knacken, um im nächsten Schritt Anlauf auf das bisherige Allzeithoch um die 115 Euro zu nehmen. Gelingt das Vorhaben nicht, ist durchaus ein Rückschlag bis auf die markante Unterstützung bei 100 Euro denkbar.

Wenn nix passiert: 7,7% Rendite für Sie
...Zertifikate stehen aktuell auf die Henkel-Vorzugsaktie zur Auswahl. Angesichts der guten fundamentalen und charttechnischen Aussichten, der aber vergleichsweise geringen Dividendenrendite von knapp 1,4% erscheint der Kauf eines offensiv ausgerichteten Discountzertifikates als eine sinnvolle Alternative zum Aktienkauf. Damit verzichten Anleger gezielt auf die Dividende, um einen Preisnachlass auf den Aktienkurs zu bekommen, auch Discount genannt. An einem Kursanstieg der Henkel-Vorzugsaktie sind sie dennoch bis zum Cap beteiligt.

Die Anzahl an Wertpapieren reduziert sich schnell auf 1.925 Discountzertifikate. Lediglich sieben Papiere bieten bei einer Laufzeit von gut einem Jahr einen Discount von mindestens fünf Prozent und besitzen dabei einen Cap bei 115,00 Euro. Besonders attraktiv erscheint ein Discountzertifikat der DZ Bank mit der WKN DG6HB6. Der Discount beträgt hier 6,60%, der Kaufpreis beträgt 100,40 Euro. Mit dem Discountzertifikat ist eine Rendite von maximal 14,50% – bzw. 13,7% per annum – vor Steuern und Kosten möglich. Dafür muss die Henkel-Vorzugsaktie am letzten Bewertungstag, dem 14. Dezember 2016, bei wenigstens 115 Euro notieren. Ein großer Vorteil des Discountzertifikates ist die attraktive Seitwärtsrendite: Notiert die Henkel-Vorzugsaktie in einem Jahr genau dort, wo sie heute steht, erhielten Aktionäre lediglich 1,40% Dividendenrendite. Käufer des Discountzertifikates dürften sich aufgrund des anfänglichen Discounts über 7,10% freuen.

Wichtig: Ihre Risiken
Zu Verlusten kommt es am Laufzeitende erst, wenn der Kurs der Henkel-Vorzugsaktie unter dem Kaufpreis von 100,40 Euro schließt – Steuern und Gebühren nicht berücksichtigt. Allerdings fällt der Verlust immer geringer aus als beim direkten Kauf der Aktien. Generell gilt es das allgemeine Emittentenrisiko zu beachten. Gerät die DZ Bank als Garantin in Zahlungsschwierigkeiten, kann es zu einem Totalverlust kommen. Während der Laufzeit kann die Kursentwicklung des Discountzertifikates zudem von der der Henkel-Vorzugsaktie abweichen.

*Quelle 1 sowie Quelle 2

**Quelle 3

***Quelle4

****Quelle 5

*****Quelle 6

 

 

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