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21.01.2016 08:00

Ihr Geld: Trump for president – und Exxon gewinnt

Er hetzt, provoziert, pöbelt und könnte der nächste US-Präsident werden – Donald Trump. Davon könnten besonders die US-Energieriesen profitieren.

Er hetzt, provoziert, pöbelt und könnte der nächste US-Präsident werden – Donald Trump. Ja, richtig gelesen. Der fast 70 Jahre alte Immobilien-Tycoon führt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten einen verrückten Wahlkampf. Jedes Mal, wenn der extrovertierte Unternehmer in den Medien Promis, Journalisten, Frauen, Schwarz-Afrikaner, Muslime, Mexikaner, Chinesen und sogar Parteifreunde beschimpft und beleidigt, steigt seine Beliebtheit. „The Donald“ hat inzwischen unter den republikanischen Präsidentschaftsbewerbern klar die Nase vorn.

Das „Time“-Magazine titelte vor kurzem bereits: „How Trump won – Now he just needs the votes“ und spendiert dem Milliardär sogar einen eigenen Internetauftritt. (1) Das Wirtschaftsmagazin „Focus-Money“ schreibt in seiner aktuellen Ausgabe sogar eine vierseitige Debatte über den Selfmade-Man. Titel: „Die Trump-Show“.(2) Der Autor geht dabei auch der Frage nach, welche Unternehmen von einem Sieg Donald Trumps bei den US-Präsidentschaftswahlen am 8. November 2016 profitieren würden.

Öl und Gas nur aus dem eigenen Land

Beim Thema „Energie“ ist Trumps Motto klar: Hauptsache günstig und unabhängig. Öl und Gas sollen in erster Linie aus US-Produktion stammen. Der Nahe Osten kann Trump gestohlen bleiben. Allenfalls aus dem Irak könne man Öl beziehen, als Wiedergutmachung für die Befreiung des Landes durch die USA. Laute Unterstützung bekommt Trump dabei durch Sarah Palin, Ex-Gouverneurin von Alaska und Vizepräsidentschaftskandidatin der Republikaner 2008. Die schrille Populistin würde in einer Trump-Regierung gern das Energieministerium besetzen und dort die Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten sofort beenden.(3) Das spielt laut „Focus-Money“ US-Ölkonzernen wie Exxon Mobil in die Hände.

Trotz starkem Downstream-Geschäft bleibt die Aktie spekulativ

Aktuell leidet der weltweit größte private Ölkonzern wie viele andere in der Branche unter dem Preisverfall am Rohölmarkt. Dennoch vermittelt das US-Unternehmen so etwas wie Stabilität. Auf Jahressicht verlor die Aktie „nur“ 16,2% an Wert. Chevron sackte hingegen um 22,5% ab, BP um 20,4%, Statoil um 28,2% und Shell sogar um 40,2%. Und auch wenn Exxon nicht immun gegen sinkende Öl-Notierungen ist, so verweisen Marktbeobachter doch auf die Widerstandsfähigkeit des integrierten Ölkonzerns durch das Downstream-(Raffinerien) und Chemiegeschäft.(4) Der niedrige Ölpreis ist dort ein Segen. Im dritten Quartal 2015 verdoppelte sich in dem Bereich der Gewinn gegenüber dem Vorjahr und fing einen Großteil der eingebrochenen Erträge im Explorationsgeschäft auf.(5) Inzwischen stammen rund 70% der Gewinne bei Exxon Mobil aus dem Raffinerie- und Chemiegeschäft.

Weil die Aktie angesichts des niedrigen Ölpreises auch 2016 nicht zum Überflieger werden dürfte, Trump als möglicher US-Präsident erst später Wirkung zeigen könnte, durch einen Börsengang des saudischen Staatsunternehmens Aramco zudem ein Mega-Konkurrent für Exxon Mobil entstehen würde und es nicht zuletzt charttechnisch alles andere als rosig ausschaut, könnten Anleger über Alternativen zur Aktie nachdenken. Was halten Sie davon, die üppige Dividende (bei der Sie ohnehin steuerrechtlich einige Hürden zu bewältigen haben) gegen einen Preisnachlass auf den Exxon-Kurs einzutauschen? Die aktuell relativ hohe Volatilität hilft Ihnen sogar dabei. Also könnten Sie statt der Aktie doch einfach ein Discountzertifkat auf Exxon Mobil.

6,5% mit einem defensiven Discountzertifikat einstreichen

Aktuell können Sie aus 254 Discountzertifikaten wählen. 34 davon sind währungsgesichert. Ein US-Dollar ist so immer ein Euro wert. Unter den defensiv ausgerichteten Discountzertifikaten, der Cap liegt weit unter dem aktuellen Kurs der Exxon-Aktie, bietet das Papier der Commerzbank mit der WKN CR5XVG ein besonders attraktives Chance-Risiko-Verhältnis. Schließt die Exxon-Aktie am 15.12.2016 bei mindestens 60 US-Dollar, überweist Ihnen die Commerzbank 60 Euro aufs Konto. Das bringt eine Rendite von 6,5% bzw. rund 7,1% per annum ein. Aktuell steht die Exxon-Aktie bei etwas über 73 US-Dollar.

Der Preisnachlass von 23% garantiert Ihnen zudem, erst dann in die Verlustzone abzurutschen, wenn die Exxon-Aktie am Laufzeitende unter 56,34 US-Dollar schließt. So viel hat Sie das Discountzertifikat (in Euro) gekostet. Das sollten Sie dazu wissen: Die Commerzbank zahlt bei Notierungen unter dem Cap von 60 US-Dollar den jeweiligen Schlussstand der Exxon-Aktie eins zu eins in Euro umgerechnet zurück. Bei 58 US-Dollar bekämen Sie also 58 Euro, was immer noch fast 3,0% Rendite bringen würde.

Stets die Risiken im Auge behalten

Außer dem möglichen Verlustrisiko gilt es die begrenzte Gewinnchance zu berücksichtigen. Die Rückzahlung beträgt maximal 60 Euro, auch wenn die Exxon-Aktie darüber notiert. Dank des erhaltenen Preisnachlasses wären Sie mit dem Discountzertifikat aber erst ab einem Exxon-Kurs von 77,93 US-Dollar gegenüber der Aktie im Nachteil (Dividenden sind dabei nicht berücksichtigt). Und wie immer gilt: Die Zahlungsunfähigkeit der Emittentin, hier der Commerzbank, kann dazu führen, dass Sie unabhängig von der Kursentwicklung des Basiswerts, hier der Exxon-Aktie, einen Totalverlust erleiden.

 

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