| In unserem Jahresausblick hatten wir für die 10-jährige Rendite USA Notierungen jenseits der 3 %-Marke in Aussicht gestellt. Die Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf kann also als Prognosetreffer bezeichnet werden. Dennoch bedarf die Jahresprognose aktuell einer Feinjustierung. Aus charttechnischer Sicht liegt das vor allem am neben stehendem Monatschart. So wurde das Renditehoch bei 3,13 % exakt im Dunstkreis des seit Anfang der 1980er-Jahre dominierenden Abwärtstrends (akt. bei 3,09 %) ausgeprägt. Hier kam es nicht nur zu einem „reversal“, sondern auch zu einem Rebreak der Hochs vom Jahresultimo 2013/14 bei 3,04 %. Aufgrund der zuletzt beschriebenen Weichenstellung wurde die Chance auf Ausprägung eines langfristigen Doppelbodens (zunächst) vertan (siehe Chart). Per Saldo hat sich der Kreuzwiderstand bei gut 3 % - zumindest im ersten Anlauf – als zu hohe Hürde erwiesen. Auf solche „false breaks“ folgen oftmals nennenswerte Korrekturimpulse. Deshalb sollten Anleger nicht länger von steigenden Zinsen ausgehen. Vielmehr sehen wir die 10-jährige Rendite USA in den nächsten Wochen und Monaten auf dem Rückzug. Neben dem jüngsten „swing low“ bei 2,72 % definieren vor allem die Hochs von 2017 und 2016 bei 2,64/2,63 % wichtige Korrekturziele. |