17.03.2017 07:00
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Aktien weekly: Erleichterung nach dem Super-Mittwoch: Aktien im Aufwind

An den Aktienmärkten ergaben sich in dieser Woche teilweise deutliche Anstiege. Der DAX gewann im Vergleich zur Vorwoche knapp 1,7 % und katapultierte sich in dieser Woche deutlich über die 12000er-Marke. Noch etwas stärker – mit etwas über 1,7 % – fielen die Zuwächse beim Eurostoxx aus. Der S&P 500 gewann knapp 1 % und liegt nun bei 2385 Punkten.

Die Woche begann eher abwartend mit nur kleineren Schwankungen. Dafür gab es gute Gründe, denn am Mittwoch standen sowohl die Sitzung der Fed als auch die Wahlen in den Niederlanden auf dem Plan. Die Fed erhöhte den Leitzins um 25 Basispunkte und liegt nun bei einem Band von 0,75 % - 1,00 %. Dieser Zinsschritt war im Vorfeld der Sitzung an den Finanzmärkten mit einer Wahrscheinlichkeit von 100 % eingepreist worden. Daher blieb die für die Aktienmärkte grundsätzlich belastende Wirkung von Zinserhöhungen aus. Eher das Gegenteil war der Fall: Da der erste Zinsschritt in diesem Jahr früher kam als zuvor erwartet, wurde ebenfalls darüber spekuliert, ob dies in diesem Jahr mehr als die erwarteten drei Zinsschritte zur Folge haben könnte. Da die Fed von ihrem Plan allerdings gestern nicht abrückte, machte sich darüber eine gewisse Erleichterung breit, was an den Aktienmärkten sofort positiv aufgenommen wurde. Diese Bewegung erklärt große Teile der Zugewinne bei den US-Aktien in dieser Woche. In Europa hingegen dürfte auch das Wahlergebnis in den Niederlanden eine wichtige Rolle gespielt haben. Spätestens seit dem Brexit-Votum wurden die politischen Risiken, die sich etwa aus den Wahlen in den Niederlanden und Frankreich ergeben könnten, als ein wichtiger Grund gesehen, den europäischen Märkten etwas weniger zu vertrauen als den US-Gegenstücken. Geert Wilders und seine „Freiheitspartei“ verzeichneten allerdings keine Zuwächse in der Größenordnung, wie man es noch vor einigen Wochen in den Umfragen erwarten konnte. Auch ist die rechtspopulistische Partei weit davon entfernt, im Parlament die größte Fraktion zu stellen. Die Ängste um die Stabilität der EU, die man im Falle eines Wahlsiegs Wilders mit dem Wahltag verband, sind damit zumindest für die Niederlande erst einmal Geschichte. Auch geht von diesem Ergebnis damit keinerlei Rückenwind für die Rechtspopulisten in Frankreich oder Deutschland aus. Dieses Ergebnis dürfte daher ein Teil der Erklärung sein, warum sich europäische Märkte in Europa in dieser Woche dynamischer entwickelten als in den USA.

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