20.03.2019 10:30
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Bayer zieht den DAX abwärts

An den weltweiten Finanzmärkten steht heute die Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank im Mittelpunkt (19 Uhr). Nach vier Leitzinserhöhungen von jeweils 25 Basispunkten im Jahresverlauf 2018 spekuliert der Markt auf eine längere Pause oder sogar Zinssenkung zum Jahresende. Seit Dezember hat sich die Kommunikation deutlich verändert, der künftige geldpolitische Kurs soll zunehmend datenabhängig erfolgen.

An den weltweiten Finanzmärkten steht heute die Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank im Mittelpunkt (19 Uhr). Nach vier Leitzinserhöhungen von jeweils 25 Basispunkten im Jahresverlauf 2018 spekuliert der Markt auf eine längere Pause oder sogar Zinssenkung zum Jahresende. Seit Dezember hat sich die Kommunikation deutlich verändert, der künftige geldpolitische Kurs soll zunehmend datenabhängig erfolgen. Im Blickpunkt stehen heute die neuen Projektionen für Wachstum, Inflation und kurzfristige Zinsen. Spannend wird zudem die Frage, ob die Notenbanker einen Zeitplan für ihre Politik der Bilanzreduzierung vorstellen. Aktuell beträgt die Notenbankbilanz rund vier Billionen US-Dollar, der Höchststand lag 2015 bei 4,5 Billionen Dollar.

Derweil geht das Brexit-Drama in die Verlängerung. Berichten zufolge will Premierministerin Theresa May die EU um eine Verschiebung des für den 29. März geplanten Austritts ersuchen.

Bayer erleidet Rückschlag

Zur Wochenmitte wird der DAX schwächer erwartet, vorbörslich steht der Index 0,7 Prozent tiefer bei 11.710 Zählern. Besonders die kräftigen Verluste von rund zehn Prozent beim Indexschwergewicht Bayer drücken die Kauflaune. In einem wichtigen Prozess kamen die Geschworenen eines Gerichts in San Francisco einstimmig zu der Überzeugung, dass das glyphosathaltige Mittel Roundup der Bayer-Tochter Monsanto einen „erheblichen Faktor“ bei der Entstehung der Krebserkrankung des Klägers Edwin Hardeman ausgemacht habe. Heute geht der Prozess in eine zweite Phase, in der es um die Verantwortlichkeit des Konzerns und um eventuelle Schadenersatzansprüche geht.

Zahlen gab es vorbörslich von der Munich Re. Im laufenden Jahr will der weltgrößte Rückversicherer den Gewinn um rund 200 Mio. Euro steigern, der Konzerngewinn soll bei 2,5 Mrd. Euro liegen. Auch die Aktionäre profitieren von der guten Entwicklung: Aktien im Wert von bis zu einer Milliarde Euro sollen zurückgekauft werden.

FedEx wird vorsichtiger

Zudem rücken die Logistiker in den Vordergrund. Aufgrund der weltweit nachlassenden Wachstumsdynamik kassierte der US-Paketdienstleister FedEx seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr. Auch mit den Zahlen zum dritten Quartal erfüllte der Post-Konkurrent nur teilweise die Erwartungen, nachbörslich sackt der Kurs um gut fünf Prozent ab.

Durchwachsen sind zudem die Vorgaben aus den USA. Im späten Handel gaben die US-Börsen ihre Gewinne wieder ab, der Dow Jones verlor 0,1 Prozent. In Asien rückte der Nikkei um 0,2 Prozent vor, Minuszeichen dominieren hingegen in China. Die Ölpreise zeigen sich stabil, Brent steht bei 67,80 Dollar. Gold setzt sich wieder von der 1300er-Schwelle nach oben ab.

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Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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