25.01.2019 10:30
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China öffnet die Schleusen

Mario Draghi wird sehr wahrscheinlich als erster Notenbanker Europas in die Geschichte eingehen, der die Zinsen nur gesenkt, aber nicht angehoben hat. Diese Aufgabe wird dann sein Nachfolger übernehmen, wahrscheinlich erst 2020 – sofern die Konjunktur mitspielt. Auf der gestrigen EZB-Pressekonferenz verwies Draghi auf größere Risiken für den Wachstumsausblick.

Mario Draghi wird sehr wahrscheinlich als erster Notenbanker Europas in die Geschichte eingehen, der die Zinsen nur gesenkt, aber nicht angehoben hat. Diese Aufgabe wird dann sein Nachfolger übernehmen, wahrscheinlich erst 2020 – sofern die Konjunktur mitspielt. Auf der gestrigen EZB-Pressekonferenz verwies Draghi auf größere Risiken für den Wachstumsausblick. Der geldpolitische Kurs wurde aber nicht verändert, der Euro sank auf den tiefsten Stand seit drei Wochen. Auch heute bleibt die Wirtschaftslage im Blick der Anleger, um 10 Uhr steht der Ifo-Index auf dem Programm.

Rutschpartie vor dem Ende?

Vor rund zwölf Monaten hat die deutsche Konjunkt bereits den Rückwärtsgang eingelegt. Nach der Talfahrt steht das Barometer zwar immer noch auf einem soliden Niveau. Aber nur wenn der Index sich auf dem aktuellen Stand langsam einpendelt, würde dies auf moderate Wachstumsaussichten für 2019 deuten. Wegen der zunehmenden Nervosität rund um den Brexit und Handelsstreit könnten besonders die Geschäftserwartungen erneut deutlich fallen. Für den Gesamtindex rechnet der Markt im Januar mit dem fünften Rückgang in Folge von 101 auf 100,6 Punkte.

Asien ignoriert durchwachsene US-Vorgaben

Zunächst aber wird der DAX fester in den Tag starten, im frühen Handel liegt der Index 0,8 Prozent höher bei 11.220 Punkten. Starke Signale kommen erneut aus Fernost: Zum Wochenschluss steht der Nikkei ein Prozent höher, in China geht es um 0,4 Prozent aufwärts, die Börse in Hongkong rückt um 1,5 Prozent vor. In der Nacht öffnete die chinesische Notenbank die Liquiditätsschleusen, Marktteilnehmer sprachen bereits vom Beginn einer expansiven Geldpolitik. Zudem zeichnen sich Fortschritte im Handelskonflikt ab. Nächste Woche ist ein Treffen von Vize-Premier Liu He mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lightizer angesetzt.

Von Vorsicht war hingegen der Handel an der Wall Street geprägt. Der Dow Jones schaffte kurz vor Schluss noch knapp den Sprung in die Gewinnzone. Besser liefen die Technologieaktien, der Nasdaq 100 kletterte um 0,7 Prozent. Freundlich präsentieren sich auch die Futures: Der Dow wird 0,5 Prozent höher gesehen, die Tech-Titel rund 0,8 Prozent.

Die nachbörslich gemeldeten, schwachen Ergebnisse von Intel trüben offenbar nicht die Stimmung. Beim Ausblick für den Umsatz und bereinigten Gewinn pro Aktie verfehlte der Konzern die Erwartungen. Im späten Handel sackte die Aktie um sieben Prozent ab.

Hier geht es zu den wichtigsten Wirtschafts- und Unternehmensterminen der Woche: Termine der Woche

Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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