14.05.2020 08:26
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DAX® - 10.300er-Unterstützung wieder im Blickfeld

HSBC Daily Trading

10.300er-Unterstützung wieder im Blickfeld

Unsere vorsichtige Grundausrichtung hat sich gestern ausgezahlt. So musste der DAX® dem unverändert bestehenden, „bearishen“ Keil Tribut in Form einer Abwärtskurslücke (10.773/10.698 Punkte) zollen. Innerhalb der großen Leitplanken bei gut 11.000 Punkten auf der Oberseite und rund 10.300 Punkten auf der Unterseite rückt somit die untere Begrenzung wieder stärker in den Fokus. Das Abgleiten unter die 200-Stunden-Linie (akt. bei 10.625 Punkten) erhöht die kurzfristigen Herausforderungen für das Aktienbarometer nochmals. Auch auf die Gefahr hin, dass wir uns wiederholen: Ernst wird es für die deutschen Standardwerte aber erst bei der Marke von 10.300 Punkten. Die Kombination aus dem 38,2%-Retracement des Abwärtsimpulses von Februar/März (10.372 Punkte), dem 2018er-Tief (10.279 Punkte) und den jüngsten Verlaufstiefs bei rund 10.250 Punkten lässt hier eine massive Kumulationszone entstehen. Abgerundet wird die diskutierte Bastion durch die 50-Tages-Linie (akt. bei 10.279 Punkten). Am schwersten wiegt durch die technische Brille betrachtet aber sicherlich, dass bei einem Bruch dieses Haltebündels eine Topformation abgeschlossen wäre. Mit Blick auf den S&P 500® ist aber noch nicht aller Tage Abend (siehe unten).


pfeil-rotDAX® (Daily)
Chart DAX®


3.000er Marke als Barriere

In den letzten Handelstagen hat der S&P 500® mehrfach die wichtige Widerstandszone bei rund 3.000 Punkten angesteuert. Auf diesem Niveau fällt die 61,8%-Fibonacci-Korrektur des gesamten Abwärtsimpulses von Februar/März (2.934 Punkte) mit der 200-Tages-Linie (akt. bei 2.999 Punkten) sowie verschiedenen horizontalen Hürden zusammen. Die jüngste Kursschwäche im Dunstkreis der 3.000er-Marke unterstreicht den Widerstandscharakter der beschriebenen Barrieren. Damit scheint die dynamische Erholungsbewegung seit dem Märztief bei 2.192 Punkten auszulaufen. Vielmehr steigt aus charttechnischer Sicht die Gefahr, ein kleines Doppeltop auszubilden. Bei einem Abgleiten unter das Maitief bei 2.798 Punkten wäre diese Umkehrformation vervollständigt. Doch selbst im Fall einer negativen Weichenstellung sehen wir das Abschlagspotential eines erneuten Kursabschwungs als limitiert an. Ein wichtiges Argument liefern in diesem Zusammenhang die jüngsten CoT-Daten. Zunächst haben die „Commercials“ das Märztief zum Aufbau deutlicher Longpositionen genutzt. Für noch bemerkenswerter halten wir aber die Engagements der „Kleinspekulanten“, die so stark „short“ im S&P 500® positioniert sind wie seit der Finanzmarktkrise 2008/09 nicht mehr (Fortsetzung siehe unten).


pfeil-rotS&P 500® (Daily)
Chart S&P 500®


Die wichtigsten Unterstützungen

Die beschriebene Positionierung passt nicht zu einem Test des zyklischen Tiefs vom März bei 2.192 Punkten, um im charttechnischen Kontext ein idealtypisches „zweites Standbein“ auszuprägen. Vielmehr dürfte der S&P 500® bereits nach kleineren Kursverlusten gut unterstützt sein. Doch wo befinden sich die wichtigsten Rückzugslinien? Neben dem o. g. Maitief ist in diesem Zusammenhang vor allem der Bereich bei 2.668/2.651 Punkten zu nennen. Die langfristige 200-Wochen-Linie bildet hier gemeinsam mit dem 38,2%-Retracement des Abwärtsimpulses von Februar/März eine massive Haltezone. Da zudem auch die 38,2%-Korrektur der jüngsten Erholungsbewegung in dieses Kursband fällt, entsteht auf diesem Niveau sogar ein Fibonacci-Cluster. Einen wichtigen zusätzlich unterstützenden Faktor stellt derzeit das Sentiment dar. Nachdem der Anteil der Bären unter den amerikanischen Privatanlegern in der Vorwoche den höchsten Stand seit 2013 erreicht hatte, verharrt er in der heute veröffentlichten Umfrage über der 50%-Marke. Der Bullenanteil (23,3 %) ging sogar marginal weiter zurück. In der Summe sollte all diese Faktoren im Zusammenspiel einen scharfen Rückgang des S&P 500® verhindern.


pfeil-rotS&P 500® (Weekly)
Chart S&P 500®


Test der Tiefs?

Ichimoku-Wolkencharts haben in den letzten Jahren deutlich an Popularität gewonnen. Wenngleich manchmal durchaus ein gewisser „Hype“ um die Methodik festzustellen ist, hegen wir aufgrund der Objektivität des Analyseansatzes sowie der oftmals trendfolgenden Grundkonzeption Sympathien für diese Chartdarstellungsform. Ihre eigentliche Stärke spielt sie allerdings erst in der Kombination mit anderen Verfahren der Technischen Analyse aus! Ein gutes Beispiel für diese Herangehensweise liefert derzeit die BASF-Aktie. Während der Wolkenchart jüngst verschiedene Warnsignale lieferte, steht im eigentlichen Kursverlauf die „bearishe“ Auflösung einer Flaggenkonsolidierung zu Buche (siehe Chart). Der Bruch des kurzfristigen Erholungstrends (akt. bei 45,84 EUR) erfolgte dabei sogar mit einem Abwärtsgap (44,87/44,67 EUR). Alle diese negativen Weichenstellungen werden durch das frische MACD-Ausstiegssignal untermauert. Per Saldo bleibt die BASF-Aktie ein Sorgenkind innerhalb der DAX®-Familie. Die aufgelöste Korrekturflagge lässt sogar eine Belastungsprobe des Märztiefs bei 37,36 EUR befürchten. Als mögliche Stopps sind die o. g. Kurslücke oder aber der ehemalige Erholungstrend prädestiniert.


pfeil-rotBASF (Daily)
Chart BASF


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Quelle

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