| 10.400er-Unterstützung im Fokus |
| Am Freitag musste der DAX® die an den beiden Vortagen angeführte Trendlinie (akt. bei 10.670 Punkten), die eine Vielzahl von Hochpunkten seit Ende April 2015 verbindet, wieder preisgeben. Damit rückt die Kumulationszone bei 10.400 Punkten wieder in den Fokus. Auf diesem Niveau bilden die Hochs vom April, Mai und Juni zusammen mit den jüngsten beiden Korrekturtiefs eine wichtige horizontale Haltezone, welche sich zusätzlich aus dem alten Abwärtstrend seit April 2015 (akt. bei 10.405 Punkten) speist. Aufgrund der Bedeutung des angeführten Unterstützungsgürtels bietet sich dieses Level als Stopp-Loss für bestehende Longpositionen an, zumal beim S&P 500® (siehe Analyse unten) ein Vola-Impuls auf der Unterseite droht. Die DAX®-Kursentwicklung seit dem 9. August liefert ein weiteres Argument für die Bedeutung der o. g. Bastion, denn die deutschen „blue chips“ bilden in den letzten Wochen eine seitliche Schiebezone zwischen 10.780/802 Punkten auf der Ober- und 10.442 Punkten auf der Unterseite aus. Vor diesem Hintergrund müssten Anleger ein Rebreak der Marke von 10.400 Punkten als echten Nackenschlag werten. |
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DAX® (Daily)
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| Lehrbuchmäßiger Pullback |
| In den letzten 12 Monaten haben wir mehrfach auf die sich abzeichnende Bodenbildung des Versorgers verwiesen – zuletzt am 14. Juli als die untere Umkehr mit einem Sprung über die horizontalen Hürden bei gut 14 EUR abgeschlossen wurde. Im Verlauf der jüngsten Verschnaufpause, welche sich in Form einer Konsolidierungsflagge vollzieht, kam es zu einem „doppelten“ Pullback. Zum einen wurden die eingangs beschriebenen Ausbruchsmarken lehrbuchmäßig zurückgetestet, zum anderen gilt Gleiches auch für den steilen Abwärtstrend seit September 2014 (akt. bei 14,00 EUR). Im Zusammenspiel sorgen beide Entwicklungen für ein dickes Ausrufezeichen hinter der beschriebenen Bodenformation, aus deren Höhe sich unverändert ein rechnerisches Langfristziel von gut 18 EUR ableiten lässt. Als Katalysator für einen Bewegungsimpuls in diese Richtung definieren wir einen Anstieg über die 38-Tages-Linie (akt. bei 15,19 EUR) bzw. die obere Flaggenbegrenzung (akt. bei 15,25 EUR). Das bisherige Jahreshoch bei 16,49 EUR definiert im Erfolgsfall ein wichtiges Etappenziel. Um die Bodenbildung nicht zu gefährden, darf die RWE-Aktie in Zukunft nicht mehr unter die Marke von 14 EUR zurückfallen. |
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RWE (Daily)
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| „inside months“ hoch zehn |
| In Sachen “untere Umkehr” hinkt die E.ON-Aktie dem Konkurrenten RWE eindeutig hinterher. Zwar gibt es auch hier einige Anzeichen für einen finalen „sell-off“, wie beispielsweise die extrem hohen Umsätze vom September 2015 oder aber die positive Divergenz beim Abstand zwischen oberem und unterem Bollinger Band (siehe unterster Indikator), allerdings fehlt hier noch der ganz große Befreiungsschlag. Als solchen definieren wir einen Anstieg über die letzten Hochs bei gut 10 EUR. Die Bedeutung dieses Levels ergibt sich aus einem ganz besonderen Phänomen: Die Kursaktivität der letzten zehn Monate vollzieht sich vollständig innerhalb der Kursspanne, die der Titel im Oktober 2015 gesetzt hat. Per Saldo entsteht also eine Serie von Innenstäben, die Anleger prozyklisch im Ausbruchsfall nutzen können. D. h. oberhalb der Marke von 10,24 EUR wird die diskutierte Bodenbildung Realität. Wohingegen eine Auflösung der „inside months“ mit Notierungen unterhalb von 7,44 EUR die Stabilisierung des letzten Jahres zunichtemachen würde, so dass dann sogar ein neues Verlaufstief droht. Unter dem Strich ist derzeit also Geduld gefragt, bis die beschriebene Folge von Innenstäben aufgelöst wird. |
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E.ON (Monthly)
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| Nur der Anfang? |
| Seit Mitte Juli bewegten sich die amerikanischen Standardwerte in einer äußerst engen Kursspanne zwischen 2.148 Punkten und dem bisherigen Allzeithoch bei 2.193 Punkten. In der Konsequenz haben sich die Bollinger Bänder extrem stark zusammengezogen. Auf Tagesbasis lagen die beiden Begrenzungen des Volatilitätsindikators so dicht beieinander wie niemals zuvor in der bis Herbst 2008 zurückreichenden Historie. In der Vergangenheit diente diese Konstellation oftmals als zuverlässiger Vorbote eines sog. Vola-Impulses. Die Achillesferse ist dabei, dass die Bollinger Bänder Anlegern leider keine Hilfestellung bezüglich der Bewegungsrichtung geben. Das Abwärtsgap vom vergangenen Freitag (2.177 zu 2.169 Punkte), welches an eine klassische Abrisskante erinnert, legt den Fokus eindeutig auf die Unterseite. Um den jüngsten Ausbruch auf neue Rekordstände nicht zu negieren, sollte der S&P 500® in Zukunft deshalb nicht mehr unter die alten Hochstände zwischen 2.135 und 2.111 Punkten zurückfallen. Ansonsten dürfte sich das aufgestaute Bewegungspotential nach unten entladen. Den Aktienmarktbullen hilft dagegen nur ein Sprung auf einen neuen Rekordstand, um neues Aufwärtsmomentum zu entfachen. Dieses Szenario ist seit Freitag allerdings deutlich unwahrscheinlicher geworden. |
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S&P 500® (Daily)
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