| 10.800, 10.800 und nochmals 10.800 Punkte |
| Wie bereits am Vortag fand der DAX® gestern Halt im Bereich der 200-Stunden-Linie (akt. bei 10.609 Punkten). In den letzten Tagen hat sich die angeführte Glättung somit durchaus als relevante Unterstützung herauskristallisiert. Auf der Oberseite springt der Anleger die relevante Schlüsselgröße weiter direkt an. Gemeint sind die Verlaufshochs der letzten Monate zwischen 10.780 und 10.828 Punkten, die gleichzeitig das obere Ende der seitlichen Schiebezone der letzten Tage definieren. Vor diesem Hintergrund bleibt die Botschaft die Gleiche wie zuletzt: Gelingt den deutschen Standardwerten der Ausbruch auf der Oberseite, sollte das dann entstehende neue Aufwärtsmomentum für nachhaltig neue Jahreshochs sorgen. Im Erfolgsfall lässt sich das kalkulatorische Anschlusspotenzial auf rund 600 Punkte taxieren, was wiederum bestens mit dem Hoch vom November vergangenen Jahres harmoniert. Während die trendfolgenden Indikatoren dieses „bullishe“ Szenario unverändert begünstigen, stellt die kurzfristige Stimmungslage einen Hemmschuh dar. Schließlich signalisiert die jüngste Sentimenterhebung der American Association of Individual Investors (AAII), dass der Bullenanteil binnen zwei Wochen von sehr niedrigen 24 % mit nun knapp 47 % auf den höchsten Stand seit 2014 gesprungen ist. |
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DAX® (Daily)
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| Tradingrange als früher Taktgeber |
| Seit Anfang August bewegen sich die europäischen Standardwerte in einer engen Tradingrange zwischen gut 2.900 Punkten auf der Unter- und gut 3.100 Punkten auf der Oberseite. Die laufende Geduldsprobe lässt sich auch an den von uns betrachteten Glättungslinien der letzten 38, 90 und 200 Tage ablesen, die allesamt dicht beieinander liegen und in die beschriebene Schiebezone fallen. Derzeit staut sich also neues Bewegungspotential auf, so dass sich Anleger im Ausbruchsfall prozyklisch positionieren sollten. Ein besonderes Augenmerk verdient in diesem Kontext das obere Ende der Range bei 3.100 Punkten. Gelingt der Befreiungsschlag, dann ergibt sich – abgeleitet aus der Höhe des Konsolidierungsmusters – ein rechnerisches Anschlusspotenzial von 200 Punkten, was ausreichen würde, um die langfristigen Signalmarken bei 3.124/57 Punkten aus dem Spiel zu nehmen. Zur Erinnerung: Auf diesem Niveau bilden der Korrekturtrend seit April 2015 und die Nackenlinie eines möglichen Doppelbodens den entscheidenden Kreuzwiderstand. Das Kursziel aus einer unteren Umkehr lässt sich auf knapp 3.650 Punkte taxieren, so dass perspektivisch sogar der seit Beginn des Jahrtausends bestehende Baissetrend (auf Wochenbasis akt. bei 3.584 Punkten) zur Disposition stehen würde. |
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EURO STOXX 50® (Daily)
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| Kreuzwiderstand vor der Brust |
| Von August 2015 bis Ende Juni 2016 befanden sich die japanischen Standardwerte im Korrekturmodus. Die große Frage ist derzeit, ob diese Phase nun abgeschlossen wurde, indem die Kursentwicklung im bisherigen Jahresverlauf als tragfähiger Boden – definiert durch die beiden Tiefs bei 14.866/64 Punkten – interpretiert werden kann (siehe Chart). Aus charttechnischer Sicht fällt die Antwort dank des Spurts über die Widerstandszone aus dem Korrekturtrend der letzten 15 Monate (akt. bei 17.289 Punkten) und dem Erholungshoch vom April 2016 bei 17.614 Punkten eindeutig aus, zumal verschiedene trendfolgende Indikatoren den Ausbruch bestätigen. So sind beispielsweise der MACD und der Aroon sowohl im Tages- als im Wochenbereich freundlich zu interpretieren. Aus der Höhe der unteren Umkehrformation eröffnet sich für den Nikkei ein kalkulatorisches Anschlusspotenzial von rund 2.750 Punkten, so dass perspektivisch sogar ein Wiedersehen mit den Hochpunkten vom letzten Quartal 2015 bei rund 20.000 Punkten winkt. Um die derzeit vorliegende vielversprechende Ausgangslage nicht leichtfertig zu verspielen, sollte das Aktienbarometer in Zukunft nicht mehr in den ehemaligen Abwärtstrend seit April 2015 zurückfallen. |
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Nikkei 225 (Daily)
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