| 10.800 Punkte – zum Dritten! |
| Mit einer Schwankungsbreite von weniger als 100 Punkten legte der DAX® gestern einen bewegungsarmen Handelstag auf das Börsenparkett. Unter dem Strich verharrt das Aktienbarometer damit wie das sprichwörtliche „Kaninchen vor der Schlange“. Gemeint ist unverändert die entscheidende charttechnische Hürde in Form der oberen Begrenzung der seitlichen Schiebezone der letzten Monate bei gut 10.800 Punkten. Gelingt den deutschen Standardwerten die nachhaltige Auflösung der beschriebenen Tradingrange, dürfte zum Jahresende nochmals neues Aufwärtsmomentum aufkommen. Schließlich lässt sich aus der Höhe des Konsolidierungsmusters ein rechnerisches Anschlusspotential von rund 600 Punkten ableiten. Das sich aus der Projektion ergebende Kursziel von rund 11.400 Punkten deckt sich somit fast punktgenau mit dem zyklischen Hoch vom November 2015 bei 11.431 Punkten. Begünstigt wird ein möglicher Ausbruch durch die trendfolgenden Indikatoren MACD und Aroon, die jüngst synchron neue Einstiegssignale generiert haben. Dennoch sollten Anleger derzeit nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen, denn es handelt sich beim DAX® derzeit um die klassische „make or break“-Situation. |
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DAX® (Daily)
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| Der Katalysator schlechthin |
| Am Freitag hatten wir den Dow Jones aufgrund seines neuen Allzeithochs an dieser Stelle analysiert. Um der Dow-Theorie Rechnung zu tragen, wollen wir heute den Transport-Index auf den Prüfstand stellen. Die Transport-Werte, denen oftmals wegweisender Charakter für den Gesamtmarkt beigemessen wird, halten wir schon länger für einen der entscheidenden Schlüsselcharts (siehe „Daily Trading“ vom 6. Oktober und 9. September). Aus technischer Sicht ist diese Einschätzung darauf zurückzuführen, dass das Aktienbarometer zuletzt zwei positive Weichenstellungen vollzogen hat. Zum einen wurde die seit Ende 2014 bestehende Korrekturflagge lehrbuchmäßig nach oben aufgelöst, zum anderen liegt eine abgeschlossene inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation vor (siehe Chart). Begleitet werden die beschriebenen Ausbrüche durch das bestehende Kaufsignal seitens des MACD. Selbst im Monatsbereich steht der Trendfolger vor einem neuen Einstiegssignal. Aus den beiden angeführten Chartmustern ergibt sich jeweils ein rechnerisches Anschlusspotential, welches auf neue Rekordstände jenseits des bisherigen Allzeithochs vom November 2014 bei 9.310 Punkten schließen lässt. Als Absicherung auf der Unterseite bietet sich die 38-Wochen-Linie (akt. bei 7.885 Punkten) an. |
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Dow Jones Transportation Average Index (Weekly)
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| 99er-Marke als Demarkationslinie |
| Im Kontext der vielversprechenden Perspektiven des Dow Jones Transportation halten wir auch die charttechnische Ausgangslage der Union Pacific-Aktie für extrem spannend. Doch der Reihe nach: Zuletzt hatte das Papier die Kombination aus dem Haussetrend seit Januar 2016 (akt. bei 88,63 USD) und der 38-Wochen-Linie (akt. bei 89,20 USD) als Sprungbrett genutzt. Damit steht nun eine Widerstandszone zur Disposition, deren Bedeutung gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Seit März 2014 erwies sich das Kursband zwischen 95,24 USD und 98,84 USD in schöner Regelmäßigkeit als horizontale Barriere. Gelingt dem Papier dieses Mal der Sprung über die angeführten Hürden, wäre gleichzeitig eine inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation komplettiert (siehe Chart). Rein rechnerisch lässt sich das kalkulatorische Anschlusspotenzial im Erfolgsfall – abgeleitet aus der Höhe der unteren Umkehr – auf rund 30 USD taxieren. Damit würde ein unmittelbarer Anlauf auf das bisherige Allzeithoch bei 124,52 USD möglich. Im Ausbruchsfall können Anleger das untere Ende der o. g. Schlüsselzone als Stopp-Loss heranziehen. |
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Union Pacific Corp. (Weekly)
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| Technische Reaktion wahrscheinlich |
| Mit dem am vergangenen Donnerstag beschriebenen "shooting star" hat der Euro im Vergleich zum US-Dollar die Bedeutung des Kumulationspunktes aus der 200-Tages-Linie sowie zwei alten Trendlinien bei rund 1,12 USD untermauert (siehe "Daily Trading" vom 10. November). Seither steht die Einheitswährung erwartungsgemäß unter Druck. Die Kreuzunterstützung aus der Parallelen (akt. bei 1,0723 USD) zum Baissetrend seit Mai 2016 und den bisherigen Jahrestiefs bei 1,0709/06 USD definiert nun den nächsten wichtigen Halt. Darunter rücken die zyklischen Tiefpunkte des Jahres 2015 bei rund 1,05 USD bereits wieder auf die Agenda. Da der RSI jüngst allerdings in überverkauftes Terrain vorgestoßen ist, erwarten wir zunächst keine Auflösung der Schiebezone der letzten anderthalb Jahre zwischen 1,05 USD und 1,17 USD. Vielmehr dürfte der Euro zum Greenback im Kursband zwischen der o. g. Kreuzunterstützung und den Haltemarken bei 1,05 USD kurzfristig ein zyklisches Tief ausprägen. Das gestrige „harami“-Muster liefert ein erstes Stabilisierungsindiz, so dass eine Erholungsbewegung wahrscheinlicher wird. Als erste Erholungsziele fungieren nun das Tief vom Oktober bzw. das „Brexit“-Pendant bei 1,0848/1,0909 USD. |
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EUR/USD (Daily)
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