| 11.900er-Unterstützung im Feuer |
| Und der DAX® bewegt sich doch! Leider – für viele Investoren – entfaltete sich die
wieder entdeckte Volatilität gestern auf der Unterseite. So steht im Tageschart ein
sog. „bearish engulfing“ zu Buche, welche den Kerzenkörper vom Wochenauftakt vollständig
umschließt. Da die deutschen Standardwerte darüber hinaus in Schlagdistanz zu ihrem
Tagestief (11.938 Punkten) aus dem Handel gingen und der MACD ein frisches Ausstiegssignal
generiert hat, erwarten wir heute eine Belastungsprobe der wichtigen Unterstützungszone
bei rund 11.900 Punkten. Auf diesem Niveau bilden die jüngsten Verlaufstiefs bei rund
11.920 Punkten zusammen mit dem Januarhoch bei 11.893 Punkten sowie dem Aufwärtsgap
vom 1. März (11.914 zu 11.854 Punkten) eine massive charttechnische Bastion. Abgerundet
wird die Kumulationszone durch die nur knapp darunter verlaufende 38-Tages-Linie (akt.
bei 11.845 Punkten). Fällt das beschriebene Haltecluster – möglicherweise im Gleichklang
mit der Entwicklung beim S&P 500® (siehe Analyse unten) – droht beim DAX® eine Ausdehnung
der jüngsten Verschnaufpause in Richtung des Auffangbereichs bei rund 11.700 (Hoch
vom 11. Januar bzw. Tiefs vom 17. und 24. Februar). |
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DAX® (Daily) |
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| Erster 1%-Rutsch seit Oktober |
| Vor einigen Wochen hatten wir die geringen Tagesschwankungsbreiten und die niedrige
Volatilität beim S&P 500® unter die Lupe genommen (siehe „Daily Trading“ vom 24. Februar).
Gestern war es dann soweit: Die amerikanischen Standardwerte mussten erstmals seit
dem 11. Oktober einen Kursrutsch von mehr als 1 % hinnehmen. Aus charttechnischer
Sicht rückt damit eine bedeutende Haltezone in den Fokus. So bildet die Parallele
(akt. bei 2.357 Punkten) zum Aufwärtstrend seit Juni 2016 den Auftakt zu einem massiven
Unterstützungscluster, welches sich zusätzlich aus dem Tief vom 9. März bei 2.355
Punkten sowie der 38-Tages-Linie (akt. bei 2.343 Punkten) speist. Bei einem Rutsch
unter die angeführte Bastion wäre gleichzeitig ein kleines Mini-Doppeltopp vervollständigt,
aus dem sich ein Abschlagspotenzial von 45 Punkten ableiten ließe. Auch die quantitativen
Indikatoren betonen den derzeit bestehenden Konsolidierungsbedarf. Zwar hat der RSI
seine überkaufte Situation abgebaut, strebt allerdings dynamisch nach Süden. Parallel
dazu ist der Abstand der aktuellen Notierung zur 200-Tages-Linie (akt. bei 2.205 Punkten)
weiterhin historisch hoch, während der MACD ein intaktes Ausstiegssignal ausweist. |
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S&P 500® (Daily) |
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| Die Kurve bekommen? |
| Der US-T-Note-Future, der sich vom Frühjahr 2014 bis Sommer 2016 in einem soliden
Aufwärtsmodus befand, musste zuletzt eine schwierige Situation meistern. Nach dem
Bruch der Kombination aus der 200-Wochen-Linie (akt. bei 127 07/32) und dem Haussetrend
seit April 2014 (akt. bei 128 01/32) drohte das US-Rentenbarometer zuletzt zwei Mal
unter das Tief vom 4. April 2014 (122 23/32) zurückzufallen. Eine entsprechende Weichen¬stellung
hätte das technische Bild spürbar eingetrübt und wohl weitere kräftige Kursverluste
nach sich gezogen. Jüngst gelang allerdings eine Stabilisierung, die mit frischen
Einstiegssignalen bei den quantitativen Indikatoren einherging. Allerdings müsste
das Rentenbarometer die Kombination aus dem Tief vom Januar 2016 sowie dem jüngsten
Erholungshoch bei 125 15/32 bzw. 125 22/32 überwinden, um einen klassischen Doppelboden
zu vervollständigen (siehe Chart). Lohn der Mühen wäre im Erfolgsfall ein kalkulatorisches
Anschlusspotential bis in den Bereich der Marke von rund 128, wo derzeit auch der
o. g. ehemalige Aufwärtstrend verläuft. |
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10 Year T-Note Future (Weekly) |
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