| Abwärtsgap vermiest die Stimmung |
| Während sich in den Vortagen eine gewisse Tristesse am Aktienmarkt breitgemacht hat, musste der DAX® gestern klein beigeben und trat den Rückzug an. Mit einem Abwärtsgap (obere Gapkante bei 10.503 Punkten) wurde eine negative Weichenstellung vollzogen, so dass das Augenmerk in den kommenden Tagen eher auf die Unterseite gerichtet sein sollte. Diese Aussage wird durch das frische Ausstiegssignal des Stochastik untermauert. Auch der MACD ist unter seine Triggerlinie gerutscht. Damit haben die Bären derzeit die besseren Karten in der Hand. Weiter eintrüben würde sich das Bild vor allem bei einem Unterschreiten des alten Abwärtstrends seit April 2015 (akt. bei 10.250 Punkten) und der 200-Tages-Linie (akt. bei 10.016 Punkten). In diesem Szenario wäre im Anschluss ein Rücksetzer in Richtung des Aufwärtstrends seit dem Jahrestief vom Februar (akt. bei 9.664 Punkten) einzukalkulieren, so dass in diesem Fall die Reduzierung bestehender Longpositionen abgebracht erscheint. Allerdings deutet die weiterhin enge Bandbreite der Bollinger Bänder darauf hin, dass sich noch keine neue Trendrichtung ausgebildet hat. Um das zu verhindern, sollte die o. g. Kurslücke zeitnah wieder geschlossen werden. Nur dann kann die wichtige horizontale Widerstandszone bei rund 10.800 Punkten wieder ins Visier genommen werden. |
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DAX® (Daily)
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| Eingetrübte Lage |
| Das Rentenbarometer fiel jüngst unter die 38-Wochen-Linie (akt. bei 164,88) und den flachen Aufwärtstrend seit März (auf Wochenbasis akt. bei 163,74) zurück. Die nächste relevante Unterstützungsmarke findet sich in Form des Tiefs vom 13. September dabei erst wieder bei 162,56. Wichtiger dürfte dann aber vor allem die Kombination aus dem Tief vom März und dem ehemaligen Allzeithoch vom April 2015 bei 160,81/69 sein, die als wichtige Bastion gegen einen weitergehenden Kursverfall fungiert. Die technischen Indikatoren haben sich zuletzt eingetrübt: So notieren sowohl der Stochastik als auch der MACD unter ihren jeweiligen Triggerlinien, wobei der Oszillator durchaus noch Spielraum für zusätzliche Kursverluste bietet. Zuvor waren bereits negative Divergenzen aufgefallen. Anleger sollten daher eine Reduzierung ihrer Longpositionen ins Auge fassen. Erst eine Rückeroberung der beschriebenen Haltepunkte würde die technische Ausgangslage wieder etwas verbessern. Um von einer Entspannung zu sprechen, müsste indes das jüngste Verlaufshoch bei 166,36 überwunden werden. Dann hätte der Euro-BUND-Future nämlich auch die Glättungslinien der letzten 38 bzw. 90 Tage (akt. bei 165,48 bzw. 166,13) zurückerobert. |
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Euro-BUND-Future (Kontrakt Dez 16) (Weekly)
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| Kritische Phase |
| Beim US-T-Bond-Future haben sich die Wolken am Perspektivhimmel in den letzten Wochen ebenfalls verdunkelt. Dabei wurde nach dem Unterschreiten des Aufwärtstrends seit Ende 2015 (akt. bei 172 19/32) jüngst auch der dominante Haussetrend seit Ende 2013 (akt. bei 165 06/32) verletzt. Bestätigt sich diese Weichenstellung, müssten sich Anleger auf weiter rückläufige Notierungen einstellen. Dabei fungiert zunächst die Kombination aus dem Tief vom 26. April 2016 (160 31/32) und der 90-Wochen-Linie (akt. bei 160 08/32) als Anlaufmarke auf der Unterseite, bevor diverse Hoch- und Tiefpunkte aus den Jahren 2012 bis 2015 zwischen gut 153 und knapp 150 einen wichtigen Unterstützungsbereich ausgeprägt haben. Bei den technischen Indikatoren notieren Stochastik und MACD unterhalb ihrer Triggerlinien, wobei sich der Stochastik zunehmend dem überverkauften Bereich annähert. Das lässt die Rentenbullen darauf hoffen, dass es nicht so schlimm kommt wie oben beschrieben. Um jedoch das Ruder herumzureißen, muss der US-T-Bond-Future unbedingt das alte Rekordhoch vom April 2015 bei 166 27/32 zurückerobern. Knapp darüber verläuft dann auch die 38-Wochen-Linie (akt. bei 167 16/32), deren Überwinden den Weg gen Norden in Richtung der Hochpunkte jenseits von 170 wieder freigeben würde. |
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US-T-Bond-Future (Weekly)
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