13.03.2017 09:00
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DAX® - Am Nachmittag verließ die Marktteilnehmer der Mut

Am Nachmittag verließ die Marktteilnehmer der Mut
Wie an den anderen beiden Tagen zuvor versuchte der DAX® auch zum Wochenabschluss die Marke von 12.000 Punkten zurückerobern. Letztlich war der Angriff auf die runde Marke allerdings nicht von Erfolg gekrönt. Beim Blick auf den Wochenchart des Aktienbarometers stechen zwei Aspekte hervor: Zum einen Verblieb die Handelsspanne in den fünf zurückliegenden Handelstagen innerhalb des Pendants der Vorwoche („inside week“), zum anderen fiel – passend zu diesem Phänomen – die Handelsspanne mit gerade einmal 150 Punkten in der letzten Woche mehr als übersichtlich aus. Traditionell können Anleger bei einem solchen Innenstab eine prozyklische Positionierung im Ausbruchsfall in Erwägung ziehen. In diesem Kontext würde ein Anstieg über die letzten beiden Wochenhochs bei 12.067/83 Punkten für neuen Schwung auf dem Weg zum bisherigen Rekordhoch bei 12.391 Punkten sorgen. Andererseits unterstreicht das jüngste Wochentief bei 11.918 Punkten nochmals die Bedeutung der zuletzt bereits mehrfach angeführten Haltezone aus den jüngsten Verlaufstiefs, dem Hoch vom 26. Januar bei 11.893 Punkten und der Aufwärtskurslücke vom 1. März (11.914 zu 11.854 Punkten).
 
 
  DAX® (Daily)  
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Kursziel erreicht – was nun?
Die amerikanischen Standardwerte haben jüngst das im Jahresausblick diskutierte Zielcluster bei 2.350/2.400 Punkten erreicht – abgeleitet aus der Höhe der großen Schiebezone von 1996 bis 2013 sowie der kleineren Tradingrange zwischen 1.800 Punkten und gut 2.100 Punkten. Seither gönnt sich der S&P 500® eine kleine Verschnaufpause, die sehr gut zu den beiden meistbeachtesten Zyklen passt. Sowohl der US-Präsidentschafts- als auch der Dekadenzyklus legen im März ein moderates Luftholen nahe, bevor im April dann die saisonal beste Phase des Jahres eingeläutet wird. Dass die Bäume kurzfristig nicht mehr in den Himmel wachsen, signalisieren auch die quantitativen Indikatoren. So ist beispielsweise der MACD dem Beispiel des RSI gefolgt und hat jüngst ein neues Ausstiegssignal geliefert. In unserer letzten Analyse des Aktienbarometers hatten wir zudem auf den historisch großen Abstand zur 200-Tages-Linie (akt. bei 2.195 Punkten) hingewiesen. Die von uns favorisierte Atempause dürfte allerdings moderat ausfallen. Einen Fingerzeig in diese Richtung liefert zumindest die aktuelle Sentimenterhebung der American Association of Individual Investors (AAII; Fortsetzung siehe unten).
 
 
  S&P 500® (Quarterly)  
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Auf eine milde Konsolidierung folgen neue Hochs
Schließlich hat der Anteil der Bullen unter den US-Privatanlegern (30 %) in der abgelaufenen Woche deutlich abgenommen, während das Lager der Pessimisten jüngst einen deutlichen Zulauf (46,5 %) erfuhr. Nicht nur, dass damit wieder ein signifikant höherer Anteil an Privatanlegern die zukünftige Marktentwicklung skeptisch sieht, sondern das Sentiment kommt weiterhin bei jedem kleineren Innehalten spürbar zurück. Aufgrund dieses Verhaltensmusters liegt unverändert kein überbordender Optimismus vor, worin wir nach wie vor einen marktunterstützenden Faktor sehen. Die bisher eher abstrakte Analyse des S&P 500® möchten wir im Folgenden mit etwas mehr Leben – sprich charttechnischen Marken – füllen. Die Parallele (akt. bei 2.349 Punkten) zum Aufwärtstrend seit Juni vergangenen Jahres definiert die nächste Unterstützung, ehe die 38-Tages-Linie (akt. bei 2.325 Punkten) ins Blickfeld rückt. Mit dem saisonalen Rückenwind erwarten wir ab April für die amerikanischen Standardwerte sogar nochmals neue Rekordstände jenseits der Marke von 2.401 Punkten. Aber Achtung und zur Erinnerung: Wir erwarten einen zweigeteilten Aktienjahrgang 2017 mit deutlichen Rückschlagsgefahren ab August.
 
 
  S&P 500® (Daily)  
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Einen Bilderbuchverlauf ...
… nimmt derzeit der Chart der europäischen Standardwerte. Während der im letzten Quartal 2016 vervollständigte Doppelboden bzw. der im Anschluss gebrochene Abwärtstrend seit April 2015 unverändert als langfristige Katalysatoren fungieren, gesellt sich mit dem Sprung über die Widerstandszone aus verschiedenen Hoch- und Tiefpunkten bei gut 3.300 Punkten jüngst zudem eine kurzfristig positive Weichenstellung hinzu. Da auch die trendfolgenden Indikatoren MACD und Aroon freundlich zu interpretieren sind – und zwar in allen von uns betrachteten Zeitebenen (Tag, Woche, Monat) –, dürfte der Euro Stoxx 50® in den nächsten Wochen tatsächlich Kurs auf den seit dem Jahr 2000 dominierenden Baissetrend (auf Wochenbasis akt. bei 3.554 Punkten) nehmen. Auf dem Weg in diese Region definiert das Hoch von Ende November 2015 bei 3.524 Punkten ein wichtiges Zwischenziel. Knapp oberhalb des angeführten langfristigen Abwärtstrends besteht in Form des Abwärtsgaps vom August 2015 bei 3.580/3.602 Punkten eine weitere bedeutende Widerstandszone. Unter Risikogesichtspunkten können Anleger den Stopp für bestehende Engagements auf das Niveau der neuen Ausbruchsmarken bei rund 3.300 Punkten nachziehen.
 
 
  EURO STOXX 50® (Daily)  
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