| Blick Richtung Süden |
| Im Zeitraffer haben die deutschen Standardwerte gestern nochmals die wesentlichen Aussagen der letzten Tage untermauert. Schließlich ging es für den DAX® nach einer schwachen Eröffnung nochmals bis 10.078 Punkten nach oben, ehe am Nachmittag eine vollständige Rolle rückwärts – inklusive eines neuen Tagestiefs (9.838 Punkten) – vollzogen wurde. Damit lieferte das Aktienbarometer einen erneuten Beweis für die Relevanz der Barrieren bei rund 10.100/200 Punkten. Zur Erinnerung: Auf diesem Niveau bilden diverse Hoch- und Tiefpunkte, ein Fibonacci-Cluster aus zwei unterschiedlichen Retracements, die 200-Tages-Linie (akt. bei 10.182 Punkten) sowie der vor gut einem Jahr etablierte Baissetrend (akt. bei 10.192 Punkten) eine idealtypische Kumulationszone. Erwartungsgemäß hat sich das beschriebene Barrierenbündel als zu hohe Hürde erwiesen. Der gestrige „shooting star“ unterstreicht vielmehr, dass Anleger unverändert Vorsicht walten lassen sollten. Die nächste Unterstützung wird dabei durch das „swing low“ vom Freitag vergangener Woche bei 9.737 Punkten definiert. |
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DAX® (Daily)
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| Neues Verlaufstief |
| Bereits am 26. April sprachen wir in Bezug auf die Netflix-Aktie von „aufkommender Höhenangst“. Kernargument waren dabei das Unterschreiten der 200-Tages-Linie (akt. bei 105,73 USD) sowie die Mitte April gerissene Abwärtskurslücke (106,02 USD zu 101,37 USD). Der gestrige Handelstag mit seinem neuen Verlaufstief signalisiert, dass der Druck auf den Technologietitel weiter hoch bleiben dürfte. Ein wichtiges Indiz liefert in diesem Zusammenhang auch der MACD. So ist der Trendfolger jüngst an seiner Signallinie nach unten abgeprallt und scheint nun wieder Fahrt nach Süden aufzunehmen („bullish failure“). In der Vergangenheit war dieses Phänomen oftmals ein Vorbote für eine weitere Verkaufsbereitschaft. Der nächste neuralgische Punkt im Chartverlauf wird durch das Februartief bei 79,95 USD definiert. Kann dieses Level, welches gut mit dem 61,8%-Fibonacci-Retracement des Aufwärtsimpulses seit Januar 2015 (78,88 USD) harmoniert, nicht verteidigt werden, müssten Investoren die Kursentwicklung des letzten Jahres sogar als obere Umkehr interpretieren (siehe Chart). |
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Netflix (Daily)
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| Die nächste Breitseite |
| Die TomTailor-Aktie befindet sich in einem klaren Abwärtstrend. Festmachen lässt sich diese Aussage z. B. an der dynamisch fallenden 200-Tages-Linie (akt. bei 5,31 EUR) oder an dem steilen, seit März 2015 bestehenden Abwärtstrend (akt. bei 5,30 EUR). In die gleiche Kerbe schlägt die aktuelle Positionierung des Titels im „HSBC Trendkonpass“. So notieren derzeit sowohl die relative Stärke als auch das Momentum der letzten vier Wochen klar unterhalb des Schwellenwertes von 1. Zu diesen negativen Rahmenbedingungen gesellt sich aus charttechnischer Sicht die Auflösung der seit Mitte Dezember ausgeprägten Dreiecksformation (siehe Chart). Sollte jetzt auch noch die Haltezone aus den verschiedenen Tiefs bei rund 4 EUR fallen, müssen Anleger von einem Wiedersehen mit dem Februartief bei 3,63 EUR ausgehen, ehe sogar das Allzeittief bei 3,25 EUR wieder auf die Agenda rückt. Um dagegen den größten Druck von der Aktie zu nehmen, ist zumindest eine Rückkehr in das beschriebene Dreieck (untere Begrenzung akt. bei 4,35 EUR) vonnöten. Für den ganz großen Befreiungsschlag ist sogar ein Sprung über den eingangs erwähnten Baissetrend bzw. den gleitenden Durchschnitt notwendig. |
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TOM TAILOR (Daily)
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