| Das große Bild |
| Im Juni und Juli haben die deutschen Standardwerte zum zweiten Mal in diesem Jahr den im März 2009 etablierten Haussetrend (akt. bei 9.405 Punkten) einer Belastungsprobe unterzogen. Da die letzten beiden Monatskerzen jeweils markante Lunten im Bereich der angeführten Trendlinie aufweisen, kann dieser Test als durchaus erfolgreich bezeichnet werden. Dennoch hat die seit April 2015 ?bestehende Korrekturphase weiter Bestand. Um dies zu ändern, bedarf es eines Sprungs über den Abwärtstrend seit April 2015 (akt. bei 10.511 Punkten). Da diese Trendlinie in perfekter Weise mit der großen Kurslücke vom ersten Handelstag des Jahres bei 10.474/10.743 Punkten zusammenfällt, kann die Bedeutung dieser Kumulationszone gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Gelingt dem DAX® der Befreiungsschlag, wäre die beschriebene Konsolidierung der letzten 15 Monate letztlich als trendbestätigende Flagge zu interpretieren. Es ist zwar ein hartes Stück Arbeit bis es soweit ist, aber im Erfolgsfall rückt langfristig sogar das bisherige Allzeithoch bei 12.391 Punkten wieder auf die Agenda. |
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DAX® (Monthly)
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| Vor großem Befreiungsschlag? |
| Das Chartbild des Stoxx Europe 600 Technology präsentiert sich derzeit hochspannend. Die letzten Kursabschwünge liefen jeweils im Bereich der 38-Monats-Linie (akt. bei 315 Punkten) aus. Dies nährt die Hoffnung, dass die gesamte Verschnaufpause seit April 2015 unter dem Strich konstruktiven Charakter besitzt. Schließlich kann das seitherige Kräftesammeln als klassisches Dreieck? und damit als Konsolidierungsmuster interpretiert werden. Vor diesem Hintergrund würde ein Bruch des entsprechenden Korrekturtrends (akt. bei 366 Punkten) für neuen Schwung sorgen. Und zwar im doppelten Sinne, denn das Hoch vom Herbst 2007 bei 355 Punkten bildet zusammen mit den beiden Pendants der jüngeren Vergangenheit die Nackenzone einer riesigen Bodenbildung (siehe Chart). D. h. ein Sprung über diese Hürden würde das Platzen der Technologieblase zu Beginn des Jahrtausends endgültig vergessen machen. Interessant ist dabei, dass auch der Ratio-Chart im Vergleich zum Stoxx Europe 600 mittlerweile eine Bodenbildung in Form eines "rounding bottoms" zeigt. Im Erfolgsfall markiert die Parallele (akt. bei 422 Punkten) zum Aufwärtstrend seit 2009 das nächste Etappenziel. |
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STOXX® 600 Technology (Monthly)
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| Risikomanagement rückt in den Vordergrund |
| Trends bestehen oftmals sehr viel länger als sich das Investoren zunächst vorstellen können. Genau diesen Aspekt versucht sich die technische Analyse mit ihrem trendfolgenden Charakter zu Nutze zu machen. Der Chartverlauf der Nvidia-Aktie gibt derzeit ein perfektes Beispiel für diese Einleitung ab. So diente das neue Allzeithoch jenseits der Marke von 39,67 USD als Signalgeber für einen prozyklischen Einstieg auf der Longseite (siehe "Daily Trading" vom 24. Mai). Mittlerweile hat der Technologietitel sogar den Ende 2008 etablierten Haussetrendkanal (obere Begrenzung akt. bei 51,25 USD) nach Norden verlassen. Der Aufwärtstrend ist also absolut intakt und hat jüngst sogar nochmals eine Dynamisierung erfahren. Dennoch lässt sich ein kleines Haar in der Suppe ausmachen: So ist der RSI mittlerweile in allen von uns betrachteten Zeitebenen heiß gelaufen. Während Werte von 87 bzw. knapp 85 im Monats- und Wochenbereich ihresgleichen suchen, zeigt der Oszillator auf Tagesbasis inzwischen eine negative Divergenz. Vor diesem Hintergrund gewinnt das Stoppmanagement an Bedeutung. Als Absicherung bietet sich die obere Kanalbegrenzung an, die exakt mit der Kurslücke von Mitte Juli bei 51,52/51,09 USD im Wochenchart zusammenfällt. |
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NVIDIA Corp. (Monthly)
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