DAX® - Das große Bild
Das große Bild
Das lange Pfingstwochenende haben wir für eine grundsätzliche Bestandsaufnahme der charttechnischen Situation beim DAX® anhand des längerfristigen Wochencharts genutzt. In der Rückspiegelbetrachtung kann das Märztief bei 8.256 Punkten als schmerzhafter, aber letztlich doch lehrbuchmäßiger Pullback an die alten Ausbruchsmarken in Form der Rekordhochs aus den Jahren 2000 und 2007 bei 8.152/36 Punkten interpretiert werden. Im Zusammenspiel mit dem langfristigen Durchschnitt der letzten 200 Monate (akt. bei 8.099 Punkten) entsteht hier eine „worst case“-Rückzugszone. Anschließend kam es beim DAX® zu einer dynamischen Erholung. Einer alten Tradingweisheit zu Folge, können Investoren mehr aus der anschließenden Gegenbewegung als aus der vorangegangen Korrektur lernen. Vor diesem Hintergrund ist die Dynamik der Aufwärtsreaktion seit Mitte März ein gutes Zeichen. Charttechnisch war die Rückeroberung des 2018er-Tiefs bei knapp 10.300 Punkten von immenser Bedeutung, denn dadurch wurde die vorangegangene Topformation negiert (siehe Chart). Auf der Indikatorenseite kommt ein neues Kaufsignal seitens des Wochen-MACD hinzu. Zuvor war der Trendfolger auf den niedrigsten Stand der DAX®-Historie seit 1988 gefallen (Fortsetzung siehe unten).
DAX® (Weekly)

Das Undenkbare denken
Mit anderen Worten: Das positive MACD-Schnittmuster entsteht auf historisch niedrigem Niveau. Weit entfernt von der Nulllinie generierte Signale besitzen eine besondere Aussagekraft und verdienen deshalb eine besondere Beachtung. Diese Extremkonstellation auf Indexebene treffen Investoren derzeit auch bei einer Reihe von DAX®-Einzelwerten an. Aktuell stößt das Aktienbarometer nun auf eine wichtige Widerstandszone. Das 61,8%-Fibonacci-Retracement des Baisseimpulses von Februar/März (11.679 Punkte) markiert dabei den Auftakt zu einem Barrierenbündel, welches sich über verschiedene Hoch- und Tiefpunkte bei rund 11.700 Punkten bis zu zwei wichtigen Glättungslinien bei gut 12.000 Punkten erstreckt. Aktuell besteht das Phänomen, dass bei den deutschen Standardwerten die Durchschnitte der letzten 200 Wochen und 200 Tage (akt. bei 12.026/12.105 Punkten) fast deckungsgleich sind. Charttechnisch markieren die „doppelten Durchschnitte“ ein dickes Brett, so dass ein Kräftesammeln in diesem Dunstkreis Anleger nicht überraschen sollte. Doch das Überwinden der 200-Wochen- bzw. der 200-Tages-Linie bietet auch eine enorme Chance: So würde dieser Befreiungsschlag die Dürreperiode vom Frühjahr endgültig vergessen machen!
DAX® (Weekly)

Marktbreite deutlich verbessert
In regelmäßigen Abständen überprüfen wir die grundsätzliche Marktverfassung für die drei großen Anlageregionen Deutschland, Europa, USA anhand dreier technischer Kriterien (Momentum, 200-Tages-Linie, Relative Stärke nach Levy). Damit sind wir bei einer der wichtigsten Stärken der Technischen Analyse, denn mit den vorgestellten objektiven Maßstäben lässt sich schnell eine Vielzahl von Einzelwerten untersuchen. Bei einem positiven Momentum, einem Kurs oberhalb des langfristigen Durchschnitts bzw. einem RSL-Koeffizienten größer 1 geht der Techniker von einem Aufwärtstrend aus. Während in Deutschland die 160 Werte aus DAX®, MDAX® und SDAX® auf den Prüfstand gestellt werden, sind es in Europa die Titel des Stoxx Europe 600 und in den USA die Mitglieder des S&P 500®. Die nebenstehende Tabelle ist wie folgt zu lesen: Von den 160 deutschen Standardwerte weisen fast 87 % ein positives Momentum in den letzten 50 Tagen auf. Bei den längerfristigen Maßstäben „200-Tages-Linie“ bzw. „RSL“ fällt die Bilanz mit jeweils 37,5 % zwar (noch) verhaltener aus, doch im Vergleich zur Situation Anfang Mai hat hier eine deutliche Verbesserung stattgefunden (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 6. Mai; Fortsetzung siehe unten).
DAX® (Daily)

Marktbreiteimpuls?
Gemessen an den drei vorgestellten, objektiv überprüfbaren Kriterien fällt die Marktbreite in Europa – vor allem bei den beiden längerfristigen Maßstäben – etwas dürftiger aus. Schließlich befindet sich von den Einzelwerten des Stoxx Europe 600 lediglich ein Viertel in einer Haussephase (siehe Tabelle). Doch auch hier kam es in den letzten Wochen zu einer Aufhellung der Gesamtsituation. Mit Blick über den „großen Teich“ dürfte der größte „Aha-Effekt“ für Anleger sein, dass sich die grundsätzliche Marktverfassung nicht spürbar von der Ausgangslage in Deutschland abhebt. Im Gegenteil: Die Marktbreite der deutschen Standardwerte gestaltet sich sogar etwas besser als beim S&P 500®. Per Saldo hat sich die grundsätzliche Marktverfassung in allen drei Anlageregionen von den absoluten „disstressed“-Werten von Mitte März sowie von den immer noch niedrigen Prozentsätzen von Anfang Mai deutlich erholen können. Während das Momentum bereits wieder eine Haussephase signalisiert, besteht bei den Kriterien „GD200“ und „RSL“ noch Raum für weitere Verbesserungen. Insgesamt eine gute Ausgangsbasis für die Aktienmärkte, zumal die nachhaltige Verbesserung der Marktbreite der letzten Wochen auf einen „Marktbreiteimpuls“ hoffen lässt.
S&P 500® (Daily)

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Das lange Pfingstwochenende haben wir für eine grundsätzliche Bestandsaufnahme der charttechnischen Situation beim DAX® anhand des längerfristigen Wochencharts genutzt. In der Rückspiegelbetrachtung kann das Märztief bei 8.256 Punkten als schmerzhafter, aber letztlich doch lehrbuchmäßiger Pullback an die alten Ausbruchsmarken in Form der Rekordhochs aus den Jahren 2000 und 2007 bei 8.152/36 Punkten interpretiert werden. Im Zusammenspiel mit dem langfristigen Durchschnitt der letzten 200 Monate (akt. bei 8.099 Punkten) entsteht hier eine „worst case“-Rückzugszone. Anschließend kam es beim DAX® zu einer dynamischen Erholung. Einer alten Tradingweisheit zu Folge, können Investoren mehr aus der anschließenden Gegenbewegung als aus der vorangegangen Korrektur lernen. Vor diesem Hintergrund ist die Dynamik der Aufwärtsreaktion seit Mitte März ein gutes Zeichen. Charttechnisch war die Rückeroberung des 2018er-Tiefs bei knapp 10.300 Punkten von immenser Bedeutung, denn dadurch wurde die vorangegangene Topformation negiert (siehe Chart). Auf der Indikatorenseite kommt ein neues Kaufsignal seitens des Wochen-MACD hinzu. Zuvor war der Trendfolger auf den niedrigsten Stand der DAX®-Historie seit 1988 gefallen (Fortsetzung siehe unten).
Das Undenkbare denken
Mit anderen Worten: Das positive MACD-Schnittmuster entsteht auf historisch niedrigem Niveau. Weit entfernt von der Nulllinie generierte Signale besitzen eine besondere Aussagekraft und verdienen deshalb eine besondere Beachtung. Diese Extremkonstellation auf Indexebene treffen Investoren derzeit auch bei einer Reihe von DAX®-Einzelwerten an. Aktuell stößt das Aktienbarometer nun auf eine wichtige Widerstandszone. Das 61,8%-Fibonacci-Retracement des Baisseimpulses von Februar/März (11.679 Punkte) markiert dabei den Auftakt zu einem Barrierenbündel, welches sich über verschiedene Hoch- und Tiefpunkte bei rund 11.700 Punkten bis zu zwei wichtigen Glättungslinien bei gut 12.000 Punkten erstreckt. Aktuell besteht das Phänomen, dass bei den deutschen Standardwerten die Durchschnitte der letzten 200 Wochen und 200 Tage (akt. bei 12.026/12.105 Punkten) fast deckungsgleich sind. Charttechnisch markieren die „doppelten Durchschnitte“ ein dickes Brett, so dass ein Kräftesammeln in diesem Dunstkreis Anleger nicht überraschen sollte. Doch das Überwinden der 200-Wochen- bzw. der 200-Tages-Linie bietet auch eine enorme Chance: So würde dieser Befreiungsschlag die Dürreperiode vom Frühjahr endgültig vergessen machen!
Marktbreite deutlich verbessert
In regelmäßigen Abständen überprüfen wir die grundsätzliche Marktverfassung für die drei großen Anlageregionen Deutschland, Europa, USA anhand dreier technischer Kriterien (Momentum, 200-Tages-Linie, Relative Stärke nach Levy). Damit sind wir bei einer der wichtigsten Stärken der Technischen Analyse, denn mit den vorgestellten objektiven Maßstäben lässt sich schnell eine Vielzahl von Einzelwerten untersuchen. Bei einem positiven Momentum, einem Kurs oberhalb des langfristigen Durchschnitts bzw. einem RSL-Koeffizienten größer 1 geht der Techniker von einem Aufwärtstrend aus. Während in Deutschland die 160 Werte aus DAX®, MDAX® und SDAX® auf den Prüfstand gestellt werden, sind es in Europa die Titel des Stoxx Europe 600 und in den USA die Mitglieder des S&P 500®. Die nebenstehende Tabelle ist wie folgt zu lesen: Von den 160 deutschen Standardwerte weisen fast 87 % ein positives Momentum in den letzten 50 Tagen auf. Bei den längerfristigen Maßstäben „200-Tages-Linie“ bzw. „RSL“ fällt die Bilanz mit jeweils 37,5 % zwar (noch) verhaltener aus, doch im Vergleich zur Situation Anfang Mai hat hier eine deutliche Verbesserung stattgefunden (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 6. Mai; Fortsetzung siehe unten).
Marktbreiteimpuls?
Gemessen an den drei vorgestellten, objektiv überprüfbaren Kriterien fällt die Marktbreite in Europa – vor allem bei den beiden längerfristigen Maßstäben – etwas dürftiger aus. Schließlich befindet sich von den Einzelwerten des Stoxx Europe 600 lediglich ein Viertel in einer Haussephase (siehe Tabelle). Doch auch hier kam es in den letzten Wochen zu einer Aufhellung der Gesamtsituation. Mit Blick über den „großen Teich“ dürfte der größte „Aha-Effekt“ für Anleger sein, dass sich die grundsätzliche Marktverfassung nicht spürbar von der Ausgangslage in Deutschland abhebt. Im Gegenteil: Die Marktbreite der deutschen Standardwerte gestaltet sich sogar etwas besser als beim S&P 500®. Per Saldo hat sich die grundsätzliche Marktverfassung in allen drei Anlageregionen von den absoluten „disstressed“-Werten von Mitte März sowie von den immer noch niedrigen Prozentsätzen von Anfang Mai deutlich erholen können. Während das Momentum bereits wieder eine Haussephase signalisiert, besteht bei den Kriterien „GD200“ und „RSL“ noch Raum für weitere Verbesserungen. Insgesamt eine gute Ausgangsbasis für die Aktienmärkte, zumal die nachhaltige Verbesserung der Marktbreite der letzten Wochen auf einen „Marktbreiteimpuls“ hoffen lässt.
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