| Die 10.100 muss halten |
| Am Dienstag gab der DAX® nach und rutschte im Handelsverlauf unter die Kombination aus dem ehemaligen Baissetrend seit April 2015 (akt. bei ca. 10.286 Punkten) und der 200-Tages-Linie (akt. bei rund 10.269 Punkten), die wir gestern als nächste Haltezone für das Aktienbarometer anführten. Größere Abwärtsimpulse sind indes erst bei dem von uns bereits häufiger benannten Schlüsselereignis, dem Fall unter die 10.100 Punkte, zu befürchten. Anleger sollten diese Marke daher weiter als Absicherung im Hinterkopf behalten. Auf diesem Level bilden diverse alte Hoch- und Tiefpunkte zusammen mit einem Fibonacci-Cluster aus zwei unterschiedlichen Retracements sowie der Nackenlinie einer inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation eine massive Unterstützungszone. Kann der DAX® diese Marke verteidigen, bleiben die Perspektiven für das Aktienbarometer weiter konstruktiv. Den massiven Widerstand in Form der großen Kurslücke vom ersten Handelstag des Jahres bei 10.486/743 Punkten ließen die deutschen Standardwerte zwar bislang unangetastet, ein Test dieser Bastion scheint in diesem Fall aber nur eine Frage der Zeit. |
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DAX® (Daily)
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| Die Luft wird dünner |
| Den langfristigen Monatschart des Euro-BUND-Future halten wir derzeit für sehr spannend. Während der zugrunde liegende Haussetrend nach wie vor absolut intakt ist, zeigen sich aktuell aber auch verschiedene Belastungsfaktoren. So lagen beispielsweise zwischen dem Februarhoch bei 166,63 – gleichbedeutend mit dem bisherigen Allzeithoch – und dem Pendant vom März lediglich 4 Ticks, so dass ein sog. „tweezer top“ entstand. Dieses Candlestickumkehrmuster zeugt davon, dass der Aufwärtstrend seit Sommer 2008 mittlerweile einen recht hohen Reifegrad besitzt. In die gleiche Kerbe schlagen derzeit die quantitativen Indikatoren RSI und MACD, die bereits seit Längerem negative Divergenzen aufweisen, indem die letzten Rekordstände im eigentlichen Chartverlauf nicht mehr durch entsprechende Indikatorenpendants bestätigt wurden. In dieser Gemengelage sollten Anleger die Parallele (akt. bei 162,39) zum o. g. Haussetrend beachten. Schließlich würde ein nachhaltiger Rückfall in diesen Aufwärtstrendkanal für deutlichen Korrekturbedarf sorgen, so dass dann die ehemaligen Hochstände bei rund 160 nur Durchgangsstationen auf dem Weg nach Süden darstellen dürften. |
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Euro-BUND-Future (Monthly)
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| RSI als Frühwarnsystem |
| Im zweiten Schritt möchten wir auch das Spiegelbild des Euro-BUND-Future – nämlich die 10-jährige Rendite Deutschland auf den Prüfstand – stellen. Die „outside candle“ von Mitte April, welche gleichzeitig ein „bullish engulfing“ bildete (siehe „Daily Trading“ vom 15. April), hat den erwarteten Zinsanstieg gebracht. Dank dieser Entwicklung arbeitet der RSI an der „bullishen“ Auflösung der im Verlauf des Oszillators bestehenden Korrekturflagge (siehe Chart) und auch beim trendfolgenden MACD steht ein positives Schnittmuster bevor. In der Summe stehen die Zeichen unseres Erachtens auf einer Fortsetzung der jüngsten Aufwärtsreaktion. Als mögliche Zielmarke bietet sich dabei die Kumulationszone bei rund 0,45 % an. Auf diesem Niveau bilden diverse Hoch- und Tiefpunkte in Verbindung mit einem Fibonacci-Cluster aus zwei unterschiedlichen Retracements (0,43 % bzw. 0,45 %), der 38-Wochen-Linie (akt. ebenfalls bei 0,45 %) sowie dem seit Juni 2015 bestehenden Korrekturtrend (akt. bei 0,48 %) ein extrem wichtiges Barrierenbündel. Wenngleich derzeit noch Zukunftsmusik, so würde bei einem Sprung über die angeführten Hürden, die aktuell laufende untere Umkehr doch deutlich an Konturen gewinnen. |
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10-jährige Rendite Deutschland (Weekly)
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