DAX® - Die großen Taktgeber
Die großen Taktgeber
Der Versuch, die 11.000er-Marke zu Wochenbeginn zurückzuerobern, schlug gestern fehl. Insgesamt ist der DAX® verhalten in die neue Handelswoche gestartet. Letztlich bleibt das Aktienbarometer auf der Oberseite „gedeckelt“ und nach unten hin gut unterstützt. Als wichtige Widerstände dienen dabei unverändert ein Fibonacci-Level (11.025 Punkte), das Tief vom August vergangenen Jahres (11.266 Punkte) und die verbliebene Abwärtskurslücke vom 9. März (obere Gapkante bei 11.447 Punkte). Die vielzitierte Bastion bei rund 10.300 Punkten definiert hingegen weiterhin die unseres Erachtens entscheidende Schlüsselunterstützung. Hier fallen das 38,2%-Fibonacci-Retracement des Abwärtsimpulses von Februar/März (10.372 Punkte) mit dem 2018er-Tief (10.279 Punkte) sowie den jüngsten Verlaufstiefs bei rund 10.250 Punkten zusammen. Mittlerweile wird die Bedeutung dieses „Taktgebers“ durch die 50-Tages-Linie (akt. bei 10.336 Punkten) noch zusätzlich untermauert. Innerhalb dieser beiden strategischen Leitplanken dürften die deutschen Standardwerte heute kaum verändert in den Tag starten. Perspektivisch stellen das negative Sentiment sowie die Marktbreite unterstützende Faktoren dar.
DAX® (Daily)

Historische Hochstände
Während der Goldpreis in diesem Jahr bisher um knapp 200 USD zulegen konnte, notiert der „kleine Bruder“ über zwei US-Dollar im Minus. Die sich weiter öffnende Schere zwischen den beiden Edelmetallen hinterlässt deutliche Spuren im Gold/Silber-Ratio. So hat das Verhältnis seit Anfang 2020 nochmals deutlich an Aufwärtsdynamik gewonnen. Mit einem Wert von 110 notiert das Ratio der beiden Edelmetalle inzwischen auf einem historischen Hochstand. Im Chartverlauf schlägt sich diese Entwicklung in einer Dynamisierung des seit 2012 bestehenden Haussetrendkanals (obere Begrenzung akt. bei 109) nieder (siehe Chart). Gleichzeitig notiert der RSI tief im überkauften Bereich – genauer gesagt: so hoch wie zuletzt Anfang 1991. Der Oszillator hat in der Vergangenheit oftmals „Spitzen“ im Gold/Silber-Ratio zutreffend angezeigt (vgl. Markierungen im Chart). So gingen beispielsweise die Wendepunkte im bisherigen Verlauf des Jahrtausends in den Jahren 2003, 2008 und 2016 mit einem entsprechenden RSI-Signal einher. Unter antizyklischen, relativen Gesichtspunkten besitzen Silberengagements derzeit also Charme, besonders wenn das Ratio in den o. g. Trendkanal zurückfallen sollte.
Gold/Silber-Ratio (Monthly)

Extreme Indikatorenlage hilft
Nach einer ersten, dynamischen Erholungsbewegung im Anschluss an das Märztief bei 21,12 EUR läuft die Total-Aktie in den letzten Wochen seitwärts. Im längerfristigen Kontext ist diese Entwicklung wichtig, denn dadurch entsteht auf Monatsbasis nach einer Kerze mit markanter Lunte ein Innenstab. Gleichzeitig hat der Öltitel auf deutlich höherem Niveau (29,19 EUR) ein zweites Verlaufstief ausgebildet. Beide Phänomene unterstreichen die aktuellen Stabilisierungstendenzen auf Basis des Jahrtausendtiefs von 2003 bei 27,27 EUR. Dennoch lassen sich auf der Indikatorenseite unverändert absolute Extremwerte identifizieren. So arbeitet beispielsweise der MACD auf historisch niedrigem Niveau an einem neuen Einstiegssignal. Den berühmten Schritt weiter ist derzeit bereits der RSI, denn der Oszillator hat das überverkaufte Terrain bereits wieder verlassen. Gleichzeitig notiert der Abstand zwischen oberem und unterem Bollinger Band (siehe unterer Indikator) auf einem absoluten Rekordlevel. Auf solche „Hoch-Vola-Phasen“ folgte in der Vergangenheit regelmäßig eine Marktberuhigung. In der Konsequenz dürfte bei der Total-Aktie im Frühjahr ein klassischer Ausverkauf stattgefunden haben, so dass ein wichtiger Tiefpunkt gesetzt wurde.
Total (Weekly)

Stay at home: weiterhin gefragt!
Die Netflix-Aktie profitiert unverändert von der gegenwärtigen Situation. In diesem Umfeld hat unser Buy-Trigger in Form eines Anstiegs über die beiden, fast deckungsgleichen Monatshochs vom Februar/März (393/394 USD) seine Wirkung nicht verfehlt (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 9. April). Lohn der Mühen ist tatsächlich ein neues Allzeithoch bei 450 USD. Zusätzlicher Rückenwind kommt nicht nur vom MACD, welcher gerade ein neues Einstiegssignal generiert, sondern auch der Faktor „Saisonalität“ liefert aktuell eine Steilvorlage. Seit dem Börsengang 2006 zählt der Zeitraum von Anfang April bis Mitte Juli zu den saisonal besten Phasen der Netflix-Aktie. Im „uncharted territory“ jenseits des alten Rekordlevels von 423 USD definieren zwei Fibonacci-Projektionen der Atempause von Sommer bis Ende 2018 die nächsten Anlaufziele bei 492 USD bzw. 536 USD. Um die Gefahr eines Fehlausbruchs auf der Oberseite gar nicht erst aufkommen zu lassen, bietet sich der eingangs beschriebene Buy-Trigger als Absicherung an. Unter Risikogesichtspunkten gilt es also, die jüngsten Monatshochs bei 394/393 USD nicht mehr zu unterschreiten.
Netflix (Monthly)

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Der Versuch, die 11.000er-Marke zu Wochenbeginn zurückzuerobern, schlug gestern fehl. Insgesamt ist der DAX® verhalten in die neue Handelswoche gestartet. Letztlich bleibt das Aktienbarometer auf der Oberseite „gedeckelt“ und nach unten hin gut unterstützt. Als wichtige Widerstände dienen dabei unverändert ein Fibonacci-Level (11.025 Punkte), das Tief vom August vergangenen Jahres (11.266 Punkte) und die verbliebene Abwärtskurslücke vom 9. März (obere Gapkante bei 11.447 Punkte). Die vielzitierte Bastion bei rund 10.300 Punkten definiert hingegen weiterhin die unseres Erachtens entscheidende Schlüsselunterstützung. Hier fallen das 38,2%-Fibonacci-Retracement des Abwärtsimpulses von Februar/März (10.372 Punkte) mit dem 2018er-Tief (10.279 Punkte) sowie den jüngsten Verlaufstiefs bei rund 10.250 Punkten zusammen. Mittlerweile wird die Bedeutung dieses „Taktgebers“ durch die 50-Tages-Linie (akt. bei 10.336 Punkten) noch zusätzlich untermauert. Innerhalb dieser beiden strategischen Leitplanken dürften die deutschen Standardwerte heute kaum verändert in den Tag starten. Perspektivisch stellen das negative Sentiment sowie die Marktbreite unterstützende Faktoren dar.
Historische Hochstände
Während der Goldpreis in diesem Jahr bisher um knapp 200 USD zulegen konnte, notiert der „kleine Bruder“ über zwei US-Dollar im Minus. Die sich weiter öffnende Schere zwischen den beiden Edelmetallen hinterlässt deutliche Spuren im Gold/Silber-Ratio. So hat das Verhältnis seit Anfang 2020 nochmals deutlich an Aufwärtsdynamik gewonnen. Mit einem Wert von 110 notiert das Ratio der beiden Edelmetalle inzwischen auf einem historischen Hochstand. Im Chartverlauf schlägt sich diese Entwicklung in einer Dynamisierung des seit 2012 bestehenden Haussetrendkanals (obere Begrenzung akt. bei 109) nieder (siehe Chart). Gleichzeitig notiert der RSI tief im überkauften Bereich – genauer gesagt: so hoch wie zuletzt Anfang 1991. Der Oszillator hat in der Vergangenheit oftmals „Spitzen“ im Gold/Silber-Ratio zutreffend angezeigt (vgl. Markierungen im Chart). So gingen beispielsweise die Wendepunkte im bisherigen Verlauf des Jahrtausends in den Jahren 2003, 2008 und 2016 mit einem entsprechenden RSI-Signal einher. Unter antizyklischen, relativen Gesichtspunkten besitzen Silberengagements derzeit also Charme, besonders wenn das Ratio in den o. g. Trendkanal zurückfallen sollte.
Extreme Indikatorenlage hilft
Nach einer ersten, dynamischen Erholungsbewegung im Anschluss an das Märztief bei 21,12 EUR läuft die Total-Aktie in den letzten Wochen seitwärts. Im längerfristigen Kontext ist diese Entwicklung wichtig, denn dadurch entsteht auf Monatsbasis nach einer Kerze mit markanter Lunte ein Innenstab. Gleichzeitig hat der Öltitel auf deutlich höherem Niveau (29,19 EUR) ein zweites Verlaufstief ausgebildet. Beide Phänomene unterstreichen die aktuellen Stabilisierungstendenzen auf Basis des Jahrtausendtiefs von 2003 bei 27,27 EUR. Dennoch lassen sich auf der Indikatorenseite unverändert absolute Extremwerte identifizieren. So arbeitet beispielsweise der MACD auf historisch niedrigem Niveau an einem neuen Einstiegssignal. Den berühmten Schritt weiter ist derzeit bereits der RSI, denn der Oszillator hat das überverkaufte Terrain bereits wieder verlassen. Gleichzeitig notiert der Abstand zwischen oberem und unterem Bollinger Band (siehe unterer Indikator) auf einem absoluten Rekordlevel. Auf solche „Hoch-Vola-Phasen“ folgte in der Vergangenheit regelmäßig eine Marktberuhigung. In der Konsequenz dürfte bei der Total-Aktie im Frühjahr ein klassischer Ausverkauf stattgefunden haben, so dass ein wichtiger Tiefpunkt gesetzt wurde.
Stay at home: weiterhin gefragt!
Die Netflix-Aktie profitiert unverändert von der gegenwärtigen Situation. In diesem Umfeld hat unser Buy-Trigger in Form eines Anstiegs über die beiden, fast deckungsgleichen Monatshochs vom Februar/März (393/394 USD) seine Wirkung nicht verfehlt (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 9. April). Lohn der Mühen ist tatsächlich ein neues Allzeithoch bei 450 USD. Zusätzlicher Rückenwind kommt nicht nur vom MACD, welcher gerade ein neues Einstiegssignal generiert, sondern auch der Faktor „Saisonalität“ liefert aktuell eine Steilvorlage. Seit dem Börsengang 2006 zählt der Zeitraum von Anfang April bis Mitte Juli zu den saisonal besten Phasen der Netflix-Aktie. Im „uncharted territory“ jenseits des alten Rekordlevels von 423 USD definieren zwei Fibonacci-Projektionen der Atempause von Sommer bis Ende 2018 die nächsten Anlaufziele bei 492 USD bzw. 536 USD. Um die Gefahr eines Fehlausbruchs auf der Oberseite gar nicht erst aufkommen zu lassen, bietet sich der eingangs beschriebene Buy-Trigger als Absicherung an. Unter Risikogesichtspunkten gilt es also, die jüngsten Monatshochs bei 394/393 USD nicht mehr zu unterschreiten.
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