| Die Luft wird dünner |
| Gerade noch rechtzeitig hatten wir gestern von „ersten Ermüdungserscheinungen“ beim
DAX® gesprochen. Gestern musste das Aktienbarometer dann tatsächlich den negativen
Divergenzen bei den kurzfristigen Indikatoren auf Stundenbasis Tribut zollen. Zwei
Aspekte möchten wir hervorheben: Zum einen lagen die letzten vier Tageshochs jeweils
in einem engen Kursband zwischen 12.762 und 12.783 Punkten, zum anderen umschließt
der Körper der gestrigen Tageskerze die Pendants der beiden Vortage vollständig. In
der Konsequenz entsteht das negative Candlestickmuster in Form eines „bearish engulfing“.
Letztlich spiegelt sich hierin eine gewisse Gewinnmitnahmebereitschaft im Vorfeld
des Wochenendes wider. Die erste Unterstützung besteht dabei in Form der Parallelverschiebung
des Aufwärtstrends seit Februar (akt. bei 12.618 Punkten) – eingezeichnet über die
Hochpunkte vom Mai 2016, Januar 2017 sowie April 2017. Danach definieren die alten
Ausbruchsmarken bei 12.391/76 Punkten den nächsten Rückzugsbereich. Um die beschriebenen
Negativaspekte auszumerzen, ist indes ein neues Allzeithoch jenseits von 12.783 Punkten
vonnöten. |
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DAX® (Daily) |
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| Kritische Marke im Visier |
| Seit dem Mehrjahrestief vom Januar 2016 bei 687 Punkten konnte sich der MSCI Emerging
Markets um fast 45 % erholen und hat damit das kalkulatorische Anschlusspotential
aus der im Sommer 2016 vervollständigten inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation
nahezu ausgeschöpft. Wenngleich der entsprechende Aufwärtsimpuls absolut intakt ist,
steht unseres Erachtens derzeit dennoch der ultimative Lackmustest in Sachen Fortsetzung
der Rally an. Schließlich hat das Aktienbarometer das Widerstandskreuz aus dem ehemaligen
Aufwärtstrend seit Herbst 2011 (akt. bei 1.010 Punkten) und dem seit 2007 dominierenden
Baissetrend (akt. bei 1.012 Punkten) unmittelbar vor der Brust. Abgerundet wird das
auf diesem Niveau entstehende Barrierenbündel durch das 61,8%-Fibonacci-Retracement
des Abwärtsimpulses von November 2007 bis November 2008 (1.002 Punkte) bzw. die 61,8
%-Korrektur der Baissebewegung von April 2011 bis Januar 2016 (1.011 Punkte). Mit
anderen Worten: Der Sprung über die angeführten Hürden käme einem absoluten Stärkebeweis
gleich, wird allerdings kein Selbstläufer. Um diese Perspektive nicht aus den Augen
zu verlieren, sollte der MSCI Emerging Markets zukünftig nicht mehr unter den Aufwärtstrend
seit Januar 2016 (akt. bei 910 Punkten) zurückfallen. |
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MSCI Emerging Markets (Weekly) |
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| Erholung ausgelaufen |
| Im Bereich der 38-Wochen-Linie (akt. bei 40,07 EUR) hat die Marktteilnehmer zuletzt
der Mut verlassen. Da die Gea-Aktie in der Folge auch die Bastion aus dem steilen
Erholungstrend seit November vergangenen Jahres (akt. bei 38,54 EUR) und dem gleitenden
Durchschnitt der letzten 200 Wochen (akt. bei 37,72 EUR) preisgeben musste, droht
der Titel in Zukunft wieder unter Druck zu geraten. Aus charttechnischer Sicht liegt
diese Einschätzung vor allem an der gesamten Gegenbewegung des letzten halben Jahres,
welche unter dem Strich letztlich als „bearishe“ Flagge interpretiert werden muss
(siehe Chart). Auf Seiten der quantitativen Indikatoren betont vor allem die Relative
Stärke nach Levy aktuell die Risiken. Während auf Wochenbasis der Bruch des Erholungstrends
seit November zu beklagen ist, steht bei täglicher Berechnungsweise eine abgeschlossene
Toppbildung zu Buche. In der Konsequenz sollten Anleger ein Wiedersehen mit den Tiefs
bei rund 33 EUR einkalkulieren, so dass die Gefahr eines großen Distributionsprozesses
weiterhin gegeben ist. Als Absicherung für neue Shortpositionen bietet sich die o.
g. ehemalige Haltezone aus der 200-Wochen-Linie und dem Erholungstrend der letzten
Monate an. |
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GEA (Daily) |
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