DAX® - Doppelte Durchschnitte wirken anziehend

HSBC Daily Trading

Doppelte Durchschnitte wirken anziehend

Die DAX®-Erholung schreitet weiter voran. Mit 11.747 Punkten gelang dem Aktienbarometer gestern erneut ein neues Verlaufshoch. Damit haben die deutschen Standardwerte die nächste Widerstandszone aus den horizontalen Hürden zwischen 11.600 und 11.700 Punkten erreicht. Zusammen mit dem 61,8%-Fibonacci-Retracement der gesamten Februar/März-Korrektur (11.679 Punkte) entsteht hier eine wichtige Kumulationszone. Doch letztlich stellen die angeführten Barrieren nur den Ausgangspunkt zu einer besonderen Widerstandszone dar. Schließlich liegt beim DAX® derzeit die besondere Konstellation vor, dass die gleitenden Durchschnitte der letzten 200 Tage und der letzten 200 Wochen (akt. bei 12.026/12.105 Punkten) fast auf identischem Niveau verlaufen. Beide Glättungslinien sind also Anziehungspunkt und massiver Widerstand zugleich. Das Sentiment steht einem Test dieser Hürden nicht im Weg. Zwar zeigt die Stimmungsumfrage der American Association of Individual Investors (AAII) seit zwei Wochen eine leichte Sentimentverbesserung an, aber der Anteil der Bären unter den amerikanischen Privatanlegern liegt mit gut 42 % immer noch auf einem hohen Niveau.


pfeil-rotDAX® (Daily)
Chart DAX®


Die nächste Erholungsstufe

Die Auflösung der im Chart markierten Flaggenkonsolidierung – und zwar per Aufwärtsgap (200,40 EUR zu 203,30 EUR) – hat sich als der erwartete Kurstreiber für die adidas-Aktie erwiesen (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 19. Mai). Mittlerweile hat der Titel das seinerzeit genannte Anlaufziel in Form des Hochs von Mitte April bei 229 EUR abgearbeitet, so dass auch der seit Januar bestehende Abwärtstrend (akt. bei 223,69 EUR) Geschichte ist. Damit ist das Papier aus charttechnischer Sicht einen entscheidenden Schritt in Sachen „Bodenbildung“ weitergekommen (siehe Chart). Rein rechnerisch ergibt sich aus der Stabilisierung seit Mitte März ein Anschlusspotential von mindestens 40 EUR, was im Umkehrschluss zu einem Kursziel im Bereich von 270 EUR führt. Auf dem Weg in diese Region markiert die 200-Tages-Linie (akt. bei 258,70 EUR) ein wichtiges Etappenziel. Auf der Indikatorenseite möchten wir die Konstellation beim MACD hervorheben: Schließlich generiert der Trendfolger bei wöchentlicher Berechnungsweise auf historisch niedrigem Level gerade ein neues Einstiegssignal. Als engmaschige Absicherung bietet sich das Aufwärtsgap vom 26. Mai bei 223,70/223,00 EUR an.


pfeil-rotadidas (Daily)
Chart adidas


Favoritenwechsel!?!

Nachdem sich in der Corona-Krise zunächst vor allem Technologie- sowie Pharmatitel wacker geschlagen haben, kommt es in den letzten Tagen zu deutlichen Gegenbewegungen bei den sog. „fallen angels“. In diese Kategorie fällt ohne Zweifel die Fraport-Aktie, die von Anfang Dezember bis Mitte März von rund 80 EUR auf unter 30 EUR eingebrochen ist. Der beschriebene Ausverkauf führt zu einer absoluten Extremkonstellation bei einer Vielzahl von quantitativen Indikatoren. Hervorheben möchten wir in diesem Zusammenhang den MACD, denn der Trendfolger generiert bei wöchentlicher Berechnungsweise auf dem niedrigsten Level der gesamten Börsenhistorie des Flughafenbetreibers gerade ein neues Einstiegssignal. Gleichzeitig signalisieren die Bollinger Bänder im Wochenbereich eine extreme Hochvolatilitätsphase. Schließlich ist der Abstand zwischen den beiden Begrenzungen des Volatilitätsindikators derzeit größer als während der Baisse im Zuge der Finanzmarktkrise 2008/09. Mit anderen Worten: Die Bollinger Bänder liegen ebenfalls so weit auseinander wie niemals zuvor. (Fortsetzung siehe unten).


pfeil-rotFraport (Weekly)
Chart Fraport


Doppelboden „belegt“ die Trendwende

In der Vergangenheit folgte auf solche Extremsituationen regelmäßig eine Marktberuhigung. Zu einem Rückgang der Volatilität kommt es dabei insbesondere in Erholungsphasen des Basiswertes. Im konkreten Fraport-Fall wird diese durch einen Doppelboden begünstigt. Dank des jüngst erfolgten Spurts über das Aprilhoch bei 43,96 EUR gilt dieses Trendwendemuster nun als abgeschlossen. Dessen rechnerisches Anschlusspotential – abgeleitet aus der Höhe der Formation – lässt sich auf mindestens 10 EUR taxieren, was wiederum zu einem kalkulatorischen Mindestkursziel im Bereich von rund 53 EUR führt. Die nächsten wichtigen horizontalen Hürden warten in Form diverser alter Hoch- und Tiefpunkte sogar erst im Dunstkreis der Marke von 60 EUR. Unter Risikogesichtspunkten ist die jüngste Aufwärtskurslücke im Tagesbereich (untere Gapkante bei 42,14 EUR) als Absicherung für neue Long-Positionen prädestiniert. Bei einem Rebreak dieses Levels wäre zudem der beschriebene Doppelboden negiert. Ein enger Stop-Loss auf dieser Basis gewährleistet gleichzeitig ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis.


pfeil-rotFraport (Weekly)
Chart Fraport


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Quelle

Als Pionier und Innovationstreiber innerhalb der deutschen Zertifikatebranche kann HSBC bei der Emission von Anlagezertifikaten und Hebelprodukten auf mehr als 25 Jahre Erfahrung zurückschauen.

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