23.05.2016 08:00
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DAX® - Doppelte „inside week“

Doppelte „inside week“
Die Schiebezone der letzten Tage und Wochen zwischen gut 9.700 Punkten und knapp 10.200 Punkten findet nun auch im Wochenchart des DAX® ihren Niederschlag. So setzten die deutschen Standardwerte Anfang Mai eine Handelsspanne, in der sich die gesamte Kursaktivität seither vollzogen hat. D. h. die letzten beiden Wochen stellen sog. „inside weeks“ dar, die eine prozyklische Positionierung im Ausbruchsfall nahelegen. Letztlich sorgt die hohe Zeitebene also für ein weiteres Mosaiksteinchen, das die abwartende Grundhaltung der letzten Tage zusätzlich unterstreicht. Neue Impulse sind deshalb erst zu erwarten, wenn entweder die letzten drei Wochentiefs zwischen 9.774 und 9.737 Punkten unterschritten oder aber der Deckel bei 10.200 Punkten gelüftet wird. Neben den bereits bekannten Hürden in Form verschiedener Hoch- und Tiefpunkte sowie einem Fibonacci-Cluster wird die obere Signalzone zusätzlich durch die jüngsten „Innenstäbe“ bzw. die 38-Wochen-Linie (akt. bei 10.096 Punkten) untermauert. Per Saldo hält die Geduldsprobe weiterhin an. Allerdings staut sich damit gleichzeitig neues Bewegungspotential auf, d. h. im Ausbruchsfall dürfte dieser schnell und dynamisch von Statten gehen.
 
 
  DAX® (Weekly)  
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Inverse S-K-S-Formation?
Mitte Mai hat die 10-jährige Rendite bei 0,1 % möglicherweise erneut ein wichtiges zyklisches Tief markiert. Gleich mehrere technische Faktoren untermauern diese Aussage. So weist die entsprechende Wochenkerze eine markante Lunte auf, der in der abgelaufenen Woche ein sog. „bullish engulfing“ folgte. Doch damit nicht genug: Die jüngsten Verlaufstiefs bilden zusammen eine potentielle inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation, deren Nackenlinie aktuell bei 0,29 % verläuft (siehe Chart). Zwar stehen die Chancen für einen Anlauf auf die zuletzt genannte Schlüsselzone gut, doch erst ein Spurt über dieses Level würde die untere Umkehr abschließen. Im Erfolgsfall werden Anleger für ihre Geduld mit einem kalkulatorischen Anschlusspotential von gut 20 bp belohnt. Ein wichtiges Etappenziel stellt dabei die Widerstandszone zwischen 0,41 % und 0,45 % dar. Auf diesem Niveau bildet die 38-Tages-Linie (akt. bei 0,41 %) in Kombination mit verschiedenen Hochs und Tiefs sowie einem Fibonacci-Cluster eine markante Kumulationszone. Um das Szenario des moderaten Zinsanstiegs nicht zu gefährden, sollte in Zukunft das o. g. Zinstief bei 0,10 % nicht mehr unterschritten werden.
 
 
  10-jährige Rendite Deutschland (Weekly)  
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Zwischen Hoffen und Bangen
Seit über zwei Jahren bewegen sich die amerikanischen „blue chips“ in einer Handelsspanne zwischen rund 1.800 Punkten auf der Unter- und gut 2.100 Punkten auf der Oberseite seitwärts. Mit dem Aprilhoch bei 2.111 Punkten hat der S&P 500 ® erneut die Relevanz der angeführten Hürden unter Beweis gestellt. Als Belastungsfaktor könnte sich die Dow-Theorie erweisen, die eine negative Divergenz zwischen den Transporttitel einerseits und den US-Standardwerten anderseits signalisiert. Für einen Hoffnungsschimmer sorgt dagegen die aktuelle Sentimenterhebung der American Association of Individual Investors. Nachdem bereits seit Wochen hohe Neutralitätsquoten angezeigt wurden, ist der Bullenanteil unter den amerikanischen Privatanlegern jüngst auf unter 20 % gefallen. Eine schlechte Stimmung – wie gegenwärtig – passt eigentlich nicht zu einem nachhaltigen Kurseinbruch, sondern eher zu unteren Wendepunkten. Dennoch sollten Anleger die Marke von 2.034 Punkten im Auge behalten, deren Unterschreiten eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation komplettieren würde, aus der sich immerhin ein rechnerisches Kursziel von rund 1.970 Punkten ableiten ließe.
 
 
  S&P 500® (Daily)  
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Wichtige Widerstände vor der Brust
Nachdem die IBM-Aktie zu Jahresbeginn die niedrigsten Notierungen seit dem Jahr 2010 zu verkraften hatte, scheint der Titel nun die Kurve bekommen zu haben. Neben der Rückeroberung der horizontalen Widerstandszone bei 140 USD liefert vor allem die Rückkehr in den seit gut zwei Jahren bestehenden Abwärtstrendkanal (untere Begrenzung akt. bei 139,60 USD) ein deutliches Indiz für diese These. Als weiteres Argument dient in diesem Zusammenhang die gegenwärtige Indikatorenkonstellation. Während der trendfolgende MACD auf historisch niedrigem Niveau am ersten Kaufsignal seit Juni 2012 arbeitet, ist der RSI bereits einen Schritt weiter. Im Anschluss an ein neues Einstiegssignal gelang dem Oszillator zusätzlich auch noch der Bruch des seit gut vier Jahren bestehenden Baissetrends. Solche Indikatortrendbrüche sorgen oftmals für ein neues Aufwärtsmomentum. Genau hierin liegt allerdings aktuell die Herausforderung, denn mit einem Fibonacci-Cluster (154,07 USD bzw. 154,16 USD) sowie verschiedenen Hoch- und Tiefpunkten bei rund 155 USD hat die IBM-Aktie hohe Hürden vor der Brust. In dieser Gemengelage können Discount-Zertifikate mit attraktiven Seitwärtsrenditen eine interessante Option sein.
 
 
  IBM (Monthly)  
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