DAX® - Erholung pausiert: MACD historisch niedrig

HSBC Daily Trading

Erholung pausiert: MACD historisch niedrig

Der DAX® gönnte sich lediglich ein kurzes Gastspiel oberhalb der Marke von 11.000 Punkten. Zum Wochenabschluss bzw. zum Monatsultimo kamen vielmehr Gewinnmitnahmen auf. Damit zollen die deutschen Standardwerte der Widerstandszone aus dem 50%-Retracement des Baisseimpulses seit Februar (11.025 Punkte), dem Tief vom August vergangenen Jahres (11.266 Punkte) sowie der verbliebenen Abwärtskurslücke von Anfang März (11.236 zu 11.447 Punkte) Tribut. Aufgrund des markanten Dochts der jüngsten Wochenkerze und im Sinne eines vorsichtigen Kaufmanns möchten wir deshalb zunächst auf die wichtigsten Rückzugslinien hinweisen. Die Hochs von Mitte April (10.820/10.756 Punkten) markieren nur kleinere Unterstützungen, die zum Wochenauftakt fallen dürften. Deutlich wichtiger ist der Bereich bei rund 10.300 Punkten. Hier bildet ein weiteres Fibonacci-Level (10.372 Punkte) im Zusammenspiel mit dem Tief von Ende 2018 (10.279 Punkte) ein massives Haltebündel. Wenngleich die dynamische Erholungsrally seit dem Märztief bei 8.256 Punkten nicht länger durchzuhalten sein dürfte, sollte die Ausprägung eines „zweiten Standbeines“ moderat ausfallen. Schließlich notiert der MACD historisch niedrig: In der gesamten Historie erreichte der Trendfolger niemals noch tiefere Werte.


pfeil-rotDAX® (Weekly)
Chart DAX®


Last man standing

Vom Märztief bei 6.631 Punkten hat sich der Nasdaq Comp. inzwischen deutlich erholen können, so dass das Technologiebarometer seinen Jahresschlussstand 2019 (8.973 Punkte) Ende April fast wieder erreicht hatte. Diese Entwicklung war immens wichtig, denn somit konnte die Kernhaltezone aus dem Basisaufwärtstrend seit 2011 und dem Durchschnitt der letzten 38 Monate (akt. jeweils bei 7.529 Punkten) verteidigt werden (siehe Chart). Da der Körper der Aprilkerze zudem das Pendant des Vormonats umschließt, entsteht ein sog. „bullish engulfing“. Dieses Candlestickmuster dokumentiert, dass der größte Verkaufsdruck mittlerweile abgearbeitet wurde. Letztlich kommt das Technologiebarometer also sehr gut durch die aktuell anspruchsvolle Marktphase. Dennoch beinhaltet der Kursverlauf auch eine Warnung: Die im Verlauf der Langfristindikatoren (z. B. RSI, MACD) bestehenden negativen Divergenzen wurden bisher nicht abgebaut. Damit liefert der Kursverlauf des Nasdaq Comp. derzeit auch ein Lehrbuchbeispiel für ein (chart-)technisch getriebenes Risikomanagement: In Zukunft gilt es einen Bruch der o. g. Bastion bei rund 7.500 Punkten unbedingt zu verhindern. Ohne eine negative Weichenstellung befindet sich der Technologieindex unverändert im Haussemodus!


pfeil-rotNasdaq Composite (Monthly)
Chart Nasdaq Composite


Höchster Monatsschlusskurs der Geschichte

Krise? Welche Krise? Könnten Anleger derzeit mit Blick auf den Langfristchart der Nvidia-Aktie fragen. Vor dem Hintergrund des höchsten, jemals erzielten Monatsschlusskurses (292 USD) ist diese Frage mehr als berechtigt, zumal der Technologietitel aus charttechnischer Sicht zu überzeugen weiß. So wurde auf Monatsbasis zuletzt ein klassischer „Hammer“ ausgebildet. Dieses konstruktive Candlestickmuster erfährt durch das „bullish engulfing“ vom April eine lehrbuchmäßige Bestätigung. Die Ausgangslage für ein neues Allzeithoch jenseits der Marke von 316,32 USD ist also günstig. In diesem Zusammenhang liefert der Monatschart eine zweite, vielleicht noch wichtigere Hilfestellung: Zusammen mit dem 2018er-Hoch (292,76 USD) definiert das bisherige Rekordhoch die Begrenzungen der Schiebezone der letzten drei Jahre (siehe Chart). Ein Ausbruch aus der diskutierten Tradingrange würde demnach für ein prozyklisches Investmentkaufsignal mit einem rechnerischen Anschlusspotential von rund 175 USD sorgen. Im Ausbruchsfall gewährleistet eine enge Absicherung auf Basis des Hochs von 2018 ein hervorragendes Chance-Risiko-Verhältnis.


pfeil-rotNVIDIA Corp. (Monthly)
Chart NVIDIA Corp.


Die Mutter aller …

„Hammer“-Umkehrmuster. So können technisch motivierte Anleger – etwas salopp formuliert – die derzeitige Ausgangslage beim Ölpreis treffend beschreiben. Trotz der jüngsten Marktverwerfungen liegen auf Wochenbasis zwei grundsätzlich konstruktive Candlestickformationen vor. So suchen die Lunten der letzten beiden Wochenkerzen ihresgleichen. Der eigentliche Clou ist allerdings, dass das „Schwarze Gold“ mit einem „bullish engulfing“ sowohl die Rückkehr in den langfristigen Baissetrendkanal (untere Begrenzung akt. bei 17,85 USD) schaffte als auch den eingangs beschriebenen „Hammer“ nach oben auflöste. Diesen Befreiungsschlag definieren wir deshalb als Startschuss für eine technische Aufwärtsreaktion. Eine Marktberuhigung in Form einer Gegenbewegung legen auch verschiedene Volatilitätsmaßstäbe nahe. So ist der Abstand der Bollinger Bänder aktuell beispielsweise größer als auf dem Höhepunkt der Finanzmarktkrise 2008/09 (siehe Chart). Auf solche Hochvolatilitätsphase folgte in der Vergangenheit häufig eine Marktberuhigung. Das 2016er-Tief bei 26,05 USD steckt dabei ein wichtiges Anlaufziel ab.


pfeil-rotÖlpreis - WTI (Weekly)
Chart Ölpreis - WTI


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Quelle

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