| Erholung zum Wochenende? |
| Unsere vorsichtige Grundausrichtung der letzten Tage hat sich ausgezahlt. Schließlich musste der DAX® gestern ein neues Verlaufstief (9.433 Punkte) hinnehmen. Wenngleich übergeordnet unverändert die zuletzt nach unten aufgelöste Bärenflagge sowie vor allem das jüngst komplettierte Doppeltop (siehe Chart) auf dem Aktienbarometer lasten, sorgt die Rally zum Handelsschluss für etwas Entspannung. Unterstützung erfährt dieser Hoffnungsschimmer durch das „reversal“ an den US-Märkten. So sind beispielsweise S&P 500® bzw. der Nasdaq Composite – nachdem beide Indizes neue Tiefs verkraften mussten – nahezu auf ihren jeweiligen Tageshochs aus dem Handel gegangen. Dieses Ablaufmuster lässt für den Wochenschluss hoffen. Wirkliche Entspannung erfährt der DAX® allerdings erst, wenn die Marke von 9.737 Punkten zurückerobert wird, denn damit wäre die o. g. Toppbildung negiert. Ohne diesen Befreiungsschlag bleibt es übergeordnet bei den negativen Implikationen aus der beschriebenen oberen Umkehr. Rein rechnerisch lässt sich aus der Höhe des Kursmusters ein Abschlagspotential bis rund 9.100 Punkten ableiten. |
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DAX® (Daily)
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| US-Dollar im Abwärtssog |
| Der US-Dollar befindet sich zum japanischen Yen in einem intakten Abwärtstrend. Nach den Kursgewinnen vom Mai hat der Greenback im laufenden Monat wieder den Rückwärtsgang eingeschaltet und hat dabei jüngst das bisherige Jahrestief vom Mai bei 105,52 JPY unterschritten. Zusammen mit dem Hoch vom Januar 2014, dem Tief vom Herbst 2014 bei gut 105 JPY, dem 38,2%-Fibonacci-Retracement des gesamten Aufwärtsimpulses von Herbst 2011 bis Juni 2015 (106,67 JPY) sowie der 200-Wochen-Linie (akt. bei 106,09 JPY) bildet dieses Level eine wichtige Unterstützungszone. Sollte sich das Abgleiten unter diese Bastion als nachhaltig erweisen, rückt der horizontale Haltebereich aus dem Jahr 2014 bei gut 100 JPY wieder ins Visier. Selbst das Risiko zweistelliger Notierungen ist dann nicht von der Hand zu weisen, zumal die trendfolgenden Indikatoren MACD und Aroon derzeit ebenfalls zur Vorsicht mahnen. Einzig eine schnelle Rückeroberung der beschriebenen Kumulationszone würde den USD-Bullen kurzfristig unter die Arme greifen und den aktuell vorliegenden Abverkaufsdruck negieren. |
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USD/JPY (Weekly)
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| Hier muss es halten! |
| Seit dem Mehrjahreshoch vom März 2015 bei 96,07 EUR befindet sich die Daimler-Aktie im Rückwärtsgang. Jüngst musste der Autotitel dabei sogar ein neues Jahrestief (54,15 EUR) verkraften. Damit steht eine in ihrer Bedeutung für den weiteren Kursverlauf nicht zu unterschätzende Unterstützungszone zur Disposition. Gemeint ist die Kombination aus den Tiefpunkten vom Februar 2016 und Oktober 2014 bei 57,01/55,10 EUR, der Parallelen (akt. bei 54,82 EUR) zum Abwärtstrend seit März 2015 sowie einem Fibonacci-Cluster aus zwei unterschiedlichen Retracements (56,64/54,63 EUR). Einen Rückfall unter diese Bastion gilt es unbedingt zu verhindern, denn ansonsten müsste die Kursentwicklung der letzten zweieinhalb Jahre als Toppbildung interpretiert werden. Bei einer negativen Weichenstellung definieren die Hochs bei rund 50 EUR die nächsten Unterstützungen, bevor die 61,8%-Korrektur des gesamten Hausseimpulses seit März 2009 (47,33 EUR) auf die Agenda rückt. Auf der Oberseite liefert indes nur ein Spurt über den steilen Abwärtstrend seit Dezember 2015 (akt. bei 60,99 EUR) einen Fingerzeig, dass die Daimler-Aktie auf Basis der o. g. Haltezone die Kurve bekommt. |
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Daimler (Weekly)
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| Gefahr der Toppbildung |
| Nur wenige Titel haben am deutschen Aktienmarkt in den letzten Jahren eine ähnliche Performance auf das Börsenparkett gelegt wie die Papiere von Drillisch. Doch mittlerweile zeigt die Aktie Ermüdungserscheinungen. Beachten sollten Anleger in diesem Zusammenhang vor allem die drohende Toppbildung in Form einer klassischen Schulter-Kopf-Schulter-Formation (siehe Chart). Aber auch die inzwischen nach unten abgekippte 38-Wochen-Linie (akt. bei 39,27 EUR) mahnt zur Vorsicht. Als Nackenzone der oberen Umkehr fungieren dabei die Tiefs des letzten Jahres, die allesamt zwischen 34,82 EUR und 33,20 EUR ausgeprägt wurden. Verstärkt wird diese Schlüsselzone zusätzlich durch ein Fibonacci-Level (33,26 EUR). Deshalb gilt es in Zukunft ein Abrutschen unter diese Bastion unbedingt zu vermeiden. Ansonsten ergibt sich aus einer abgeschlossenen Schulter-Kopf-Schulter-Formation ein kalkulatorisches Abschlagspotential von rund 16 EUR. Auf der Oberseite ist indes ein Spurt über das Maihoch bei 39,69 EUR nötig – gleichbedeutend mit der Rückeroberung der o. g. Glättungslinie –, um die Gefahr der oberen Umkehr zu bannen. |
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Drillisch (Weekly)
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